Marcos Sicht :
Irgendwie war Nina mehr als nur ein bisschen nervös, ich fragte mich ob sie etwas ahnte. Aber wie sollte sie das können? Ich hatte drauf geachtet das sie nichts von dem Telefonat mitbekam und doch wirkte sie als wüsste sie genau wohin wir fuhren. Meine Mutter war eine härtere Hürde als es Linda für mich war. Doch Nina nahm es zwar nicht locker aber souverän. Mein Vater nahm es locker und damit rechnete ich auch aber ich hatte fast die Vermutung dass da wohl Bernt eine Vorarbeit geleistet hatte. Ich musste in die Küche auf den heißen Stuhl. Das Frage und Antwort Spiel ging los. "Du hättest mich vorwarnen können" sie war etwas angesäuert doch ich grinste nur "woher kennt ihr euch denn?"-"ich hab sie im Trainingslager kennen gelernt"-"sie hat ein Kind!"-"ja, Marie. Du wirst sie lieben. Sie ist wirklich süß"-"um das geht es doch nicht" sie matschte in den Kartoffeln rum als würde sie ihren ganzen Frust daran auslassen. „Mama jetzt komm mal wieder runter. Wir sind schon seit drei Wochen zusammen und sie ist gestern bei mir eingezogen" wenn sie sowieso Frust hatte, konnte das noch oben drauf. Ich hörte sie deutlich nach Luft schnappen. „Ich muss jetzt nicht sagen was ich davon halte?"-"nein denn es würde sich nichts daran ändern"-"aber ich kann es nicht verstehen?"-"Mama das musst du auch nicht. Freu dich einfach für mich, dass ich nach der Sache mit Caro wieder glücklich bin. Ich werde Nina so lang es mir möglich ist fest halten. Also gewöhne dich dran" ich wollte gar nicht so ernst und böse klingen wie ich es wohl tat. Sie schaute mich nur zweifelnd an, nahm dann mein Gesicht in die Hand "ach Marco, natürlich sollst du glücklich sein und das Fußball nicht alles ist, ist mir auch klar" sie küsste meine Wange und machte weiter mit dem Essen. "Dann ist gut" sagte ich zufrieden, nahm die Salatschüssel und ging. Ich kam gerade im richtigen Moment, denn mein Vater fragte Nina grade dasselbe was mich meine Mutter schon fragte, woher wir uns kannten. Schnell gab ich die Antwort. Das Essen selbst ging sehr ruhig von statten. Der Fokus lag bei mir und dem Thema Fußball. Doch kaum war der Tisch abgeräumt legte meine Mutter los und ich bremste sie immer weiter leicht aus. "Nina woher kommen sie den?"-"aus der Ecke Basel"-"und was war der Anlass für sie da nach Bad Ragaz zu fahren?"-"dort gibt es ein Ausflugsziel für Kinder"-"was machen sie sonst? Beruflich?"-"zur Zeit bin ich noch in Mutterschutz aber sonst bin ich von Beruf Einzelhandels Kauffrau" meine Mutter schien zufriedener. „Und was ist mit dem ..." sie sah Marie an und schwieg und Nina gab die Antwort auf die ungefragt Frage "seit kurzem getrennt" bevor meine Mutter da noch bohren konnte lenkte ich ab "wann kommen denn meine Schwestern?" es zeigte Wirkung "die müssten gleich mal da sein. Yvonne wollte Kuchen mitbringen" es ging dann auch wirklich nicht lang und es klingelte. Nina wurde herzlich und freundlich von den beiden aufgenommen und verstanden sich irgendwie auf Anhieb so gut als würden sie sich ewig kennen. Gerade Yvonne und Nina schon allein wegen dem Thema Kind. Marie wurde von meinem Neffen davon gezogen und er zeigte ihr die Spielecke die es im Garten gab. Nina war mit Melanie über Berufliches schwer im Gespräch vertieft das ich mir dachte das ich mal kurz eine Runde gehen konnte. Ich schaute was die Kinder machten und ob die zwei vielleicht Lust hätten eine kleine Runde Fußball zu spielen. Ich fand die beiden im Sandkasten und sie waren direkt Feuer und Flamme mit mir Fußball zu spielen. Im hinteren Teil des Gartens stand ein kleines Tor auf das wir versuchten zu spielen. Irgendwann kam Yvonne dazu und stellte sich neben mich. „Gute Wahl hast du getroffen Kleiner, sie ist wirklich sehr lieb und hübsch. Hätte dir gar nicht zugetraut das du dir eine aussuchst die so „normal" aussieht" sie unterstrich die Anführungszeichen mit ihren Händen. Das tat sie gern wenn sie etwas extra unterstreichen wollte. „Wie meinst du das mit „normal"?" ich machte sie nach und übertrieb es auch mit diesen Handzeichen. „Sie ist zwar so hübsch wie ein Model aber sieht nicht aus wie eins. Nicht wie eine übliche Spielerfrau eben. Sie ist „nett"! Klingt das besser? Du hast mal Mats seine Freundin mit her gebracht, die fand ich zum kotzen. Den unterschied meinte ich. Und hey Kleiner" sie rempelte mich an „ich wusste gar nicht das du auf ältere Frauen stehst" sie zwinkerte mir zu. Ich grinste sie an „so viel älter ist sie ja nicht, sie ist so alt wie du"-„ich weiß und das ist ein super alter" schwärmte sie. „Nur ich glaub Mum ist nicht ganz einverstanden damit"-„hat dich das schon mal gestört?"-„Ein bisschen stört es mich jetzt schon. Gerade in der Sache"-„ach mach dir keinen Kopf, du weißt wie sie sein kann. Im Grunde ihres Herzens mag sie Nina auch. Also Meli und ich sind uns einig, wir mögen sie!" Ich musste einem Fehlpass hinter rennen und schoss ihn dann meiner Schwester zu. Da waren wir zu viert die versuchten auf das viel zu kleine Tor zu schießen. Ich sah im Augenwinkel Nina mit Melanie auftauchen und schaute ganz zu ihr hin. „Hey ihr zwei kommt rüber" winkte ich „dann können wir 3 gegen 3 spielen" ich musste sie nicht zweimal bitten und sie kamen lachend zu uns rüber gerannt. Ich schnappte mir Nina und gab ihr einen Kuss und raunte ihr zu „ich liebe dich!"-„du kannst schleimen wenn du verloren hast" grinste sie. „Du weißt ja wie ich es hab mit dem verlieren" rief ich ihr hinterher. „Oh Nina lass dich da auf nichts ein, das gab schon früher immer heiße Streitereien weil er nicht verlieren konnte" lachte Melanie. Sie schnappte sich Nina „wir sind ein Team mit Marie zusammen und machen die andern drei platt" sie streckte die Faust in die Höhe und machte irgendein Urwaldschrei und es ging los. Natürlich war mein Team am Gewinnen und als ich ausholen wollte für den Siegerschuss hielt mich Melanie und Nina plötzlich fest und Marie klaute sich den Ball und schoss ein Tor. „TOOOORRRRRRRR!!!" brüllte sie laut auf „tja Marco gegen mich und meine Mama hast du keine Chance!" Ich schnappte sie mir und fing an sie zu kitzeln und auf einmal wurde ich gekitzelt. Es entstand ein kompletter Haufen und alle auf mich drauf. Das hielt auch so lang an bis meine Mutter rief dass es Eis geben würde. Marie war die erste „wir müssen aufhören!!! Es gibt Eis" ich konnte den Blick von Nina sehen, er war strafend und ich zog sie direkt bei Seite „Nina nicht, lass sie!"-„Aber was soll deine Mutter denn denken?" sagte sie flehend. „Was soll sie schon denken? Dass Marie ein Kind ist? Wird sie wohl dann nicht falsch denken"-„nein aber"-„aber? Du hast es gewusst das wir her kommen stimmt's?" sie schwieg und schaute weg. „Woher?"-„Marie hat dich erwischt beim Telefonieren" sagte sie wie jemand der erwischt wurde und ich fing an zu lachen. „Jetzt wird mir einiges klar" sie schaute mich fragend an „Marie war bis jetzt viel zu lieb du hast ihr sicher gesagt das sie sich benehmen muss. Darum hast du dich auch nochmal umgezogen" sie nickte nur stumm und sah mich wieder an „ich wollte doch nur einen guten Eindruck machen"-„den hast du gemacht. Glaub mir, den hast du" ich zog sie an mich ran und küsste sie. „Marco, Nina kommt rüber für euch ist auch Eis da" rief meine Mutter und ich ließ leicht von ihr ab „siehst du sie mag dich. Sie teilt das Eis mit dir" nuschelte ich und gab ihr noch einen Kuss. Ich nahm ihre Hand und zog sie hinter mir her zur Terrasse auf der die Kinder schon am Tisch saßen mit einer großen Portion Eis mit Sahne. Meine Schwestern rannten noch rum und mein Vater schnappte sich Nina und setzte sie neben Marie, ließ einen Stuhl frei auf den er zeigte „du hier komm" und meinte mich. Ich setzte mich direkt und nahm Ninas Hand in meine um auch keinen Zweifel aufkommen zu lassen das Nina zu mir gehörte.
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Wie das Leben so spielt
FanfictionNina ist Mutter einer süßen, frechen 3-jährigen Tochter Namens Marie und Verheiratet. Das hält sie nicht davon ab für, den wesendlich jüngeren, Marco Reus zu schwärmen. Sie nimmt auch die dummen Sprüche von ihrem Mann dafür in kauf, der glühender Gl...
