Seijas Sicht
Eina paar Wochen später stand ich im Schlafzimmer am Fenster und sah in den Garten, Samu wollte unbedingt das perfekte Haus für uns finden, was bei unserer Großfamilie nicht gerade einfach war! „Wir bauen wir nicht einfach ein Haus für uns?" Seufzend drehte ich mich um und sah, dass Jonne im Türrahmen stand. „Weil das noch länger dauern würde, deine Geschwister kommen bald auf die Welt und dein Vater möchte unbedingt ein Haus für uns finden, bevor sie da sind!" Mein Sohn setzte sich zu mir aufs Bett und seufzte leise. „Er möchte, dass ihr endlich wieder eure eigenen Zimmer habt und um ehrlich zu sein ... Verstehe mich nicht falsch, ich liebe es hier und ich liebe meine Schwiegermutter, aber ich möchte auch endlich wieder meine eigenen Vierwände haben!" Jonne nickte schmunzelnd. „Dann werde ich euch auch helfen! Ich möchte nämlich auch endlich wieder mein eigenes Zimmer haben! Ich meine ..." „Mama, komm mal bitte, Papa sitzt am Klavier, aber das Lied musst du dir unbedingt anhören!" Joona erschien im Zimmer und zog mich vorsichtig auf die Beine. „Bruderherz kannst du aufpassen!" Jonne sah seinen Bruder wütend an, aber ich winkte ab.
Langsam und leise liefen wir die Treppe nach unten und lauschten. Samu saß mit geschlossenen Augen am Klavier und murmelte leise vor sich hin.
„You broke my world in two
It'll never be round again
I got a better one with you
I know that you feel the same"
Ich spürte die ersten Tränen über meinen Wangen laufen und spürte kurz darauf, wie sich zwei Arme um mich legten.
„I'm No more alone
And I'll never go back to it
'Cause I've been held top many times
By wrong arms, tried to make them right
Though my bluff was hard to see
You got angel's eyes, and you looked at me
You destroyed my life
And finally, I feel alive"
Mittlerweile waren alle hier versammelt und lauschten. Ich atmete tief durch, bevor ich mich von Jonne löste und zu Samu lief. „Das Lied ist wunderschön!" Flüsterte ich, worauf er erschrocken aufsprang und uns alle ansah. „Das solltet ihr noch gar nicht hören ..." Samu sah uns verlegen an, was Sanna zum Lachen brachte. „Wieso sitzt du dann hier im Wohnzimmer und singst?!" Fragend sah ich meinen Mann ebenfalls an, er zuckte mit den Schultern und legte seine Arme um mich. „Ich musste mich irgendwie abreagieren, die Babys kommen bald und wir sitzen immer noch hier bei meiner Mutter im Gästezimmer! Verzeih mir Mama, aber ich möchte endlich wieder meine eigenen Vierwände haben, in Unterwäsche durchs Haus laufen, meine Kinder durchs Haus jagen, egal um welche Uhrzeit ..." Kopfschüttelnd legte ich einen Finger aufs Samus Mund. „Du redest dich mal wieder um Kopf und Kragen, mein Lieber! Ich habe mich mit deiner Mutter unterhalten und sie versteht uns mehr als wir denken und da wir wieder hier in Finnland sind, ist es ihr egal, wo wir hier hinziehen, die Hauptsache ist, dass sie uns Besuchen kommen kann, egal um welche Uhrzeit!" Samu seufzte erneut und lehnte seine Stirn an meine. „Aber ... Aber, was machen wir, wenn die Kinder auf der Welt sind und wir haben dann immer noch kein Haus?" Lächelnd strich ich ihm zärtlich über die Wange. „Dann ist es halt so!" „Ich sage ja, wir sollten eins bauen!" Samu sah unseren Sohn mit gerunzelter Stirn an. „Dann müssen wir bis nächstes Jahr warten, der Winter kommt langsam und im Winter bauen ist eine blöde Idee!" Jonne rollte mit den Augen und ließ sich im nächsten Moment auf die Couch fallen. „Daran habe ich gar nicht gedacht!" Er seufzte und zog sein Handy aus der Tasche. „Wir finden schon was und solange kann euch eure Oma noch verwöhnen!" Joona sah mich empört an. „Soll das heißen, dass es keine Schokolade mehr gibt, wenn wir Abends ins Bett gehen?" Samu grinste mich an, aber ich schüttele den Kopf. „Wenn wir wieder alleine sind, nicht!" Samu sah unseren Sohn schulterzuckend an. „Tja, deine Mama hat gesprochen!" Er drehte sich ein wenig von mir weg, aber ich konnte sehen, wie er unseren Sohn zuzwinkerte. „Du sollst mir nicht immer in den Rücken fallen!" Ich boxte ihn auf den Arm. „Das mache ich doch gar nicht, mir ist doch nur was ins Auge geflogen!" Kurzerhand löste ich mich von meinem Mann. „Pass auf, dass nicht gleich noch was ins andere Auge fliegt!" Lachend schlang Samu seine Arme wieder um mich und küsste mich in den Nacken. „Come close, by my hideaway ..." murmelte Samu in mein Ohr. Verwirrt drehte ich mich zu meinem Mann um und sah ihn mit gerunzelter Stirn an. „Wie viele Lieder hast du, die ich nicht kenne?!" Samu lachte kurz. „Einige habe ich schon geschrieben, aber es fehlt noch der letzte Schliff, den ich aber erst machen werde, wenn ich endlich wieder ein Studio für mich habe!" Mit geschlossenen Augen lehnte ich meinen Kopf an Samus Brust und lauschte seinem Herzschlag, dabei konnte ich ihm so gut verstehen! Samu schlang seine Arme noch ein wenig fester um mich und legte sein Kinn auf meinen Kopf. Wir waren schon so lange zusammen und immer noch wusste Samu, wann es mir emotional nicht gut ging, er brauchte noch nicht mal zu sprechen, schon alleine seine starken Arme und sein ruhiger Herzschlag konnten mich wieder beruhigen.
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You are mine
FanfictionFortsetzung von Dieser eine Augenblick Neun Jahre war es her das Samu und Seija geheiratet hatten und die beiden noch drei weitere Kinder bekommen hatten. Während Riku sich bei keinem gemeldet hatte, hatte seine Ex Freundin und Seijas gute Freundin...
