Kapitel 69

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„Berichte Akon wir haben das wahre Lager gefunden" Drakon konnte sein Grinsen nicht verbergen. Er hatte Recht behalten, das eigentliche Versteck lag in einem Berg fernab des anderen Lagers, so weit entfernt vom eigentlichen Ort des Geschehens, dass niemand hier jemals gesucht hatte. Sie hatten einen der Gefangenen entkommen lassen und dieser Narr hatte sie direkt hier her geführt geführt. Mehrere Ringe Holzmauern verbargen den Eingang in die Höhle und Gräben mit Pfählen besetzt würden jeglichen Angriff verlangsamen oder gar aufhalten. zwischen denen Gräben lagen, die mit angespitzten Pflöcken bewehrt waren. „Diesen Eingang kann man mit einer Hand voll Soldaten ohne große Anstrengung schützen." bemerkte Damon. Während sein Blick über die Stellung glitt. Er hatte genau das ausgesprochen, was Drakon Magenschmerzen bereitete. Viele Männer würden bei einem Angriff fallen, keine Frage und er wusste nicht wie eng die Gänge wurden. Zu eng würden zwei drei Männer ausreichen um eine Armee abzuwehren. Mit einem nicken gab er den Gefährten zu verstehen die Umgebung abzusuchen während Damon sich mit einem Nicken verabschiedete. „Damon!" „Hauptmann?" „Sag Akon er soll alle mitbringen die er hat. Wir gewinnen hier und heute oder verlieren, lassen wir ihnen die Zeit sich da drinnen zu formieren, dann ist die Schlacht verloren." „Aye" er rannte los. „Dann lasst uns mal schauen was uns hier erwartet." Mit schnellen Schritten tauchte er in das Grün des Waldes. wie Mandor es ihnen beigebracht hatte nutzte er dichte Büsche und bewegte sich langsam und bedacht. Aus den Augenwinkeln sah er wie seine Gefährten sich aufteilten und ebenfalls ausschwärmten.

Er hielt seinen Speer in der Rechten und den leichten Rundschild in der linken während er von seiner Position aus den Berg betrachtete. Er war nun auf der dem Tor abgelegenen Seite und suchte den Hang ab. So langsam begann er Spaß an diesem Spiel zu finden, fast schmerzte es ihn das Ende so zum greifen nah zu sehen, er hatte hier mehr gelernt als er jemals im Lager hätte lernen können. Er schirmte die Augen ab, irgendetwas funkelte doch dort im Gebüsch. Die verdammte Sonne neigte sich nun schon wieder dem Boden zu, wo blieb nur Akon. Er hatte seinen Tag damit verbracht diesen Ort auszukundschaften, doch hier war rein gar nichts was sich als Vorteil nutzen ließ. Nicht einmal der Gipfel bot ihnen ein Schussfeld von oben auf die Mauer, dafür war er zu steil und der Fels zu brüchig. Sein Kettenhemd klirrte leise, es könnte ihn jederzeit verraten, doch als er es heute morgen angelegt hatte wusste er noch nicht was der Tag bringen sollte. Jetzt war er froh über den dünnen Schutz des Stahls.

Stumm hatte er sich dem Funkeln genähert. Nun kroch er auf allen Vieren über den Boden, das Glitzern nicht aus den Augen verlierend. Er folgte einem Wildwechsel, der ein Stück den Berg hinauf führte. Plötzlich entdeckte er Fußspuren. Genug für eine große Gruppe und es gab keinen ersichtlichen Grund warum hier eine Patrouille entlang kommen sollte. „Es gibt einen zweiten Eingang" flüsterte er. Nun war der Sieg wirklich zum greifen nahe. Ein Stück weiter vorne hatte man sie dann versucht mit Geäst die Spuren zu verwischen. Nun wusste er, dass er sich wirklich auf der richtigen Spur befand. Jetzt haben sie einen Fehler gemacht und dieser Fehler wird ihnen das Genick brechen. Sie waren zu faul gewesen ihre Spuren richtig zu verbergen so war es kein Problem ihnen zu folgen.

Endlich hatten Lukan und Deston zu ihm gefunden. Leise führte er sie zu den Spuren die er gefunden hatte, dann signalisierte er Deston hier zu bleiben, um für ihre Rückendeckung zu sorgen. Mit Lukan folgte er den Spuren. „Hier verlieren sie sich." flüsterte Drakon enttäuscht, ab hier hatte sich jemand eine größere Mühe gemacht die Spuren zu verbergen. „Wir teilen uns auf" folgte einer Richtung in Hoffnung weitere spuren zu finden. Sie liefen durch Gebüsch und durch kniehohes Gras, immer leise, immer geduckt und möglichst vor den Blicken anderer verborgen. Plötzlich blitzte wieder dieses Glitzern durch einen Busch. Drakon ließ sich blitzschnell fallen, die Nässe des gestrigen Regens sickerte langsam durch seine Kleidung als er dicht auf den Boden gepresst liegen blieb und der Schlamm sog an ihm. Ein Späher! Drakon packte einen Stein, warf ihn mit einer schnellen Bewegung in das Gebüsch links neben sich, beobachtete wie sich eine Gestalt bewegen, dann rollte er sich nach Rechts weg. Die Erde schmatzte leise. Und das Kettenhemd klirrte verräterisch. Bei jeder Bewegung klirrte es und schrie gerade zu danach entdeckt zu werden. Er hielt band sich den Schild vom Rücken und legte ihn zu Boden. Dann öffnete er den Gürtel, ließ ihn ins Gras fallen und zog das Kettenhemd aus, er biss sich auf die Zähne, als es klirrend von ihm glitt, daran hätte er früher denken sollen. Mit einem erlösenden letzten Klirren glitt es ins Gras. Er robbte sich weiter durch das feuchte Grün, mit nichts anderem bewaffnet als seinem Schwert.

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