Cal trat mit breitem Lächeln auf ihren Vater zu und streckte ihm die Hand hin. „Guten Abend. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich heute bei ihnen zu Abend essen darf, Daniel."
„Ich weiß noch nicht, ob ich froh darüber bin. Und für dich heißt es Herr Mailänder, verstanden?" Leyas Vater hatte seine Augenbrauen zweifelnd gehoben und ließ nun seinen Blick ebenfalls zweifelnd zwischen Leya und Cal hin und her schnellen, bis er an Cal hängen blieb.
Dieser beeilte sich zu sagen: „Natürlich, Herr Mailänder. Ich verspreche, dass ich mich benehmen werde, während ich in Ihrem Haus zu Gast bin."
„Soll das etwa heißen, dass du dich sonst nicht benimmst?! Bist du etwa schlechter Einfluss für meine Tochter? Ich habs mir schon gedacht... Wenn du sie weiter sehen willst, dann benimmst du dich nicht nur in meinem Haus, hörst du?!"
„Nein, so meinte ich das nicht... Ich... ich..." Cal sah Leyas Vater in die Augen und sagte mit leiser Stimme: „Ja, Herr Mailänder."
„Da geht's zum Esstisch" Daniel deutete auf die nächste Tür.
„Ich weiß. Im Wohnzimmer." Cal und Leyas Vater rissen gleichzeitig schockiert die Augen auf, der eine, weil er wusste, dass er etwas falsches gesagt hatte und der andere, weil der eine etwas falsches gesagt hatte.
„Woher weißt du das, Junge?! Wann warst du schon einmal hier?! Stalkst du meine Tochter?! Bist du einer von diesen kranken, perve-"
„Daniel!"
„Dad!"
Zwei schockierte Frauenstimmen unterbrachen Leyas Vater in seiner Wutrede – er hatte Cal inzwischen an beiden Schultern gepackt und fixierte ihn zornig, obwohl Cal um einiges größer war als er selbst – und ließen ihn aufsehen.
Sally, Leyas Mutter, kam aus dem Wohnzimmer, sah Daniel einen Moment böse an, bevor sie dessen Hände von Cals Schultern löste und ihn kurz in die Arme schloss.
Dann meinte sie:„Schön, dass du gekommen bist! Wir freuen uns alle sehr darüber, auch wenn mein Mann es anders aussehen lässt." Sie lachte kurz auf und nahm die Hand von Leyas Vater um sie zu tätscheln. „Er hat halt einen recht ausgeprägten Beschützerinstinkt."
Sie warf einen raschen Blick auf die kleine goldene Armbanduhr an ihrem Handgelenk und meinte dann: „Wenn ihr beiden wollt, dann könnt ihr noch für einen Moment nach oben gehen. Das Essen ist erst in ein paar Minuten fertig. Ich rufe euch dann."
„Okay. Bis gleich!" sagte Leya blitzschnell. Sie sah ihrem Vater an, dass er gerade erst realisierte, was Sally gerade erlaubt hatte. Darum packte Leya Cal an der Hand und rannte mit ihm die Treppe nach oben. Auf dem Weg hörte sie die Stimme ihres Vaters: „Warte... was! Nein! Kommt sofort wieder runter! Leya, ich verbiete dir mit diesem -"
Leya schlug die Tür zu, bevor ihr Vater den Satz beendet hatte.
Ganz kurz stand sie da und holte tief Luft, bevor sie sich umdrehte. Als sie es schließlich tat, sagte sie sofort: „Es tut mir so unglaublich leid! Ich hätte dich vorwarnen sollen!"
„Ja... Dein Vater ist recht... einschüchternd. Und er wirkt wesentlich größer als er ist, wenn er wütend ist." Cal grinste und blickte sie mit funkelnden Augen an. „Aber für dich nehme mich es wenn schon nicht mit Drachen, dann doch wenigstens mit deinem Vater auf."
„Glaub mir, mein Dad kann schlimmer sein als jeder Drache." sagte sie grinsend.
„Bist halt sein Schatz." erwiderte Cal, trat einen Schritt näher zu Leya hin und raunte: „Aber jetzt noch einmal alles auf Anfang!" Er beugte sich nach unten und hauchte: „Hey..."
Dann lagen seine Lippen auf ihren und Leyas Herz spielte wie der Schlagzeuger von ACDC. Unglaublich laut und unglaublich schön.
„Hey." quietschte Leya, als sie sich wieder voneinander lösten. Ihr Atem ging genau wie Cals schwer und schnell und irgendwie – Leya hatte wirklich keine Ahnung, wie das passiert war – waren sie auf ihrem Bett oder besser gesagt auf der Kleidung auf ihrem Bett gelandet.
„Darf ich dich etwas fragen?" fragte er leise. Seine Stimme klang rauchig und er sah nur sie an, so als wäre sie der einzige Mensch auf der Erde.
„Alles." hauchte Leya. Seine rechte Hand hatte sich in ihre Locken gegraben und blieb dort auch wenn der Kuss vorbei war.
„Was bitte ist in deinem Zimmer passiert? Wurdest du ausgeraubt?" Er sah sich grinsend um.
„Alles bis auf das." antwortete Leya. Sie hätte aufgeräumt, wenn sie zum einen Zeit gehabt hätte und zum anderen gewusst hätte, dass Cal und sie heute noch hier landen würden. Okay, eigentlich hätte sie sich letzteres denken können, aber trotzdem hatte sie keine Zeit gehabt.
„Na gut. Dann frag ich was anderes: Ich werde dich jetzt küssen, während du auf einem rosa BH , der vermutlich von dir stammt, sitzt."
„Das ist keine Frage..." Und er hatte recht! Sie hatte sich treffsicher wie immer genau so hingehockt, dass sie das eine rosa Körbchen bedeckte, das andere aber dadurch nur noch auffälliger wurde.
„Ganz genau." grinste Cal. Blitzschnell beugte er sich vor und drückte seinen Mund auf Leyas. Er drückte sie sanft in die weiche Bettwäsche
Leya schloss die Augen und wartete darauf, dass Cals Lippen sich wieder auf ihre senkten und er seine Finger in ihrer Lockenmähne vergrub.
Doch stattdessen hörte sie ihren Vater von ihrer Zimmertür aus sagen mit einem Ton aus förmlich das Klicken einer geladenen Pistole sprach: „Es gibt essen."
Daniel malte mit seinen Zähnen, während er dabei zusah, wie Cal aus dem Bett sprang, erst etwas sagen wollte, dann doch lieber schwieg und zum Schluss wortlos mit gesenktem Kopf nach unten ging.
Leya stand ebenfalls auf, richtete ihre Frisur und sagte kopfschüttelnd. „Nimm ihn nicht so hart ran, Papa. Ich kann mich schon selbst beschützen."
Sie zwinkerte ihm zu und drückte ihm einen kleinen Kuss auf die Wange.
„Das sagst du jetzt..." murmelte ihr Vater, als sie die Treppe zusammen herunterstiegen.
Leya schüttelte grinsend den Kopf und trat in das Wohnzimmer. Dort half Cal ihrer Mutter gerade beim Tisch decken.
„Cal ist so ein guter Junge! Er hilft mir beim anrichten! Das hast du wirklich gut gemacht, Schätzchen!"
Leya erwiderte nichts, sondern nickte nur zustimmend mit dem Kopf, dann setzte sie sich, weil nun alles auf dem Tisch stand, auf ihren Stuhl. Sie deutete Cal sich neben sie zu setzen, was der auch dankend annahm. Blöd nur, dass sich Leyas Vater direkt gegenüber von ihm niederließ und ihn mit stechenden Augen fixierte.
Cal schien nervös zu werden, darum nahm Leya seine Hand und streichelte sie mit ihrem Daumen. Er warf ihr einen kurzen, dankbaren Blick zu.
„So, wer will was?" Sally durchbrach fröhlich die angespannte Stille und hielt Nudeln und Soße hoch.
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So, dieses Kapitel ist einzig und allein für:
schoolzombie !
Danke, danke, danke fürs lesen und deine lieben Kommis!<3 Mich baut das immer total auf, wenn jemand meine Geschichte liest! Also, noch ein viertes Mal: DANKE!!!!
Song:
Adel Tawil - Zuhause
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Götterstimme
ParanormalEr packte sie an den Armgelenken, bevor sie ihn ein weiteres Mal schubsen konnte. „Wieso lässt du mich nicht dein Held sein?!" schrie Cal Leya wutentbrannt in ihr regennasses Gesicht. „Weil es in meiner Geschichte keine Helden gibt. Ich werde unwei...
