depressiv

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Bei jedem Anruf den ich bekam, jedes mal wenn es an der Tür klingelte, immer hatte ich gehofft dass es Harry war. Jedes mal wenn ich das Haus verließ hatte ich gehofft ihn zu treffen, ihn zufällig über den Weg zu laufen, ich hatte so viele Fragen, was, wieso, warum. Alleine der Gedanke an ihn brachte mich zum Zusammenbruch, aber ich wollte nicht wieder depressiv werden, ich musste stark bleiben. Für Gemma, Anne aber auch vor allem für Harry. Ich dachte echt er würde es nicht gut heißen wenn ich dank ihm wieder in psychische Betreuung kam. Er wollte dass ich einfach weiterlebe, so gut es eben ging, aber es ging gar nicht. Mein Leben blieb still, es veränderte sich nichts, ich zählte die Stunden damit wieder ein qualvoller Tag ohne ihn endlich zu Ende ging, aber auch der darauf folgende wurde nicht besser. Es wurde nie besser, es bleib gleich schlimm, es tat von Sekunde zu Sekunde mehr weh, immer dieser seelische Schmerz in mir, das Gefühl ihm nicht mehr nahe sein zu können machte mich kaputt, die Tatsache dass er nie mehr zurück kommen würde fraß mich von innen auf. Es wurde einfach alles schlimmer, ich war oft zum Grab meines Vaters gegangen, hatte ihm von Harry erzählt, aber auch dies half nichts, Gemma und Anne hatten sich langsam damit abgefunden, sie trauerten noch, aber sie lebten so halbwegs normal weiter. Aber ich konnte einfach nicht. Ich konnte nicht normal weiter leben, nicht ohne ihn. Eigentlich hatte die Musik immer etwas Beruhigendes an sich, für mich jeden falls. Sie hatte mich vor schon vielen Situationen bewahrt, schon oft hatte sie mich wieder aufgebaut, jedes mal wenn ich fiel, stand ich wieder auf,  aber in dieser Situation konnte ich nicht einfach aufstehen. Ich hatte das Gefühl ich würde immer weiter sinken, Stück für Stück immer weiter runter, und der Weg wieder nach oben, in ein normales Leben wurde pro Zentimeter mit dem ich weiter nach unten sank, steiler und höher, es war unerreibar. Unerreichbar irgendwann wieder normal zu leben. Aber ich konnte es nicht mal mehr Leben nennen, es war ein Scherbenhaufen, ein Scherbenhaufen der nicht kleiner wurde, er wurde kontinuierlich größer.  Und ich konnte rein gar nichts dagegen tun. Olessia hatte ich erzählt dass wir uns getrennt hatten und sie schien gar nicht überrascht gewesen zu sein, sie zuckte nur mit den Schultern und stieß ein ’Wusste ich doch‘ heraus. In diesem Moment bin ich die Luft gegangen, wie konnte sie sowas sagen. Wie? Ohne Harry wäre ich nie so weit gekommen, nie! Das wusste sie ohne Harry wäre ich immer noch die kleine piepsende Maus, er hat mir immer geholfen, aber Olessia lässt mich links liegen wenn sie einen Macker am Start hat, auch wenn ich während der Beziehung zu Harry nur mehr vereinzelt Kontakt zu ihr hatte. Ich hätte ihr jeder Zeit geholfen, immer  und dass würde ich auch immer. Aber ich hatte das Gefühl dass sie sich wegen Harry von mir distanziert hatte, aber wenn siemeinte, dass sie das nötig hat. Dann sollte sie doch, es berührte mich nicht. Jeder Tag, an dem er fehlte, jeder Tag starb ein weiteres Stückchen Hoffnung, selbstständig zu suchen hätte nichts gebracht, wenn nicht mal die Polizei was herausfand. Aber ich hatte mehr von seinen alten und NORMALEN Freunden getroffen, aber ich hatte ihnen nie genau erzählt was genau los war. Es reichte mir, wenn sie mit mir über Harry geredet hatten, es baute mich immer auf, aber kaum war ich dann wieder alleine, fiel ich in mir zusammen.

Ich war kaputt, innerlich als auch äußerlich!

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Hey Sweeties, das ist schon das 7 (!!!!) Kapitel heute, was sagt ihr dazu?

Da ich gestern zu luftig angezogen war, sitz ich nun mit Tee und Hustensaft in meinem Bettchen, aber trotzdem bin ich in Schreiblaune. Frage: Wird die Story langweilig oder die Kapitel schlechter?

bevor es weitergeht.

40 Reads, 20 Votes und 15 (einfallsreiche) Kommi's

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag und einen guten Wochenstart morgen! Küsschen links Küsschen rechts Julieta (Sarry Shipperin)

Dark Side (Harry Styles German) wird überarbeitet!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt