Eine Glocke begann zu schlagen, verfluchter Alarm Varian beschleunigte, wenn er das überhaupt noch konnte. Er rannte gerade durch einen der Gänge da flog die Wand in seine Richtung, eine versteckte Tür schoss es ihm durch den Kopf, doch er konnte nicht mehr anhalten. Mit aller Kraft sprang er dagegen. Die Tür schwang zurück, er hörte einen Knall, gefolgt von einem Schmerzensschrei, er hatte wohl den Soldaten dahinter mächtig erwischt. Es schepperte. Mit etwas Glück hatte er ihn zusammen mit seinen Gefährten umgestoßen, vielleicht würde sie das etwas aufhalten. Doch um dies heraus zu finden hatte er wirklich nicht genug Zeit. Schnell rannte er um die nächste ecke. Krachend riss er zwei Drachengardisten um, die in seine Richtung gerannt waren. Bevor der erste überhaupt realisieren konnte was passierte, brach dessen Nase unter Varians Faust. Mit einem schnellen Schlag auf den Hals des zweiten, blieb dieser röchelnd liegen. Fluchend rappelte er sich auf und rannte weiter, hinter sich hörte er weitere Stimmen und das klacken genagelter Sohlen die im schnellen Takt auf den Stein Schlugen. Er rannte um die nächste Ecke, sein Herz pochte wild, jeder Schlag war deutlich in seinen Ohren zu hören, doch nichts konnte ihn schockieren, er spürte wie Kraft durch ihn schoss, dafür war er geboren worden. „Ich bin hier um dein Werk zu vollbringen hoher Atmos" betete er zu seinem Schutzherren und spürte wie ihn weitere Kraft durchströmte.
Er hatte noch fünf weitere Wachen auf die er getroffen war ausgeschaltet, den selben Weg traute er sich nicht zu nehmen, also rannte er durch einen Flügel den er nicht kannte. Er rannte jetzt an mehreren Türen vorbei, da ertönte genau vor ihm das klacken der Stiefel. Fluchend wirbelte er herum, doch auch hier hörte er das Klacken. Fluchend riss er eine der Türen auf.
Er stand mitten in einem wundervoll eingerichteten Zimmer, ein breites Bett mit Vorhang stand an der einen Seite, zwei große kunstvolle Schränke gegenüber und ein gewaltiger Spiegel dazwischen. Das Zimmer sah verlassen aus, aber das war auch kein wunder bei den zahlreichen Zimmern in diesem gewaltigen Palast. Plötzlich fiel ihm wieder etwas ein was er in einem der Bücher über den Palast gelesen hatte. Fieberhaft rannte er zu einer der Türen, sich hier frei zu kämpfen war unmöglich. „Er ist an uns nicht vorbeigekommen!" hörte er plötzlich eine Stimme vor der Tür. „Bei uns auch nicht!" antwortete eine zweite „Durchsucht die Zimmer! Er muss hier sein!" bellte eine dritte. Noch schneller ließ Varian die Finger über die Wand gleiten, es musste doch hier sein. Da, er spürte den Mechanismus, er drückte. Und die Wand schwang auf. Schnell schlüpfte er durch den Spalt. Klickend schloss sich die Geheimtür hinter ihm. Varian grinste. Also hatten die Bücher nicht gelogen. Die Baumeister waren so erpicht darauf, dass nur die wichtigen Persönlichkeiten durch die Gänge schreiten sollten, deshalb hatten sie nahezu alle Zimmer mit geheimen Gängen hinter den Wänden für die Bediensteten gebaut.
Leise folgte er den Gängen. Er hatte sie genau studiert, aber das Buch war alt gewesen, sie hatten damals nicht damit gerechnet dass diese Gänge noch bestehen würden, doch das hier war nun sein Weg in die Freiheit.
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DIe Chroniken Relons
FantasiEine Fantasywelt voll Elfen, Zwerge, Menschen, Magiern und anderen Wesen, zerissen vom Krieg eines gierigen Königs, voll Verrat, Kampf und neu erblühender Freundschaft.
