Seijas Sicht
Völlig erschöpft lag ich im Bett und starrte an die Decke, ich war überglücklich, dass die kleinen jetzt endlich da waren, war aber auch etwas enttäuscht das keiner bei mir war! Dennoch freute ich mich, dass Samu am Leben war, auch wenn ich noch nicht genau wusste, wie es ihm ging! „So, hier sind ihre kleinen!“ Eine Schwester schob ein kleines Bettchen in mein Zimmer. „Herzlichen Glückwunsch!“ Flüsterte sie. Kurz strahlte ich sie an, ehe ich ins Bettchen sah und den kleinen beim Schlafen zu sah. „Wenn sie etwas brauchen, dann sagen sie Bescheid!“ Ich nickte und sah die Schwester wieder kurz an, bevor sie mein Zimmer verließ.
Leise seufzend sah ich wieder in das Bettchen, als erneut die Tür aufging. „Ich habe dafür gesorgt, dass Paps auch hier im Zimmer ist!“ Mein Sohn schob mit einer Schwester, dass Bett ins Zimmer und stellte es direkt neben meins. Mir kamen die Tränen, als ich Samus Gesicht sah. „Er hat ziemliches Glück gehabt, außer Prellungen und ein paar Knochenbrüche hat er nichts abbekommen!“ Sanna drückte meine Hand und lächelte schwach. Ich atmete hörbar aus und wischte mir meine Tränen aus dem Gesicht. „Ich wüsste nicht, was ich gemacht hätte, wenn es anders ausgegangen wäre …“ Ich sah von Sanna zu Samu und legte ihm vorsichtig meine Hand an die Wange. „Kaunis, es tut mir leid!“ Samu öffnete langsam seine Augen und sah mich an. „Das muss es nicht, du bist am Leben und nur das alleine zählt!“ Schwach lächelte er mich an und hob langsam seinen Arm. Er keuchte vor Schmerzen, worauf ich sofort meine Hand von seiner Wange entfernte. „Nicht …“ Flüsterte er und nahm meine Hand, langsam aber mit schmerzverzerrtem Gesicht drückte Samu sie auf sein schlagendes Herz. „Kaunis, ich liebe dich!“ Mir kamen die Tränen, da er sonst immer so stark war! „Ich liebe dich auch!“ Vorsichtig legte ich meinen Kopf auf seine Schulter und schloss meine Augen. „Wir sollten gehen!“ Hörte ich Sanna sagen und öffnete meine Augen. „Rufst du mich an, wenn etwas ist?“ Jonne kniff seine Lippen aufeinander und sah traurig zu Samu. „Hey, großer nicht weinen!“ Jonne drehte sich um und atmete ein paar mal tief durch. „Komm mal her!“ Samu versuchte sich etwas aufzusetzen. „Paska, tut das weh …“ Keuchte er. „Paps bitte!“ Jonne war schnell bei Samu und half ihm sich aufzusetzen. Vorsichtig zog Samu unseren Sohn in seine Arme. „Ich hatte solche Angst, als wir nichts von dir gehört haben!“ Jonne fing erneut an zu weinen. „Ich weiß, aber so schnell wirst du mich nicht verlieren, dass verspreche ich dir!“ An Samus Stimme konnte ich hören, dass auch er am Weinen war. „Großer, wenn ich wieder Fit bin, dann gehen wir wieder ins Stadion zum Eishockey, ist das ein Deal?“ Jonne löste sich ein wenig von Samu und nickte, bevor er sich seine Tränen wegwischte. „Das ist mein Junge!“ Jonne grinste kurz, bevor er sich vorsichtig wieder an Samu drückte. „Ich glaube aber, wir sollten wirklich mal nach Hause fahren und Mama Bescheid sagen, was ich schon längst hätte tun sollen!“ Leicht geschockt sah ich Sanna an, war Eve immer noch im Ungewissen, was Samu anging. „Seija schau mich nicht so an, ich möchte meiner Mutter nicht gerade am Telefon sagen, das Samu einen Unfall hatte!“ Ich atmete hörbar aus und ließ mich nach hinten auf die Matratze fallen. „Können wir später noch mal vorbeikommen?“ Jonne sah Samu fragend an. „Natürlich, das weißt du doch!“ Jonne gab Samu einen Kuss auf die Wange und verließ mit Sanna das Zimmer.
Jonnes Sicht
Noch immer zittrig lief ich über den langen Gang und versuchte nicht wieder erneut loszuheulen, wenn ich daran dachte, dass ich fast meinen zweiten Vater verloren hätte. „Hey Jonne!“ Sanna zog mich in ihre Arme und drückte mich an sich. Wie ein kleines Kind klammerte ich mich an ihr fest und ließ meinen Tränen erneut freien lauf. „Nicht weinen!“ Sie strich immer wieder über meinen Rücken, was mich dieses mal aber nicht wirklich beruhigte. „Tante Sanna, ich habe fast zum zweiten mal einen Vater verloren …“ Sie ließ mich ein wenig los und zog mich zu einer Reihe von Stühlen, die in unsere Nähe standen. „Jonne daran darfst du gar nicht erst denken, Samu lebt und nur das alleine zählt!“ Sprach sie, nachdem wir uns gesetzt hatten. „Das weiß ich ja, aber ich hätte es nicht überlebt, wenn es anders ausgegangen wäre …“ Sofort zog sie mich wieder in ihre Arme. „Jonne bitte sage so was nicht!“ Sie wiegte mich wie ein kleines Kind hin und her. „Es ist aber so, ich habe Riku schon verloren, ich möchte Samu nicht auch noch verlieren!“ Sanna löste sich wieder von mir, legte ihre Hände auf meine Schulter und sah mich direkt an. „Du wirst Samu nicht verlieren, keiner wird das, hast du gehört? Samu lebt und ist bald wieder auf den Beinen!“ Sie wischte mir meine Tränen aus dem Gesicht und zog mich wieder in ihre Arme. „Was hältst du davon, wenn wir nach Hause fahren, du ein paar Sachen für Samu einpackst und ich in der Zwischenzeit mit meiner Mutter und Santtu spreche und du danach wieder mit den beiden hier her ins Krankenhaus fährst?“ Schwach lächelnd löste ich mich von ihr. „Und du?“ Sanna lächelte mich ebenfalls schwach an. „Ich passe auf deine Geschwister auf!“ Ich atmete tief durch und sah auf meine Finger. „Wirst du ihnen sagen, was passiert ist?“ Sanna strich mir erneut über meinen Rücken, sodass ich sie ansah. „Natürlich, wir können sie nicht immer anlügen!“ Ich nickte und dachte an die Entführung, als wir ihnen erzählt haben, das Mama und Paps krank sind! „Jonne sie werden auch älter und verstehen mehr!“ Ich nickte erneut und stand anschließend auf. „Das weiß ich ja, aber manche Sachen sind doch besser, wenn sie geheim bleiben!“ Sanna stand ebenfalls auf, legte mir ihren Arm über die Schulter und zog mich weiter. „Da hast du recht!“ Ich legte ihr ebenfalls meinen Arm über die Schulter und war froh, dass ich auch mit ihr über alles sprechen konnte.
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FanfictionFortsetzung von Dieser eine Augenblick Neun Jahre war es her das Samu und Seija geheiratet hatten und die beiden noch drei weitere Kinder bekommen hatten. Während Riku sich bei keinem gemeldet hatte, hatte seine Ex Freundin und Seijas gute Freundin...
