Marcos Sicht :
Ich war wirklich fassungslos wegen der Einstellung die Nina in dem Fall hatte. Ihr Fall war doch ganz anders als wie es bei Anne war. Ich sah zum Fenster raus und versuchte meine Wut unter Kontrolle zu bekommen und stellte mir die Frage wie wohl Mats reagieren wird wenn er die Info erhielt das Anne Schwanger ist *wie würde ich reagieren?* Ich musste wohl auch zugeben das wenn man etwas nicht weiß, sich ja auch keine Gedanken darüber machte. Vielleicht hatte Nina ja doch nicht ganz so Unrecht aber ich hoffte Anne würde sich dennoch für das Kind entscheiden. Dumm nur das ich es wusste und keine Ahnung hatte wie ich mit dieser Situation umgehen sollte. Er war mein Freund und das war so gesehen mehr wert. „Nina?"-„mhmm?"-„Du hättest es mir vielleicht auch nicht sagen sollen" sagte ich ihr ruhig. „Naja ich dachte du könntest mir helfen Mats richtig einschätzen zu können. Ich hoffe dass sich die Sache zum Guten wendet. Es kann ja nicht sein das sie sich so verkracht haben nur wegen so einem dummen Missverständnis"-„dann sollte das Ziel wirklich sein sie wieder zusammen zu bringen. Ich weiß zwar auch nicht genau wie Mats darauf reagieren wird, aber sie könnten dann zusammen entscheiden und jeder wäre glücklich"-„das hört sich vernünftig an" bestätigte sie mir meinen Gedanken. Ich beugte mich nach vorne und legte meine Arme über ihre Schultern „wir sollten uns wirklich nicht deswegen streiten?"-„Nein, sollten wir wirklich nicht" sie lächelte mich von der Seite an und ich gab ihr einen leichten Kuss auf die Wange „dann bin ich ja froh das du doch einsiehst das dein Fall anders ist als bei Anne" grinste ich und sie schaute mich mild lächelnd an „vielleicht hast du recht". *Vielleicht?* sie sprach mal wieder in Rätsel. Ich dachte an den Vaterschafstest den sie Schneider gab. Vielleicht war es doch nicht so viel anders? Sie wollte wissen ob ich von Mats was über einen Ex von Anne wüsste. Ich versuchte mir das Gespräch mit Mats ins Gedächtnis zu rufen. Mir fiel ein das er was von einem Anruf sagte in der Nacht als ich bei Nina war. *Wie war der Name nochmal?* überlegte ich angestrengt und kam auf Kai. Nun musste ich nur noch kombinieren. Ich wollte unbedingt wissen was es für einen Vergleich gab zwischen Anne und Nina und da ich wusste dass mir Nina keine Antwort geben würde musste ich allein drauf kommen. Warum machte man solch einen Test? Wenn man sich nicht sicher ist der Vater zu sein! Also gab es Zweifel bei Marie. Dies würde bedeuten dass auch Nina einen anderen hatte, was aber dann nicht passen würde da sie doch schon so lange zusammen waren. Es würde bedeuten um es böse zu sagen, ich war nicht ihr erster außerehelicher Ausrutscher. Vielleicht hatte sie deswegen solch eine Einstellung. Sie wollte das Kind behalten also blieb sie bei ihrem Mann und sagte aber dem anderen nichts davon. Es wurde ein Test gemacht und die Sache war so weit vom Tisch. Nur ihr Mann verzieh ihr nie den Ausflug darum behandelte er sie so und war natürlich Eifersüchtig. Er wollte sie nicht wieder verlieren aber tat alles dafür dass Nina totunglücklich war. Er ließ sie wohl so leiden wie er litt. So langsam ergab das alles einen Sinn für mich. Aber warum hatte sie mir das nicht erzählt? Ich grübelte weiter über diesen Aspekt der Geschichte und merkte nicht dass wir schon fast in Dortmund waren. Ich werde mit ihr reden müssen, denn das sollte nicht zwischen uns stehen. Vor allem was wenn sie dasselbe mit mir tun würde? Ich war mehrere Wochen im Jahr unterwegs und überall könnte ich sie auch nicht mit hinnehmen. Fürs Fremdgehen würde ich ihr also jede Art von Möglichkeit geben. Ich wollte aber nicht dauernd das Gefühl haben, zumal ich mich auf meinen Beruf konzentrieren musste der sehr stark von Gefühlen geprägt war. Ging es mir schlecht würde ich auch schlecht spielen und das konnte ich mir nicht erlauben. Vielleicht drehte ich mir aber auch nur was zu recht und dann hätten wir dasselbe Problem wie Mats und Anne, also musste ich mit ihr reden. Ohne Bernt, denn das ging nur sie und mich was an. Ich sah auf die Uhr *Training müsste gleich aus sein* ich fing an eine Nachricht an Mats zu schreiben, mir fiel nur nicht so recht ein was ich schreiben sollte. Ich versuchte es mit so wenig wie möglichen Worten *hey Bro! Sind zurück! Kommst du rüber?* Das war gut, so würde ich nicht lügen. Zufrieden schickte ich die Nachricht weg. Wir bogen ab in die Straße in der ich wohnte und das in Zukunft nicht mehr alleine. Ich konnte schon mein Haus erkennen als eine Nachricht zurückkam. *Super aber ich glaube nicht dass ich rüber kommen kann. Hab noch was zu tun* er hatte wohl Lunte gerochen und würde deswegen nicht kommen. Was natürlich die Planung durcheinander brachte. „Mats kommt nicht er hat was vor" sagte ich und tippte eine neue Nachricht *dann komm danach. Nina kocht und das kann sie echt super, solltest du dir nicht entgehen lassen!* "Dann soll er danach kommen" sagte Nina und ich fing an zu grinsen. „Hab ich gerade gemacht. Du musst dann leider was kochen"-"warum?"-"ich hab ihn zum Essen eingeladen"-"ach so ist das" sie nahm es mit Humor und fing an zu lachen. „Und was koche ich?"-"Das überlasse ich deiner Phantasie"-"na ein Tipp wäre aber nicht schlecht zumal ich dafür einkaufen müsste"-"kannst ja gleich Marie fragen" grinste ich und merkte eine Vorfreude die Kleine wieder zu sehen. Bernt parkte sein Auto, wir stiegen aus und ich machte kleine Dehn-Übungen weil ich endlich meine Beine ausstrecken konnte und Bernt räumte den Kofferraum aus. Nina kam zu mir und legte ihren Arm um meine Hüfte und sah mich mit einem Blick an bei dem ich alles vergaß was mich auf der Fahrt noch so beschäftigt hatte. „Es tut mir leid" hauchte sie und gab mir einen sanften Kuss. Ich zog sie ganz an mich und erwiderte den Kuss leidenschaftlicher. Für den Moment hatte ich wirklich alles vergessen. „Komm lass uns schnell hoch zu Marie" sagte ich als ich mich mit Mühe von ihr lösen konnte. Sie nickte heftig mit leuchtenden Augen die wieder wie Smaragde aussahen. „Dann lass ich euch erst mal alleine" sagte Bernt grinsend und Nina drehte sich zu ihm "ich würde mich sehr freuen wenn du später auch zum Essen kommst. Ich würde mich so gern bei dir bedanken" lächelte sie ihn an "musst du nicht. Ich stell es in Rechnung" er lachte laut auf und stieg ein. Bevor er los fuhr machte er das Fenster nochmal auf "wann denn?" Rief er raus „auf acht wäre gut" gab Nina ihm als Antwort. „Ok dann bis später und mischt euch nicht zu sehr in die Angelegenheit der anderen ein. Auch wenn es eure besten Freunde sind. Das Schicksal wird schon die richtigen Würfel fallen lassen" er fuhr los und Nina grinste mich an "er klingt fast wie meine Mutter. Wie alt ist er eigentlich?"-"irgendwas um 55 oder so. Warum?" ich wusste es wirklich nicht genau aber da er ein Schulfreund meines Vaters war ging ich von aus das sie etwa gleich alt waren. „War nur eine Frage" grinste sie und packte ihre Tasche über die Schulter „wie sieht es aus? Können wir rein oder bleiben wir hier auf der Straße? Können ja noch was winken für die aktuellen neuen Fotos der morgigen Zeitung" lachte sie. „Du spinnst doch" grinste ich und wir gingen rein. Es war komisch, als wäre nichts gewesen. Sie hatte sich entschuldigt und gut war. Das dumme nur, ich hatte wirklich das Gefühl das alles wieder ok wäre. Dabei musste ich doch noch mit ihr reden was es mit ihrer Geschichte zu tun hatte die sie mir wohl nicht erzählt hatte. „Lass uns normal hochgehen und die beiden so richtig überraschen" schlug Nina vor doch ich war zu faul um zu Fuß zu gehen „wir können aber ein Stück hoch fahren und dann die letzte Treppe nehmen das geht auch" mit den Worten zog ich sie in den Aufzug rein und drückte die Taste. „Ich hab mir übrigens überlegt dass Anne es selber entscheiden soll ob sie es Mats sagt oder nicht. Hätte ich so wieso, nur ich werde ihr auch keinen Tipp geben, sie soll das ganz allein machen. Ist das ok?" Sie schaute mich abwartend an und wollte wohl mein *Ok* dafür haben. Es würde wohl ihre Meinung nicht ändern, aber sie würde sich auch nicht einmischen und unbewusst ihre Meinung Anne aufdrücken. Ich nickte ihr zu, legte eine Hand auf ihre Wange und küsste sie sanft. Da hielt der Aufzug schon an und wir stiegen aus. „Hier lang" sagte ich und ging vorweg durch den Flur und dann die Treppe zu meiner Wohnung hoch. Ich versuchte so leise wie möglich den Schlüssel ins Schloss zu stecken und die Tür zu öffnen. Es gelang mir und wir schlichen in die Wohnung rein. In der Diele zogen wir unsere Schuhe aus und stellten die Taschen hin und gingen dann in den Wohnbereich. Wir blieben neben dem Küchentresen stehen und ich zog Nina in meinen Arm. Gemeinsam beobachteten wir Marie wie sie gebannt in den Fernseher starrte. Von Anne war nichts zu sehen doch man hörte eine Klospülung. Sekunden später ging auch schon die Tür vom Bad auf und Anne kam mit rot geränderten Augen raus. Sie litt wohl wirklich sehr so wie sie aussah. Es war eine Mischung aus 5 Tage durch machen und das ohne Essen und Trinken. Sie sah uns da stehen und fing augenblicklich an zu heulen. Das musste wohl Marie aufgeschreckt haben und sie sah uns da stehen „Mama!!!" brüllte sie laut los und rannte auf uns zu. Sie sprang Nina in die Arme und küsste sie über beide Backen was Nina erwiderte. Dann hangelte sie sich von Ninas Arm auf meinen und brüllte mich genauso an „Marco!!!" auch ich wurde von ihr so übersät mit Küssen „was bin ich froh euch wieder zu haben!!!" sie zog mit ihrem kurzen Arm Nina zu uns rüber und dann standen wir da gefangen in Maries Armen. Als sie uns nach einer kleinen Ewigkeit wieder los ließ fing sie an zu plappern ohne Punkt und Komma. Sie erzählte von den andern Jungs und dem tollen Tag im Pool und wie sie einkaufen waren und schloss mit den Worten „aber Anne ist glaub krank Mama du musst mal schauen. Sie kotzt die ganze Zeit" ich fing an zu grinsen doch damit war ich wohl allein. Nina zog Anne in den Arm und diese heulte noch mehr. *Weiber!* ich verdrehte die Augen und ging rüber zum Sofa um Marie abzuladen.
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Wie das Leben so spielt
FanfictionNina ist Mutter einer süßen, frechen 3-jährigen Tochter Namens Marie und Verheiratet. Das hält sie nicht davon ab für, den wesendlich jüngeren, Marco Reus zu schwärmen. Sie nimmt auch die dummen Sprüche von ihrem Mann dafür in kauf, der glühender Gl...
