Ein paar Tage waren verstrichen, es folgten weitere, Wochen und schließlich auch Monate. Es war Winter geworden und immer noch war ich alleine. Alleine, verlassen und zerbrochen, so konnte man mich wohl beschreiben. Denn ich muss zugeben ich habe die erneute Trennung nicht gerade besser überstanden als die vorherigen. Überstanden kann man es ja gar nicht nennen. Einen Tag nach seinem Verschwinden kam ein Junge vorbei, er stellte sich als Kenny vor, einen Schlüssel für das Haus hatte er mir gebracht und so schnell er gekommen war, war er schon wieder weg. Jeden verdammten Tag bin ich auf der Treppe gesessen und hatte darauf gewartet dass die Tür aufgeht und der Lockenkopf durch sie tritt und mich mit einem Kuss begrüßt. Aber er kam nicht, solange hatte ich gewartet aber er kam nicht. Der Junge mit den schokobraunen Locken war weg, er hatte mich zurückgelassen, dies nicht ohne Folge. Essen wurde für mich immer schwieriger, ich bekam nichts mehr auf die Kette, war verzweifelt, ich verfiel wieder in alte Muster. Das depressive Verhalten kehrte zurück, keine psychologische Betreuung hätte geholfen, die einzige Lösung war Harry. Doch er war nicht da. Wie konnte er nur? Aber vielleicht war es gar nicht seine Schuld. Vielleicht war er in Schwierigkeiten, aber das brachte mich zu dieser Frage, die ich mir dank ihm schon tausend Mal gestellt hatte.
Wieso hat er nicht mit mir geredet?
Tausend mal hatte ich im versichert und gesagt er solle doch bitte über alles mit mir sprechen, da ich der Meinung war zusammen würden wir wohl eine schnellerer und bessere Lösung für das Problem finden. Aber es sah ganz danach aus als hätte mir Harry etwas verschwiegen – erneut.
Es war Winter geworden in Neuseeland, es war kalt, typisch für den Winter aber es ging eher in die feuchte Richtung und im Gegensatz zu London war es wahrscheinlich noch ganz angenehm. Der Gedanke dass ich Weihnachten hätte alleine feiern müssen, bereitete mir Sorgen, Weihnachten war für mich ein Fest das man mit der Familie feiert, nicht alleine. Harry war meine Familie, den konnte ich schon mal abhaken. Da kam mir der Gedanken, meine Mutter!
Neuseeland gefiel mir nicht, von Anfang an nicht daher schien es mir als eine wohltuende Gelegenheit wieder nach London zurück zu kehren. Ich hatte leicht Panik vor der Reaktion meiner Mutter, aber trotzdem war mir klar, dass ich zurück möchte, ich hätte doch nicht einfach alleine in Neuseeland vergammeln können. Ich musste einen klaren Schlussstrich ziehen. Zum ersten Mal seit dem Zusammentreffen mit Harry war ich der Meinung dass ich wohl auch ohne ihn auskommen könnte, ich wollte eben etwas ändern. Endlich selbstständig werden.
Gesagt getan, vollkommen überstürzt hatte ich meinen Koffer gepackt, bevor ich es mir noch anders überlegen konnte knallte ich die Tür zu, mit meinem Koffer bewaffnet stampfte ich durch die niedrige Schneeschicht zur Bushaltestelle und putze den Schnee von der Bank sodass ich mich niedersetzen konnte.
Nervös starrte ich Löcher in die Luft, ich wollte doch einfach nur endlich zurück, zurück, da wo ich rausgerissen wurde, ich hatte niemanden mehr, und ich war mir nicht gerade sicher als ob mich nach meinem Verschwinden auch noch jemand haben möchte. Panische Angst hatte ich vor einer Zurückweisung, aber ich war doch ihre Tochter, genau diese Worte waren meine Motivation.
Genau, ich war doch ihre Tochter!
Im Bus setzte ich mich auf einen freien Platz und hielt mit der Hand meinen Koffer fest sodass er nicht wegrutschen konnte. Der Bus war fast leer, gerade mal drei Leute hatte ich gezählt als ich eingestiegen bin und mir ein Ticket gekauft hatte.
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Dark Side (Harry Styles German) wird überarbeitet!
FanfictionAbgeschlossen! Wird im Moment jedoch überarbeitet! Harry trifft auf Sun. Sun trifft auf Harry. Dabei pralen 2 verschiedene Welten, denn die beiden sind von Grund auf verschieden. Sun stürzt sich in ein Abenteuer aus dem sie so schnell nicht mehr ra...
