Kapitel 84

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Samus Sicht

Am nächsten Morgen saß ich mit meiner Tasse in der Hand im Garten und blickte in den Himmel, wer hätte gedacht das ich mal Vater werden würde und eine so tolle Familie haben würde, noch dazu eine so tolle Frau?! Ich war immer der Draufgänger gewesen und hätte nicht im Traum gedacht, das ich mich mal ändern würde! "Hey großer, darf ich mich setzen?" Mikko sah mich fragend an. '' Natürlich, wieso fragst du?" Er setzte sich neben mich und sah mich etwas unsicher an. "Weil du gerade ziemlich in Gedanken warst, oder bist?" Ich seufzte erneut und nahm einen Schluck von meinem Latte. "Ich habe nur gerade gedacht, das ich mich eigentlich glücklich schätzen kann!" Mikko sah mich mit gerunsleter Stirn an. "Mikko, hättest du gedacht das Ich jemals Vater werde und so eine tolle Frau wie Seija abbekomme?" Mikko schüttelte den Kopf und fing kurz darauf an zu lachen. "Du hast mich zu Sunrise Zeiten ziemlich verrückt gemacht, weißt du das? Ständig hattest du andere Frauen und warst immer unterwegs gewesen, selbst wenn wir weiter fahren mussten, wolltest du unbedingt noch das Nachtleben kennen lernen!" Kurz blickte ich in die Ferne, als ich an diese Zeit dachte. " Du hattest es nicht immer einfach mit uns!" Mikko lachte erneut und legte seine Hand auf meine Schulter. "Ich habe dich trotzdem gerne und werde immer für dich und deine Familie da sein, das weißt du hoffentlich?!" Ich nickte und lächelte meinen Manager an. "Das weiß ich und das schätze ich sehr!" Mikko drückte leicht meine Schulter und lehnte sich in der Hollywood Schaukel zurück. "Ich finde es toll,das du angekommen bist und das du mit Seija so glücklich geworden bist!" "Ich liebe sie und würde alles für sie tun!" Murmelte ich und lehnte mich ebenfalls zurück. "Mama würde auch alles für dich tun!"
Erschrocken sprang ich auf und drehte mich um. "Man Jonne, musst du dich immer so an schleichen?!" Verlegen sah mich mein Sohn an, worauf Mikko sofort zu lachen begann und mit dem Kopf schüttelte. "Dein Vater hat das auch immer mit mir gemacht, du bist ihm ziemlich ähnlich, weißt du das?!" Jonne grinste und setzte sich neben Mikko. "Hast du nicht ein paar schöne Geschichten über meinen Vater?" Ich fuhr mit durch die Haare und wurde leicht nervös. "Hätte ich schon, aber ich glaube dein Vater soll sie dir lieber selber erzählen!" Jonne verschränkte seine Arme und sah Mikko etwas frustriert an. "Das wird er bestimmt nie tun!" Ich seufzte. "Jonne, es gibt Dinge über die möchte ich einfach nicht mehr sprechen und manche davon möchte ich am liebsten aus mein Gedächtnis streichen. "Du meinst Mr. R?" Ich nickte und sah von Jonne zu Mikko. "Dein Vater und Mr. R waren früher leider immer gemeinsam unterwegs Mr. R war zwar nie so ein Draufgänger wie dein Vater, aber die beiden haben immer zusammen geklebt und... Na ja, nach allem was Mr. R dir und deinem Vater angetan hat, fällt es deinem Vater ziemlich schwer über frühere Zeiten zu sprechen!" Jonne nickte nachdenklich und sah mich an. "Das kann ich verstehen, ich möchte auch nicht über Mr. R sprechen und ihm am liebsten komplett vergessen..." Mikko nahm meinen Sohn in seine Arme und drückte ihn ein wenig an sich. "Du hast aber nicht wieder diese Gedanken?" Mein Sohn deutete auf sein Gesicht, was mich erneut seufzen ließ. "Jonne du hast nicht ansatzweise Ähnlichkeiten mit Mr. R!" Ich zog meinen Ärmel von meinen Pullover hoch und deutete auf mein Tattoo, was ich mir zusammen mit Jonne habe stechen lassen. " Du bist ein Haber und wirst auch immer ein Haber sein!" Ich stellte meine Tasse auf die Erde und zog meinen Sohn in eine feste Umarmung. "Ich habe dich so lieb Papa!" Murmelte er und klammerte sich an mir fest. "Ich dich auch!" Ich hauchte ihm einen Kuss in sein Haar und legte meinen Kopf auf seinen.
Mikko lächelte uns an, bevor er Aufstand. "Wir sprechen nachher, wieso ich eigentlich hier bin!" Mein Sohn löste sich sofort aus meinen Armen. "Das brauchst du nicht, ich kann so lange uns Haus gehen!" Mikko winkte ab und blieb neben uns stehen. "Es geht aber nicht wieder um diese Tour?!" Mikko schüttelte den Kopf. "Es geht eher um euer Haus!" Verwirrt sahen wir meinen Manager an. "Ich habe vor zwei Tagen erfahren, das Mr. R Mutter ein Haus gegenüber von eurem gekauft hat!" Sofort verkrampfte ich mich und ließ mich auf die Hollywood Schaukel fallen. "Verkaufe es!" Flüsterte ich und sah Mikko direkt an. "Samu du kannst ihr nicht die Schuld geben..." "Verkaufe es!" Flüsterte ich erneut. "Papa hat Recht, auch wenn sie meine Oma ist, möchte ich nicht gegenüber von ihr wohnen! Sie hat sich genauso wenig um mich und meine Mutter gekümmert wie ihr Sohn!" Stolz sah ich meinen Sohn an. "Wenn ihr meint, aber dann müssen wir wieder erneut suchen!" Jonne zuckte mit den Schultern und deutete auf das Haus meiner Mutter. "Eve wird uns bestimmt nicht rausschmeißen!" Kurz musste ich lachen, war aber trotzdem froh wenn wir endlich wieder unsere eigenen Vier Wände hatten. "Sie verwöhnt euch ja jetzt schon mehr als ich!" Mein Sohn gab mir einen Kuss auf die Wange und lief Richtung Haus. "Ich habe dich trotzdem lieb Paps!" Er öffnete die Terrassentür und ließ sie einfach hinter sich ins Schloss fallen. "Das habe ich jetzt gerade geträumt, oder?" Verwirrt sah ich Mikko an, aber er bekam sich vor lachen nicht mehr ein. "Haber eben!" Ich boxte ihn in die Seite, worauf er ein wenig zusammen zuckte. "Hapa, das tat weh!" Ich grinste kurz, bevor ich meine Tasse wieder in die Hand nahm. "Das sollte es auch!" Wir liefen langsam Richtung Haus, aber bevor ich die Tür öffnete, sah ich Mikko noch einmal ernst an. "Bitte verkaufe das Haus, ich möchte nicht jedesmal diese Bilder vor mir sehen, wenn ich seiner Mutter begegne!" Mikko legte mir erneut seine Hand auf die Schulter und nickte. "Das kann ich auch gut verstehen, auch das was Jonne gesagt hat! Ich habe es ja selber mitbekommen, wer sich um Seija und ihn gekümmert hat! Es war dumm von mir, was ich vorhin gesagt habe!" Schwach lächelte ich und nahm Mikko kurz in den Arm. "Danke und danke, das du ein so toller Freund bist!" Mikko drückte mich ein wenig an sich. "Ich habe dich eben lieb, du große Schmuse Katze!" Er löste sich von mir und zusammen liefen wir ins Haus zu den anderen.

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