Kapitel 62

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„Also hergehört!" Trent stolzierte in kompletter Rüstung vor den aufgestellten Rekruten entlang, hinter ihm hatten sich die fünf Hauptmänner mit ihren Sergeants aufgestellt, sie würden sich dieses Mal aus den Spielen heraushalten und den Rekruten ihre eigenen Bühne lassen während sie die Kämpfe betrachten würden. „Da ihr Püppchen unter meiner Verantwortung steht, hier noch einmal die Regeln! Jedem Team wird eine Anzahl verschiedener Einheitsausrüstungen und Waffen zur Verfügung gestellt, was ihr damit macht ist eure Sache. Das Ziel ist es die Krone des Feindes zu entwenden und in eine eigene Befestigung zu bringen." Trent wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn, in der prallen Sonne war es in der Rüstung schrecklich heiß und die . „Das absichtliche töten ist nicht erlaubt!" was eher so klang, als hätte er nichts dagegen, wenn es nicht zu offensichtlich war. „Bewusstlos schlagen, fesseln und ähnliches ist natürlich erlaubt!" was wiederum klang, als würde er es erwarten. „Außerdem haben wir uns auch um ein paar Überraschungen im Wald gekümmert." nun lächelte er sehr selbstzufrieden, als hätte er für seine Unterhaltung ohnehin gesorgt. „Dann Kadetten, möge die bessere Einheit gewinnen!" Doch bei den letzten Worten sah er zu Lucius, welcher schon mit seinem Numerat da stand und feixend auf den Start wartete.

Trent zog sich seine Feldflasche vom Gürtel und nahm einen tiefen Zug. Dann dröhnte seine Stimme wieder über den Platz. „Baut euer Lager, sorgt für eure Verpflegung, ernennt eure Offiziere und schmiedet eure Pläne. Ihr werdet während des Spiels in eurem Lager schlafen und leben. Dieses Spiel ist ein Wettkampf unter Kampfbedingungen, das bedeutet, kämpft, verhandelt und pflegt eure verwundeten, der Kampf endet erst wenn sich eine Seite unterwirft, alle tot sind oder die Krone erbeutet und gesichert wurde. Als tot geltet ihr bei zwei Pfeiltreffern in Brust, Rücken oder Kopf, ein starker Schwertstreich oder Stoß, genau wie ein Speer auf Brust oder Rücken bedeutetet tot, außer bei schweren Einheiten, da müsst ihr Hals, den Schlitz in der Hüfte oder Achsel treffen, der Harnisch schützt euch. Für die Toten ist der Kampf gelaufen, sie bleiben liegen liegen und verlassen ohne zu stören mit verschränkten Händen hinter dem Kopf den Schauplatz." Nun wurde er gefährlich still „Und wehe ein Toter von euch wagt es wieder aufzustehen oder sich irgendwie in den Kampf einmischen, dann sorge ich höchstpersönlich dafür, dass ihr euch nicht mehr so schnell erhebt." Sein Blick glitt über die gesamte Menge „Unsere Augen sind überall." er deutete auf die Offiziere in seinem Rücken. Dann hielt er inne „Beide

„Wir nehmen alles erst einmal mit" entschied sich Akon und teilte die Männer ein die ihm jetzt unterstanden. „Jetzt bist du also Legat." grinste Drakon und legte seinem Freund die Hand auf die Schulter. „Auf Zeit" bemerkte dieser ohne das Lächeln von seinen Lippen zu bekommen. „Nur für dieses Spiel" „Ist es wirklich ein Spiel?" er erinnerte sich an den Übungskampf den er mit Vespasian bei der elften Maxin gefochten hatte, es war eine äußert brutale Art des Trainings gewesen. „Wie meinst du das?" fragte Akon während er die stumpfe Schneide eines Schwertes mit dem Finger entlang fuhr. „Wenn du so einen Schlag gegen den Hals oder das Knie bekommst, verlierst du es vielleicht nicht, wirst dafür aber zum Krüppel. Sein Blick ging über die Vielzahl stumpfer Waffen, sie hatten genug für alle, die Speer-und Pfeilspitzen waren wie damals bei der elften auch mit Sand gefüllten Beuteln umschlossen, die einen Rüstungsdurchschlag verhindern sollten.

Gemeinsam beobachteten sie wie ihre Gefährten die Ausrüstung in Säcken wegschleppten. „Für diese Zeit brauche ich fähige Offiziere, ich befehlige über zweihundertfünfzig Rekruten." Drakon nickte, da die Ausbildungsoffiziere fehlten hatten sie weder Hauptmänner noch Sergeants, es würde etwas völlig neues sein selbst alle Entscheidungen tragen zu müssen. „Ich will dich als meinen Stabshauptmann Drakon." „Was? Gildur ist um einiges fähiger!" „Ich diskutiere mit dir nicht Drakon, ich bin dein Korporal vergiss das nicht." lächelnd fügte er hinzu „Außerdem bin ich jetzt auch dein Legat. Aber ja, Gildur ist fähig, er wird der andere Hauptmann werden." schloss er mit etwas milderer Stimme. Drakon biss sich auf die Lippen, er hatte sich niemals als Anführer gesehen, nun stand er hier und sollte hundert seiner Gefährten befehligen, ein Gedanken der ihm nicht behagte schon allein, weil sein einziger Wunsch die Rache für den Mord seines Vater war. Ein Gedanken den er seit langem in seinen Gedanken vergraben hatte, wie ihm gerade mit Schock klar wurde.

„Das kannst du!" ermunterte Drakon seinen Freund als er dessen besorgten Blick sah "Wir reiten jetzt erst einmal in den Wald und suchen eine gute Stelle für ein Lager, dieses Mal treten wir Lucius in den Arsch.

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