Du kennst sie nicht

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Ich las fast alle Zeitschriften tausend mal durch und aß ein paar der Gummibärchen bevor wir dort angekommen waren, wo ich hinsollte, es war ein Haus, nicht gerade groß, der Junge, der mich vom Flughafen abgeholt hatte, hieß ich Vornamen Dimitri, und wohnte in dem Haus, er meinte dass ich etwa eine Woche warten musst bis Harry wieder zurück kommen würde, aber ich nahm es in Kauf, denn die Liebe war zu stark um wieder umzukehren. Das Gästezimmer wurde mir zugetragen und so verbrachte ich die gesamte Woche in diesem Haus, gerade einmal wenn ich Hunger hatte verließ ich das Zimmer, hin und wieder ging ich auf den Balkon, denn ganz ohne Frischluft konnte ich dann doch nicht, aber Dimitri hatte es mir verboten das Haus zu verlassen da ich sowieso schon in Gefahr war.

Wenn ich aufwachte war er meinst schon weg und spät Abend kam er dann zurück, er erzählte nie was er machte aber mir fehlte der Mut um nachzufragen, denn so freundlich war er gar nicht.

Der Tag war gekommen an dem Harry zurück kommen sollte, in den Tagen hatte ich erfahren dass er wohl auch in diesem Haus untergekommen war, aber er alle seine Sachen bei sich hatte. Um ehrlich zu sein fühlte ich mich wirklich nicht wohl, ich war immer nur alleine, und wusste nicht was passieren würde, um es gerade heraus zu sagen, ich hatte Schiss. Aber ich machte das alles für eine bestimmte Person, eine Person die es in meinen Augen auch verdient hat, auch wenn ich durch ihn nicht wirklich gutes in Erfahrung gebracht hatte, ich liebte ihn und zwar von Sekunde zu Sekunde etwas mehr.

„Morgen!", sagte Dimitri flüchtig bevor er auch schon das Haus verlassen hatte, ich war mit einem guten Gefühl aufgestanden und war mit Gedanken nur bei dem jungen Mann mit den schokobraunen Locken, ich stellte mich unter die Dusche, alle Anspannung fiel von mir und meine Gedanken waren wieder geordnet als ich das Badezimmer verließ. Mit einem Handtuch um meinen Körper lief ich in das Gästezimmer und suchte mir eine Leggings und ein Boyfriendhemd raus, was ich dann auch anzog, meine Jacke hatte ich nie gebraucht und auch keine Schuhe, denn das Haus verließ ich nie.

Faul legte ich mich auf das kuschelige Bett und begann in einem der Romane zu lesen den mir Dimitri im Auto gegeben hatte, Seite für Seite las ich, ich war wie gefangen in dem Buch und konnte mir die Situation perfekt bildlich vorstellen. Irgendwann bei Seite zweihundert oder so, erklang seine raue Stimme von unten, ganz aufgeregt ließ ich das Buch fallen und hob es noch schnell auf bevor ich mich vor den Spiegel stellte und meine lockigen Haare etwas zurecht machte, immerhin wollte ich ihm nicht gegenübertreten wie der größte Penner überhaupt, ich atmete tief durch und machte mich dann auf den Weg nach unten, an der Treppe stoppte ich etwas, da ich echt am flippen war und ich war so unsicher, das es wohl schlimmer nicht mehr ging, ich hatte Angst davor das er sagt, dass er mich nicht dahaben will, ich hatte Angst das er mich zurückweist, ich hatte Angst das er endgültig einen Schlussstrich macht.

Er stand neben Dimitri im Wohnzimmer und hielt eine Bierfalsche in der Hand und ganz ehrlich, es passte mir nicht dass er schon vormittags Alkohol im Blut hatte, aber ich möchte nicht wissen was er da sonst noch so gemacht hat. Ich blieb im Türrahmen stehen und nahm meine Unterlippe zwischen die Zähne während ich gespannt die vor mir abspielende Szene beobachtete.

„Harry.", setzte Dimitri leise an als er mich gesehen hatte.

„Dimitri ich will's nicht hören!", antwortete Harry und auch wenn ich nur seinen Rücken sah, ich wusste dass er wohl nicht gerade einen begeisterteren Gesichtsausdruck hatte.

„Sun..", murmelte Dimitri leise.

„Was ist mit ihr?", fragte Harry eine Sekunde später.

„Sie ist dir wichtig oder?", hakte der junge Pole nach.

„Mehr als alles andere!"

Die Worte brachten mich zum lächeln, er hatte wohl noch Gefühle für mich.

„Na dann ist ja gut!", gab Dimitri grinsend von sich und sah mich kurz an.

„Mach dich nicht darüber lustig wenn du keine Ahnung davon hast!", brummte Harry, ich musste ein Kichern unterdrücken.

„Naja, sie ist ja nicht weit weg!", gab Dimitri lachend von sich.

„Weil Neuseeland hier in der Nähe ist!", murrte der Lockenkopf und nahm einen Schluck von seinem Bier.

„Sie war in London!", meinte Dimitri und trank ebenfalls von seiner Bierfalsche.

„Woher weißt du das?"

„Aber jetzt ist sie ja in Polen!"

„Woher weißt du das?"

„Hab sie gesehen!", sagte Dimitri schulterzuckend und nahm einen erneuten Schluck.

„Und da hast du mir nichts gesagt? Was macht Sun denn in Polen?", Harrys Ton wurde schärfer.

„Na dich besuchen!"

„Dimitri du weißt genau dass ich sie nichts wissend in Neuseeland sitzen gelassen habe!", er wurde lauter und ich konnte mir vorstellen dass er Dimitri böse musterte.

„Na das denke ich nicht, glaub mir sie ist nicht dumm!", wieder warf Dimitri einen komischen Blick zu.

„Du kennst sie doch gar nicht!", zischte Harry.

„Naja ich musste sie ja vom Flughafen abholen!"

„Hör auf zu reden ich halt dich nicht aus!", Harry nahm einen Schluck vom Bier.

„Na dann dreh dich mal um Prinz Charming!", lachte Dimitri und zeigte auf mich.

Mit schüttelnden Kopf drehte Harry sich um und erblickte, mich!

Dark Side (Harry Styles German) wird überarbeitet!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt