Maja POV
Natürlich habe ich mitbekommen, dass Samu kurz im Bad war. Ich starre ewig auf die Fliesen. War das wirklich ein Versehen? Oder wollte er...? Nein. Warum denke ich überhaupt über so etwas nach? Natürlich war das ein Versehen. Warum sollte Samu das mit Absicht machen? Da ist er nicht der Typ dafür. Und jetzt in seiner Situation erst recht nicht. So ein Quatsch. Ich schüttele den Kopf und versuche damit diesen unsinnigen Gedanken loszuwerden. Dann gehe ich aus der Dusche und verlasse mit einem Handtuch das Bad. Samu steht am Fenster. Ich spüre sofort, dass er gedanklich gerade überall ist. Aber er ist nicht hier. "Samu?", frage ich vorsichtig, weil ich ihn nicht erschrecken will. Ruckartig dreht er sich zu mir um. Kurz sehe ich seine Augen flackern. "Maja .. bitte ... ich", stottert er herum und sucht vergeblich nach einer Entschuldigung. "Kein Problem", sage ich schnell und hole ihn aus dieser unangenehmen Situation. Samu nickt leicht. Dann sieht er auf sein Handy. "In einer Stunde müssen wir los zum Soundcheck", rattert er genauso routiniert herunter wie Mikko beim Frühstück. "Du kannst gerne mitkommen, wenn du willst. Aber du kannst dir natürlich weiß nicht Du musst das ja nicht machen. Du kannst dir auch noch einen schönen Tag in Berlin machen. Du musst ja nicht mit zur Show kommen.", fügt Samu hinzu. Ich drehe mich von meiner Tasche zu ihm um und sehe ihn verwirrt an. Leicht schüttele ich den Kopf. "Äh .. es sorry, dass ich dich nachts aus dem Schlaf gerissen habe und so. Und dass du jetzt hier festsitzt", sagt er leise und sieht zu Boden. Die Klamotten, die ich gerade noch in der Hand gehalten habe, lasse ich achtlos neben mich fallen. Ist das sein Ernst? Ich sehe ihn an und sage: "Samu. Ich bin nicht nach Berlin gekommen, um mir hier die Stadt anzusehen. Oder um shoppen zu gehen. Ich bin nach Berlin gekommen, weil es meinem besten Freund nicht gut ging. Okay?" Ich sehe in seinen Augen ... Traurigkeit. "Ja ich bin ein Idiot.", flüstert er und sieht auf seine Hände. Ich gehe zu ihm und umarme ihn. "Ich bin immer für dich da", sage ich leise. "Und ich bin immer für dich da, Maja. Egal was kommt. Okay?", fragt er und löst sich aus der Umarmung. Ich nicke. Samu lächelt leicht. "Und jetzt zieh dich an. Wir fahren dann schon los", sagt Samu schon deutlich fröhlicher. Ich nicke lächelnd und gehe ins Bad und ziehe mich um. Vor dem Spiegel mache ich mich noch kurz frisch. Dachte Samu wirklich, dass ich mir jetzt einen schönen Tag in Berlin mache? Und ihn alleine lasse? So wie es ihm gerade geht, würde ich ihn nicht alleine lassen. Natürlich hat er noch seine Jungs. Aber ich lasse ihn ungern alleine.
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best friends ... or more?
Fanfiction[Fortsetzung unter gleichem Titel schon verfügbar] Mein Handy klingelt. "Hab ich dich geweckt?" "Was ist passiert?" Stille. "Rede mit mir! Was ist passiert? War sie bei dir?" Keine Reaktion von ihm. Dann leises Schluchzen. "Ich kann nicht mehr! Ich...