„Wo ist er!" der verängstigte kleine Mann sah auf die geballte Faust vor seinem Gesicht, als er zitternd antwortete „Ich weiß es nicht". William stieß den Stadthalter gegen seinen Schreibtisch. „Ich bin Drachengardist" flüsterte er leise, während er einen Dolch zog „Ich bin im Auftrag des Königs und ich bin nicht nachsichtig mit Intriganten. Du solltest besser Reden, ich weiß was ich tue." mit diesen Worten pickte er die Spitze des Dolche in den dicken Bauch seines Gegenübers, und fuhr mit ihr nach oben bis zur Kehle des Stadthalters. „Ich weiß es nicht, er wollte nur ein paar Informationen." kreischte der verängstigte Mann während Bäche aus Schweiß seine Stirn hinab liefen. Ein grausames Lächeln schlich sich auf Williams Gesicht. „Da kommen wir des Sache ja schon etwas näher." „Ich weiß e..." doch er wurde von der an seinem Hals auf und ab fahrenden Dolchklinge unterbrochen. „Was" der Dolch Rutschte in die Grube unter dem Kinn „wollte er?" er übte noch etwas mehr Druck auf den Dolch aus. Der Mann quiekte, während seine Augen hervor traten. „Er wollte mehr über den Rebellenanführer wissen." Was will er den von ihm William vergaß in seiner Verwunderung sogar den Dolch in seiner Hand. Immer noch in Gedanken fragte er „Und was habt ihr ihm erzählt?" Der kleine Mann trat schnell ein Stück zurück bevor er antwortete. „Nicht viel, selbst meine Kontakte haben nicht viel in Erfahrung bringen können. Er befindet sich im Südgebirge und sammelt Verbündete." Im hinaus gehen ließ William seinen Dolch wieder zurück in die Scheide gleiten, ohne noch einmal zu dem erbärmlichen Häuflein Elend zurück zu blicken machte er sich auf den Weg zu seinen Männern. Jetzt muss ich ihn ernsthaft suchen und heraus finden was er ohne den Auftrag des Königs plant. Er ballte die behandschuhten Hände zu Fäusten. Und er wird mir seine Pläne verraten. William wollte den König um keinen Preis enttäuschen, er wollte ihm zeigen, dass auf ihn verlass war, dass seine Beförderung kein Fehler war. Ein grausames Grinsen lag auf seinen Lippen als er den Stadthalter Palast verließ.
„Zenger! Aufstehen! Wir reiten!" pure Abscheu glitzerte in seinen Augen als er den alten Soldaten im Gras liegen sah. Die anderen hatten schon begonnen ihre Pferde zu satteln als sie ihn über die Wiese reiten sahen. Zenger sah auf. „Wir sollten hier bleiben und eine Pause machen, wir sind alle erschöpft." William lachte spöttisch. „Bleib hier alter Mann. Die Ebene Ateluin's ist eh nicht für Krieger, die ihr Handwerk nicht beherrschen." Auch die anderen sahen jetzt überrascht auf. „Ihr wollt ins Grenzgebiet reisen, wo wir von Orks zerfleischt und von Trollen zerfetzt werden?" ertönte eine ängstlich Stimme. William blickte sich um, doch er konnte die Stimme nicht zuordnen, seine Antwort triefte vor Spott „Ihr wollt zur Drachengarde gehören?" Er schüttelte den Kopf Was ein erbärmlicher Haufen Versager und Angsthasen. Er wartete bis alle auf ihre Pferde gestiegen waren und stieß seinem Pferd die Versen in die Flanke. Der Wind ließ seinen blauen Umhang wehen und das golden gestickte Wappen des Königs, ein Schwert mit Krone, wölbte sich, darunter prangte ein mit blutroten Fäden ein gestickter Drachenkopf, er hatte so hart für dieses Wappen gearbeitet, nun würde er ihm auch die Ehre erweisen.
Caphalor sah verwundert auf den kleinen Trupp Männer die sich gerade selbst die Kleidung zerrissen, noch skurriler wurde wurde es, als sie ihre Klingen zückten und sie über ihre blanke Haut zogen oder sich gegenseitig schlugen. Der Elf schüttelte den Kopf, er hatte schon viele Dummheiten der Menschen gesehen, doch dies überstieg alles.
Er hatte sich in die Ausläufe des Gebirges zurück gezogen um auf den Aufbruch des Jagdtrupps zu warten. Jetzt beobachtete er eine Gruppe Menschen die sich selbst verletzten und gegenseitig zufrieden zunickten. Die kleine Gruppe machte sich auf den Weg nach Atendor und gerade als sie in Sichtweite kamen begannen sie plötzlich zu rennen. Jetzt drehen die Menschen völlig durch. Caphalor schüttelte abermals den Kopf und beobachtete, wie mehrere gepanzerte Reiter der kleinen Gruppe entgegen ritten. Es schien als würden sie kurz miteinander sprechen dann scherte einer der Reiter aus der Gruppe aus und ritt im Galopp zur Festung zurück, während die anderen einen Kreis um die Menschen Gruppe bildeten und sie zum Tor eskortierten. Gespannt betrachtete der Elf das Schauspiel, was würde jetzt folgen.
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DIe Chroniken Relons
FantasíaEine Fantasywelt voll Elfen, Zwerge, Menschen, Magiern und anderen Wesen, zerissen vom Krieg eines gierigen Königs, voll Verrat, Kampf und neu erblühender Freundschaft.
