Kapitel 86

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Samus Sicht

Am nächsten Morgen wurden wir durch lautes Gebrüll geweckt, verschlafen sah Seija mich an, was mich leicht seufzen ließ. „Ich mach' das schon!" Ich löste mich von Seija, stand auf und lief in den Flur. „Könnt ihr mir mal sagen, was in euch gefahren ist?!" Ich sah meine Tochter und meinen Sohn ziemlich zornig an. „Habt ihr überhaupt mal auf die Uhr geguckt?" Melika traten Tränen in die Augen. „Ich habe mir drei Stifte von Joona ausgeliehen, weil ich Mama ein Bild malen wollte ..." „Melika klaut die ganze Zeit Sachen von mir!" Ich atmete tief durch und sah meinen Sohn ernst an. „Joona ich glaube nicht, das Melika deine Stifte stehlen wollte!" Joona schnaubte und verschränkte die Arme vor seine Brust. „Doch das wollte sie!" Mein Sohn funkelte mich zornig an, „Achso, das heißt, wenn mir jetzt ein Lied einfällt, was ich dringend aufschreiben möchte und ich nehme mir einen Stift von eurer Oma, von Jonne, egal von wem, stehle ich ihn dann?" Joona schnaubte erneut. „Das ist etwas ganz anderes!" Murmelte er leise und sah zu Boden. „Was soll daran anders sein? Stifte sind Stifte und jetzt möchte ich euch bitten, dass ihr ganz leise in euer Zimmer geht!" Melika wischte sich ihre Tränen aus dem Gesicht und rannte in eins der Gästezimmer. „Ich möchte endlich mein eigenes Zimmer haben, ganz weit weg von Melika!" Joone funkelte mich erneut zornig an. „Ich werde uns ein Schloss kaufen, dann kommst du in den einen Turm und Melika in den anderen Turm, dann seid ihr ganz weit auseinander!" Mein Sohn fiel die Kinnlade nach unten, was mich nicht sonderlich wunderte, immerhin war Seija immer diejenige die durchgriff. „So habe ich es doch gar nicht gemeint!" Joona sah mich traurig an. „Aber ich habe es so gemeint und jetzt geh in dein Zimmer!" Joona schnaubt, drehte sich um und lief langsam ins Zimmer zurück. Kopfschüttelnd lief ich wieder ins Schlafzimmer und sah in das überraschende Gesicht meiner Frau. „Was?" Verwirrt blieb ich neben dem Bett stehen, aber sie streckte lächelnd ihre Hand nach mir aus. „So kenne ich dich gar nicht Mr. Haber!" Stolz zuckte ich mit den Schultern und legte mich wieder zu ihr ins Bett. „Ich weiß nur nicht, wie ich das bei den beiden wieder gut machen kann ..." Seija gab mir einen Kuss und sah mich danach direkt an. „Die beiden werden sich von alleine wieder beruhigen und dann bist du wieder ihr Liebling!" Ich seufzte und zog meine Frau in meine Arme. „Sie haben mit einer Sache aber recht, die Kinder brauchen endlich wieder ihre eigenen Zimmer!" Seija atmete tief durch und sah mich kurz an. „Dann werde ich euch helfen! Ich möchte ungern in das Haus ziehen, was wir jetzt gekauft haben, wenn Rikus Mutter so nah bei uns wohnt!" Verwirrt sah ich meine Frau an. „Du weißt schon, das du hochschwanger bist?!" Seija strich lächelnd über meine Wange und nickte. „Das weiß ich, aber ich kann mein Handy trotzdem noch in die Hand nehmen! Je schneller wir ein Haus haben, umso schneller haben wir auch wieder Ordnung!" Ich nickte und musste meiner Frau recht geben, ich liebe meine Mutter, aber ich möchte endlich wieder Zeit mit meiner Familie alleine haben! „Also gut, damit bin ich einverstanden!" Seija gab mir einen Kuss und legte ihren Kopf auf meine Brust. „Kaunis, darf ich dich etwas fragen?" Sie sah mich wieder an, was das ganze umso schwieriger machte! „Na klar, das weißt du doch!" Leise seufzend sah ich sie an. „Ich will aber nicht alte wunden aufreißen!" Seija sah mich mit gerunzelter Stirn weiter an. „Samu was ist los?" Ich seufzte erneut. „Rikus Mutter, hat die sich eigentlich nie um Jonne gekümmert? Ich meine, als du noch mit Riku zusammen warst? Ich meine, sie ist doch eigentlich die Oma von ihm?!" Seija legte seufzend ihren Kopf auf meine Brust. „Sie war nie mit der Ehe einverstanden gewesen, wollte etwas Besseres für ihren Sohn und als Jonne auf die Welt kam, war sie einmal kurz da gewesen hat uns gratuliert und mich danach wieder Ignoriert! Egal wie oft ich versucht habe auf sie zuzugehen, es hat nie was gebracht und Riku ... Riku war das anscheinend vollkommen egal gewesen, da sie ja mit ihm gesprochen hat!" Ich spürte die Wut in mir aufsteigen und wusste, dass ich dieser Frau in der nächsten Zeit doch einmal gegenüber stehen würde! „Jonne war ihr genauso egal wie ich, sie hat ihm nie zum Geburtstag gratuliert, es kam nie eine Kleinigkeit zu Weihnachten, sie hat ihm noch nicht einmal seine Ferien bei sich verbringen lassen!" Fassungslos sah ich aus dem Fenster, das es zwischen den beiden nicht einfach war, dass wusste ich, aber das es so schlimm war, das machte mich einfach nur traurig und wütend so gleich! Seija sah mich wieder an, was mich kurz lächelnd ließ. „Von meiner Mutter kann ich dir versichern, dass sie dich liebt! Und von mir kann ich sagen, dass du das Beste bist, was mir je passieren konnte!" Seija lächelte und strich zärtlich über meine Wange. „Das weiß ich doch! Ich liebe dich genauso und deine Familie auch!" Ich zog meine Frau etwas näher zu mir ran und presste meine Lippen auf ihren Mund. „Schick mir alles was du im Netz an Häusern finden kannst!" Murmelte ich in den Kuss, was Seija kurz zum Lachen brachte. „Versprochen!" Flüsterte sie und sah mich lächelnd an.

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