Happy again

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*2 Wochen später*

2 Wochen sind es nun schon her, dass ich mit Harry reden konnte, ich seine Berührungen spüren konnte, seiner Nähe genossen hatte, stolze zwei Wochen ist er nicht mehr ansprechbar, es tut weh, ihn in so einem Zustand zu sehen, vor allem weil bis jetzt noch keinerlei Verbesserung in Sicht ist.

Meine Mutter, ist von Russland mittlerweile zurück, ich hab ihr alles erzählt, nur die Gewalttätigen Details hab ich ihr erspart, ich hab ihr auch erzählt, dass Harry im Koma liegt, dass jedoch bei einem Autounfall passiert sei. Sie kaufte mir die ganze Sache zum Glück ab und war auch so nett, dass sie mich wann immer sie frei hatte zum Krankenhaus fuhr.

Seit diesen zwei Wochen, ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht bei ihm war. Die ersten 2 Tage hatte ich zwischen durch immer das Krankenzimmer verlassen, tränenüberströmt. Aber die Geräte an die er angeschlossen war, die Infusionen, die Atemgeräte, die Geräte die seinen Herzschlag kontrollierten, hab ich am Anfang kau verkraftet. Mittlerweile beachte ich diese kaum noch.

In 20 Minuten hab ich Feierabend.

In der U-Bahn lasse ich mich auf einen freien Platz nieder, die beruhigende Musik meiner Kopfhörer, die in meinen Ohren stecken, bringt mich ein wenig runter. Ich verlasse die U-Bahn Station und steuere mein zu Hause zu. Zwei mal in der Woche schaue ich zu Harry's Apartment, ob dort noch alles ok ist, lüften und die Kakteen gießen, obwohl man die eigentlich nicht so oft gießen sollte. Ich zieh mir meine Arbeitsklamotten aus und schlüpfe in eine Jeans, ein normales T-Shirt, Ballerinas, meine Haare bind ich mir zu eine, Pferdeschanz, ich pack noch schnell ein Buch in die Tasche, Labello, mein Handy und etwas Geld. Wieder steuere ich die U-bahn Station zu, an der passenden Haltestelle angekommen, gehe ich noch etwa 10 Minuten bis ich vor dem rieseigen Krankenhaus stehen bleibe.

 Einmal tief durchatmen und dann verschwinde ich hinter der großen Glastür, ich begrüße freundlich die etwas ältere Dame am Empfang, die eigentlich bis jetzt jeden Tag hier war. Ich gehe zum Aufzug und fahre in den 6 Stock, ich klopfe kurz im Schwesternzimmer an und begrüße alle.

 Sie hatten sich schon an mich gewöhnt und mit Sabia und Cecillia hab ich mich privat sogar schon mal getroffen.

Ich gehe zu Harry's Zimmer, desinfiziere mir meine Hände und betrete den kleinen Raum. Sofort dröhnt das regelmäßige piepen durch meine Ohren, ich gehe zum Bett und begrüße ihn mit einem Kuss, wie jedes mal eben. Am Anfang war es komisch mit ihm zu reden, da ja keine Gegenreaktion kam, aber mittlerweile spreche ich mit ihm als ob er mir zu hören würde. Vor etwa vier Tagen hab ich mir aus Harry's Handy die Nummer seiner Mutter rausgesucht und sie angerufen, er ist ja ihr Sohn. Aber niemand nahm ab, ich hab es 2-mal versucht und dann einfach auf den Anrufbeantworter die gesamten Situation geschildert. bis heute hat sich niemand zurück gemeldet.

Ich hole den Stuhl von der Ecke hervor und platziere ihn neben dem Krankenbett. Ich lasse mich auf dem Sesel nieder und krame mein Buch hervor.

Etwa 1 Stunde bin ich gesessen und hab Harry laut aus meinem Liebesroman vorgelesen, auch wenn es ihn vermutlich nicht interessiert.

Danach zog ich ihm frische Sachen an, Berührungsängste hatte ich eigentlich keine, er ist ja auch mein Freund. Da ziehe ich ihn lieber an, als in dem Gewissen zu leben, dass es irgendwer anderer tut. Ich setzte mich zu ihm und erzählte ihm von meinem stressigen Arbeitstag, dabei hielt ich die ganze Zeit seine Hand, es war komisch, keine Antwort zu bekommen, aber das lässt denke ich mal eben das Koma aus.

Dark Side (Harry Styles German) wird überarbeitet!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt