O-L-E-S-S-I-A

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„Wie du weißt es nicht?“, fragte meine Mutter mit einem verstörten Gesichtsausdruck während sie mir über den Oberarm rubbelte um mich zu beruhigen.

„Er, er ist einfach gegangen!“, schniefe ich und zog tief die Luft in meine Nase.

„Wie einfach gegangen?“, fragte sie nach.

„Er, er, ich war oben, habe mich angezogen weil ich, einkaufen gehen wollte *schnief* vorher hatten wir einen Streit über das, er wollte nicht dass ich alleine gehe, aber das ist auch schon wieder eine andere Geschichte, ich war wütend und wollte ihm eins reinwürgen *schnief* deshalb zog ich mich demonstrativ an und wollte gerade einkaufen gehen, aber die Tür war zugesperrt, ich suchte das Haus ab *schnief* aber ich fand ihn einfach nicht *schnief*, ich dachte dass er nur einkaufen ist und später wiederkommt, ich war wütend, wirklich Mum ich hätte ihn zerfleischen können. Aber er kam nicht *schnief*, nicht nach Tagen….auch nicht nach Wochen…..die Zeit verging langsam aber er kam mich zurück Mum *schnief* ich wollte doch einfach nicht alleine sein!“, heulte ich mich bei meiner Mutter aus die einen Arm um mich gelegt hatte während mein Kopf auf ihrer schmalen Schulter lag.

„Ist, hat, ehm, hm, wo warst du denn überhaupt?“, sie schien unbeholfen zu sein, man sah ihr an dass sie überfordert war, aber dass nahm ich ihr nicht übel. Dass war ich schon wochenlang.

„Neuseeland!“, jammerte ich.

„Ach Kind, wieso denn Neuseeland!“

„Das weiß ich auch nicht!“, sagte ich.

Sie schüttelte den Kopf.

„Ich, ich war so dumm!“

„Sun du warst verliebt!“

„Es war mehr als verliebt sein!“

„Ach Kindchen du hast ihn tatsächlich gemocht!“

„Mum!“; jammerte ich weiter und nahm ein paar tiefe Atemzüge.

„Sun, das wird wieder. Sowas nennt man Liebeskummer!“, meinte sie und strich mir durch das lange gelockte Haar.

„Das ist doch kein Liebeskummer!“

„Na was denn sonst!“
„Liebeskummer ist doch, wenn er dich betrügt, oder mit dir Schluss macht – das hat Harry doch nicht!“
„Sun, er..!“

„Nein!“, murmelte ich.

„Ich denke ihm war bewusst was er getan hat!“

Und das waren genau die Wörter die ich definitiv NICHT hören wollte, ich wusste genau dass es die Wahrheit war, ich hatte es auch allmählich eingesehen aber weh tat es trotzdem. Verdammt weh um genau zu sein. Er hatte mich so zurückgelassen, er wusste wie sehr ich ihn liebe, wie sehr ich von ihm abhängig war. Ihm war bewusst was er da zurückließ, aber leider war ich weder ein Gegenstand noch eine von seinen Schlampen, geliebt hatte ich ihn verdammt mit jedem einzelnen Zentimeter meines Körpers, alles hatte ich für ihn aufgegeben, Olessia, Mum, London, alles was mir wichtig war, nur mehr er zählte, aber dann lässt er mich ausgerechnet in einem fremden Land sitzen, einfach so, ich wusste nicht ob ich weinen sollte oder einfach den Drang verspüren sollte ihn zu verprügeln. Denn in meinem Fall lagen die Aggressionen und die Trauer soweit zusammen dass es schon unheimlich war. Vielleicht hatte er mehr erwartet aber was wollte er denn noch, ich hatte ihm alles entgegen gebracht was ich hatte, aber es schien trotzdem nicht zu reichen. Vielleicht ging ich ihm auf die Nerven, aber ich dachte echt immer das wir ein gutes Verhältnis haben, er hätte mit mir darüber sprechen sollen, er hätte es mir erklären sollen, er hätte nur ein Wort sagen brauchen, aber er tat es nicht.

Dark Side (Harry Styles German) wird überarbeitet!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt