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Maja POV

Außer dem kann ich nichts sagen. Und Samu hat es auch gesagt. Ich war schon oft dabei, wenn er zu Vivi oder Lilja das gesagt hat, aber jetzt gerade sagt er es zu mir. Und ich zu ihm. Ich bin sprachlos, kann nicht antworten, nichts anderes sagen. Ich sitze einfach nur da auf seinem Schoß und sehe ihn an. Außer leisem Vogelgezwitscher höre ich nichts. Und ich genieße diese Ruhe. Da ist nichts, was diesen Moment stört. Nichts, was diese Ruhe unterbricht. Nur wir beide. Seine Hände hat er um meine Taille gelegt und hält mich. Aber ich fühle mich nicht eingeengt. Im Gegenteil. Ich fühle mich so frei wie schon lange nicht mehr. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich je solche Gefühle hatte. Weil ich es ihm endlich gesagt habe. Samu streicht mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und streicht mit seinen Fingern über meine Wange. Vorsichtig nähert er sich meinem Gesicht. Nein. Sanft lege ich meine Hand auf seine Brust und drücke ihn etwas von mir weg. "Samu. Bitte. Du musst mit Lilja reden. Ich kann das jetzt noch nicht. Bitte erklär ihr das, okay?" Er nickt. "Ja, Maja. Du hast Recht. Sie kommt in 2 Tagen wieder. Dann werde ich mit ihr sprechen. Das geht so nicht weiter mit uns. Ich will endlich mit dir zusammen sein, Maja." Seine Worte hallen lange in meinem Kopf. Mit mir. Samu will mit mir zusammen sein. Er liebt mich. Und ich liebe ihn. Von ganzem Herzen. Ich kann noch nicht ganz realisieren, dass das hier echt ist. Dass ich hier bin. Bei ihm. Ich lege meinen Kopf auf seine Schulter. Eine Weile sitzen wir da und genießen einfach nur die Nähe des anderen. Meine Gedanken fahren nicht weniger Achterbahn wie vorher. Aber wenigstens wird mir jetzt davon nicht mehr schlecht. Sondern ich genieße es. Lasse mich von dem Rausch mitziehen und versuche alles in mich aufzunehmen. Ich will nichts verlieren. Keine einzige Sekunde mehr verpassen. "Ich glaube, ich muss jetzt mal auf Arbeit", durchbreche ich die Stille nach einem Blick auf Samus Uhr. "Ich hab meinem Chef gesagt, dass ich beim Arzt bin, als ich auf dem Weg hier her war." "Okay, danke, dass du dir die Zeit genommen hast.", sagt Samu leise. "Für dich immer. Das weißt du", antworte ich und lächele. Dann klingelt mein Handy. "Wenn man vom Teufel spricht", murmele ich, stehe auf und gehe ran. "Sorry, Daniel. Hat länger gedauert. Ich bin in 20 Minuten da." Dann lege ich auf. Samu steht auch auf. "Bis bald, Maus. Ich melde mich bei dir." Wir umarmen uns und er drückt mir einen Kuss auf die Stirn. Dann fahre ich zur Arbeit.

best friends ... or more?Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt