„Ich habe dir viel zu verdanken mein Freund." lächelte Dendron. „Dank dir wird meine Vision eines mächtigen Relons ohne die Zwerge bald Wirklichkeit" lächelnd nahm Farodin den Dank entgegen „Dann komm und lass uns deine neuen Falken in der Großen Armee Relons willkommen heißen." Nickend stimmte der König zu und schwang sich von seinem Pferd, schnaubend schüttelte das Tier die Mähne. Sie standen vor dem ersten Ausbildungslager der Falkeneinheit, hier sollten die ersten relonischen Kriegermagier ausgebildet werden. Sie schritten auf das Tor des Lagers zu. „Ich danke dir für die Magier die du als Ausbilder entsendet hast." „Sie erfüllen das Versprechen meines Vaters, Relon steht nicht alleine."
Gemeinsam schritten sie den schmalen Weg entlang, gefolgt von Argos und den vier Drachen des Königs. Vor ihnen wuchs ein kleines mit einer Holzpalisade begrenztes Lager aus dem flachen Feld. Der Prinz Katarus hatte es mit der Erlaubnis des Königs außerhalb der Stadt errichten lassen, um den Bürgern möglichst aus dem Weg zu gehen. Er hatte es selbst erlebt, mit welcher Angst und Misstrauen die Menschen immer noch auf die Magier reagierten. Teilweise hatte es sogar gewaltsame Zusammenstöße gegeben. Doch es gab auch immer mehr die die Magier in Schutz nahmen, gerade Soldaten die einen Heimaturlaub von der Front hatten. Sie kämpften nun ein knappes Jahr gegen die Elfen und Zwerge und hatten gelernt wie wichtig es war einen Magier an ihrer Seite zu wissen.
Er streckte sich, die linke Schulter zog immer noch etwas, er hatte den Tag im Übungskampf mit dem König verbracht und obwohl er es nicht erwartet hatte, der König eignete sich doch als passabler Schwertkämpfer. „Woher kommen diese Rekruten?" fragte der König während sie gemeinsam voran schritten. „Sie sind Flüchtlinge aus dem ganzen Reich, die versteckt wegen den Gesetzen eures Vaters leben mussten. Jetzt werden sie von den Ralori und ihren verbündeten Magiern gejagt. Jeder der sich nicht unterwirft wird getötet." „Also dienen sie mir nur, damit ich sie schütze?" „Sie dienen dir um gegen die zu kämpfen, die sie töten wollen und glaube mir, es gibt keine stärkeren Ansporn für einen Soldaten als um sein Leben zu kämpfen, diese Männer käpfen bis zuletzt und fliehen nicht!" „Vielleicht hast du recht" bemerkte der König während er neben Farodin entlang schritt. „Es haben weitaus mehr Magier die Säuberung meines Vaters überlebt, als er jemals zu träumen gewagt hatte." Farodin verzog das Gesicht er dachte nicht gerne daran, dass noch vor ein paar Jahren Magier systematisch gejagt wurden, er verstand nicht wie man sie als Monster hatte erklären und abschlachten können. Damals waren es die Priester hier gewesen die den Krieg gegen die Magier und alles magische angeheitzt hatten, aber dass wieso verstand er nicht. In Kataru beteten sie zu den selben Göttern und hörten auf die selben Predigten der Priester, aber in Kataru wurden die Magier schon fast als gesegnet anerkannt und somit auch in der Gesselschaft mehr als gern gesehen. „Die andere Frage ist wie viele dieser Männer und Frauen waren wirklich Magier und Magierennen?" „Was meinst du damit" „Ich glaube dass viele unter den Hingerichteten waren, die keinen Funken Magie in sich trugen." „Wie kommst du darauf?" „Wie kann man einen gehassten Menschen leichter töten als durch die Beschuldigung er sei ein Magier. Die anderen fürchten sich und töten ihn bevor er wirklich eine Chance auf Verteidigung hat. Die Menschen fürchteten die Macht der Magie zu sehr." „Es wurde streng untersucht bevor ein Urteil vollstreckt wurde." entgegnete der König , doch die Unsicherheit klang in seiner Stimme wieder. „Davon bin ich überzeugt" nickte Farodin, klang aber nicht wirklich so. „Du bist in Gedanken Dendron." Der König hob den Kopf und nickte, obwohl es augenscheinlich eine Feststellung und keine Frage war. „Was beschäftigt dich mein Freund?" ließ Farodin nicht locker. „Die Magie." antwortete der junge König Ich gehe hier gegen alles vor was mein Vater sein leben lang ausrotten wollte. „Du wirst hier einiges über dieses Mysterium lernen, habe Geduld, am Ende dieses Tages wirst du deutlich mehr verstehen und mit etwas Glück wirst du bemerken, dass sich auch dein Vater irren konnte." „Das hoffe ich Farodin, es scheint vielleicht so, aber das Lebenswerk meines Vaters umzukehren fällt mir nicht leicht." „Wie war er?" Dendron schnaubte „Ein großer König, der in jungen Jahren einen Onkel in den Staub treten musste, der ihn verriet, ein Königreich sammeln musste und sein Reich wieder befrieden musste." „Relon war damals noch nicht so groß oder?" fragte Farodin, doch er kannte die Antwort, wenn er eins wusste, dannn war es Militärgeschichte. „Ja, damals war Relon nicht einmal halb so groß, bedroht an allen Grenzen, zerüttet durch den Verrat seines Onkels und voller Ralori, Orks und Magier, die seinen Tod wollten und seine Erbe an sich reißen wollten." Farodin nickte er hörte deutlich das Verlangen Dendrons es seinem Vater gleich zu tun. „Du wirst in seine Fußstapfen treten!" „Das werde ich!" kam die selbstbewusste Antwort des Königs während er die Palisaden nun von der Nähe aus betrachtete. Die Holzwände dienten weniger dem Schutz von außen, zu dünn und nicht wirklich standhaft. Es diente eher als Bollwerk vor gaffenden Blicken.
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DIe Chroniken Relons
FantasyEine Fantasywelt voll Elfen, Zwerge, Menschen, Magiern und anderen Wesen, zerissen vom Krieg eines gierigen Königs, voll Verrat, Kampf und neu erblühender Freundschaft.
