21- Abendkleider und Turnschuhe

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Zufrieden stand ich da, mit Marco an meiner Seite, der zwei eingepackte Kleider über dem Arm hängen hatte von ungenauem Wert. Da es nicht zu einer Zahlung kam sagte die Besitzerin auch nichts vom Preis. "Was war das?"-"was war was?" Stellte ich Marco als Gegenfrage "da drin?"-"wir haben euren Status genutzt und haben dadurch Geld gespart. Tut mir leid aber lieber die kleine Notlüge als noch tiefer in deiner Schuld zu stehen" lächelte ich ihn sanft an. „Das meinte ich nicht" grinste er "ich mein das andere"-"es musste doch echt wirken" lächelte ich unschuldig. „Ich hatte das Gefühl sie kennt euch? Ihr seht gar nicht so aus als würdet ihr viel Damenkleidung tragen?" grinste ich frech. Auch Marco musste lachen „nein daran wird es wohl nicht gelegen haben. Mats kannte den Laden noch aus dem letzten Jahr. Aber ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht dass die euch die Kleider umsonst gibt. Was habt ihr denn der gesagt?"-„Das mein Lieber, ist ein Geheimnis unter Frauen" zwinkerte ich. „Wohl wieder etwas was du mir nicht verraten wirst"-„Richtig!"-„Wohin gehen wir überhaupt?"-„Zu dem Kleid passen meine Turnschuhe nicht" sagte ich nur knapp und ging weiter zielstrebig den Weg lang den mir die Boutique Besitzerin erklärt hatte. „Oh GOTT! Mats Hilfe! Sollte ich nochmal solch eine Idee haben erinnere mich dran das Frauen Schuhe lieben" lachte er laut. Ich boxte ihn auf den Oberarm „Hey das ist nicht nett" grinste ich. „Es ist schön dich wieder Lachen zu sehen" meinte er nur. Ja irgendwie ging es mir auf einmal wieder gut. „Was meintest du eigentlich mit *Ich schulde dir was*?"-„naja das wirst du schon noch erfahren" verschwörerisch schaute ich ihn an. Da waren wir auch schon bei dem Schuhladen angekommen. „Ich bin mal eben weg" sagte ich nur kurz und verschwand. Um die Sache zu beschleunigen ging ich direkt zu einer Verkäuferin. "Schönen Guten Tag. Ich hab ein schwarzes edles Kleid was knielang ist. Es ist wohl Seide glaube ich und ähm Panne Samt mit Spitze. Dazu brauche ich ein paar Schuhe in Größe 39" leicht verwundert schaute die Dame mich an „Bitte kommen sie mit" ich dackelte hinter ihr her und sah schon von weitem ein Regal mit Schuhen für die Abendgarderobe. Sie sollten nicht zu hoch sein dachte ich mir. Ich achtete immer darauf dass man mit solchen Schuhen auch rennen konnte. Ich musste schmunzeln weil mir einfiel was Marco sagte zum Thema Wegrennen. Ich fand auch welche mit Keilabsatz in Lack und rief mir das Kleid in Erinnerung. Ich musste feststellen Wildleder würde besser passen. „Haben sie die auch in Wildleder?" fragte ich einfach „Ja hier drüben" erstaunt über den Preis zog ich sie schnell an und ging ein paar Schritte. Ja das würde gehen dachte ich mir. Ich schnappte sie und ging zur Kasse zum Zahlen. Dem werde ich schon zeigen wie schnell eine Frau durch einen Schuhladen gehen konnte. Keine Zehn Minuten später stand ich auch schon vor dem Laden. „Mama schau mal was mir Marco gekauft hat!" Marie hielt mir einen riesen Lutscher unter die Nase „Wow der ist aber groß! Ich hoffe der schmeckt wie er aussieht?"-„Oh ja er ist köstlich" ich musste lachen und sagte Danke zu Marco. „War das jetzt Rekord? Oder wolltest du nur was beweisen?"-„Nein so kaufe ich immer Schuhe ein" grinste ich. „Wir sollten ins Hotel zurück" meinte Mats „dann können wir euch eure Zimmer zeigen. Außer ihr wollt noch weiter shoppen?" er schaute Anne an. „Also ich nicht" schüttelte sie den Kopf „ich auch nicht" stimmte ich zu. „Dann lasst uns mal gehen" sagte Marco. Mir fiel doch noch was ein darum zog ich schnell Anne auf Seite „wenn wir zum Hotel gehen ist auf dem Weg ein Dessous Laden. Ich brauch Unterwäsche!"-„Oh ja klar kein Ding ich flitz dann da eben schnell rein" ich sagte ihr noch welche Größe ich brauchte und sie verdrehte die Augen. Marie lief wieder vorweg mit Anne und Mats an ihrer Seite und schleckte genüsslich an ihrem Lutscher. „Gehst du eigentlich mit allen fremden Kindern so um von Frauen die dich erschlagen und überfahren wollen?" Marco musste lachen „nein. Aber solch eine Gelegenheit hatte ich bis jetzt auch nicht. So viele Frauen wollten mich bis jetzt noch nicht überfahren."-„Gut dann erübrigt sich auch meine zweite Frage"-„oh warum was wäre das denn gewesen?"-„ob es denn bei dir Normal sei, das du Frauen zum Essen einlädst die dich erschlagen und überfahren wollen. Aber wenn du sagst so viele wollten das noch nicht. Scheint es als würde es nicht sonderlich oft vorkommen." Er grinste „bis jetzt kam es noch nie vor!"-„Dann sollte ich also schon wieder danke sagen?"-„Warum?" ich musste lachen. „Du bist verrückt!"-„ich weiß" und er grinste über das ganze Gesicht. Ich sah wie Anne in den Dessous Laden rein ging. Was sie wohl Mats gesagt hat? Ich musste grinsen. Anne kam sehr schnell wieder raus und ich hoffte das sie auch wirklich was Sinnvolles genommen hatte. Das wird ja ein Abend, erst eine Überraschung was ich drunter trage und dann einen Tischnachbarn mit dem ich zusammen ständig nur in Rätseln sprach. Aber auch sehr interessant. Wir kamen beim Hotel an und ich merkte das ich mich wieder fühlte wie vor der Boutique, so fehl am Platz. Was die Leute wohl denken werden wenn wir in diesem Aufzug durch die Lobby laufen? Zum Glück war Marie noch sauber angezogen. „Du schaust schon wieder so" ich schaute verwundert auf „wie schau ich denn?"-„Wie ein Reh kurz bevor ein Auto kommt" ich versuchte mein Lachen runter zu schlucken und grinste nur „du hast nen Knall!"-„aber nur einen kleinen" Mats kam zu uns und hatte Schlüsselkarten in der Hand. „Wir müssen in die zweite Etage, dort sind eure Zimmer. Kommt da drüben sind die Aufzüge" ich versuchte meinen Mund zuzulassen beim Bestaunen der Inneneinrichtung. Wir kamen bei Annes Zimmer an. „Das ist deins die 210" Mats steckte die Karte ins Schloss, es piepte kurz und die Tür sprang auf. Er machte die Türe wieder zu „und hier gegenüber ist deins Nina." Er steckte die Karte in die Tür mit der Nummer 218 „Super! Dann hab ich es wenigstens nicht so weit zu dir" grinste Anne. Marie zog an meinem Shirt „Mama gibt es ihr auch ein Klo?"-„bestimmt! Schau wir können hier rein da schlafen wir heute Nacht und hier wird es sicher ein Bad geben" ich schob die Türe ganz auf und wir gingen in das Zimmer rein. Mir stockte der Atem bei dem Anblick und wir standen erst in einer kleinen Diele. Was würde uns wohl noch erwarten? Ich wollte mir nichts anmerken lassen, auch nicht mit einem Blick wie Marco ihn beschrieb. Also ging ich einfach nur durch das Zimmer auf der Suche nach dem Bad. Nach der dritten Türe fand ich auch die Richtige und stand in einem Raum der so groß war wie meine Küche. Schneeweise Fliesen und ich dachte mir im Stillen *genauso scheiße zu putzen wie schwarz* über den Gedanken musste ich lachen. Ich half Marie aufs Klo und ging wieder raus. Mats gab uns unsere Schlüsselkarten „Ich hoffe es ist ok für euch?"-„Nein! Ich wäre lieber auf dem Campingplatz" grinste Anne. Wir mussten alle anfangen zu lachen. „Wo sind eure Zimmer?" wollte ich wissen. „Wir sind in einem Nebenkomplex das komplett von der Mannschaft in Beschlag genommen ist"-„so so" zum Glück ging es mir durch den Kopf. „Wir werden euch jetzt alleine lassen" sagte Mats und schob leicht Marco vor sich her. „Warum?"-„Wir sehen uns ja später wieder. Ich werde ja mit dir auf Marie aufpassen. Ich wollte dafür noch ein paar Filme holen" sagte er zu Anne und schob Marco weiter vor sich hin. „Marco wo hast du die Sachen hin gemacht?"-„da aufs Bett" er zeigte auf was riesengroßes was wohl das Bett war. Ich erkannte es an der Decke und den Kissen der Rest sah aus wie ein eigenständiges Zimmer. „Oh ja, blind" grinste ich. Als sie an der Türe waren kam Marco nochmal zu mir. „Ich bin um 20 Uhr hier" ich nickte und erschrak bei einem Blick auf die Uhr. Das war ja schon in nicht fast 2 Stunden.

Annes Sicht:

Ein Laden der NICHT mein Geschmack war. Ok ich gestand es war nicht mein Geschmack weil ich es mir nicht leisten konnte. Ich nahm Ninas Hand um ihr zu zeigen dass ich wusste wie sie sich fühlte. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Nina bat mich nach Marie zu schauen doch die hatte wohl selber auch Angst was kaputt zu machen, denn das erste Mal in ihrem kurzen Leben tat sie was man ihr sagte „Mit den Augen schauen!" Es ging nicht lang und eine ältere Frau kam auf Nina zu. Oh das wird heiß werden, die wirft uns doch gleich wieder raus so wie die schaut doch dann blieb mir fast der Mund offen stehen als ich hörte was Nina sagte. Nina machte einen auf dicke Hose und behauptete auch noch wir hätten Männer beim BVB. Ich verstand was sie wollte und stieg direkt mit ein als sie eine Frage an mich richtete. Wir zogen das volle Schauspiel ab und würden dafür weder Applaus noch einen Oskar bekommen obwohl es für solch eine Auszeichnung locker gereicht hätte. Als Nina das wohl schönste Kleid des Ladens anprobiert hatte meinte sie ich solle mir auch eins aussuchen und für Marie auch? Erst zweifelte ich ein bisschen doch Nina gab ein Argument was nicht ohne war. Also ging ich raus und schaute mich was genauer um und sie schaute mit Marie nach einem hübschen Kleid. Ich suchte mir ein royal blaues. Es würde sicher super zu meinen dunklen Haaren passen. Es war Trägerlos und sehr eng. Von der linken Schulter aus gingen Straß Steine zwischen den Brüsten durch zur rechten Hüfte. Ich hoffte zumindest dass es Straß war. Für Marie gab es ein Kleid aus hellblau und weiß. Es erinnerte etwas an Alice im Wunderland. Vielleicht war das auch der Grundgedanke und schien mir das einzig Normale Kleid hier zu sein. Alles andere hätte Nina ihr nie angezogen, wobei ich mich eh fragte wann Nina es Marie anziehen wollte. Die Jungs kamen gerade als wir fertig waren und alles an der Kasse lag. Wie gerufen! Doch Nina war noch lange nicht fertig mit ihrer Show. Ganz kess ging sie zu Marco und bezirzte ihn zwecks bezahlen und ich tat es fast gleich bei Mats. Doch dann gab Nina Marco einen Kuss, das wollte ich dann doch nicht nach machen. Der Effekt war auf jeden Fall das ich wohl ab sofort stolze Besitzerin eines Kleides war, was mehr als alles in meinem Schrank kostete und das noch für Lau. Als wir noch Schuhe für Nina kaufen gingen blieb ich draußen bei Mats, Marie und Marco. „Ich komm gleich wieder, ich mag nur eben da drüben im Restaurant vorsichtshalber noch ein Tisch reservieren" sagte Marco und war auch schon weg. „Darf ich dich was fragen Anne?"-„was denn?"-„ich weiß nicht wie ich fragen soll es geht um Nina?"-„frag mich einfach und ich gib Antwort oder nicht" grinste ich. „Du meintest das Nina zwei Meter unter der Erde wäre wenn ihr Mann wüsste was hier abgeht?!"-„ja?"-„ist es wirklich so schlimm?" ich überlegte kurz ob das wirklich etwas war was ich nun beantworten sollte „es ist nicht einfach für sie. Jedes Leben hat wohl ein paar schwarze Flecken und Ninas schwarzer Fleck ist ihr Mann" Marco kam zurück und hatte einen Riesen Lutscher dabei den er Marie gerade aufwickelte als Nina aus dem Schuhladen kam. Dann kam die Stunde der Wahrheit. Konnten wir uns angemessen in einem Luxushotel benehmen? Als ich die Hotelhalle betrat, hätte ich auch Maries neues Kleid anziehen können. Anne im Wunderland!

Wie das Leben so spieltGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt