24- Ohne Einladung

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"Wollen wir gehen?"-"ja gern. Ich muss meine Beine bewegen" sagte ich. Marco zahlte und wir gingen raus. "Es gibt etwas was du zahlst? Ich dachte schon ihr könnt hier in der ganzen Stadt anschreiben" ich rempelte ihn leicht mit meiner Schulter an seiner an. „ Danke! Es war ein interessanter Abend" lächelte ich vor mich hin. "Das kann ich nur bestätigen" er blieb stehen, hielt mich am Arm fest und zog mich zu sich. „Ich hab dir zu danken" mir war extrem flau im Magen denn sein Blick ging durch und durch "vielleicht sollte ich noch mal über diese Kismet Sache nachdenken" grinste er und ich hätte ihn am liebsten geküsst. Aber ich blieb stumm wie ein Fisch und verlor mich in seinen Augen. Seine Hand hielt immer noch meine. „Aber es gibt schon ein paar Sachen die ich gern noch wissen wollen würde. Ich weiß schon so viel aber doch Nichts."-"was willst du denn noch wissen?"-"warum du zum Beispiel deinen Ehering nicht mehr an hast?" ganz verwirrt über die Frage hob ich meine Hand und starrte auf die leere Stelle. „Ich glaubte es wäre besser" sagte ich recht tonlos. "Mhmm. Und was ich auch noch gerne wissen wollen würde und ich weiß man sollte so was nicht fragen. Aber ich muss einfach"-"jaaa was denn?" Fragte ich gespielt ungeduldig "naja verheiratet und drei jähriges Kind lässt drauf schließen das du nicht morgen deinen Abschluss machen wirst. Wie alt bist du eigentlich?" Musste es ausgerechnet diese Frage sein? Und ja da war ein Mann, ein Kind und überhaupt. Ich befreite mich aus seiner Hand, drehte mich weg und ging. "War die Frage so schlimm dass du weglaufen musst?" Er kam mir nach, hielt mich wieder fest, zog mich an sich und küsste mich. Ich fühlte wie ein Blitz durch mich durch ging und meine Lippen automatisch den Kuss erwiderten. Da schaltete sich urplötzlich mein Gehirn ein und ich drückte mich von ihm weg. "Spinnst du?" Zischte ich wütend. "Du kannst mich doch nicht einfach küssen?"-"hätte ich ne Einladung schicken sollen?"-"Nein!" Schüttelte ich den Kopf "aber wenn du doch weist das ich verheiratet bin kannst du mich doch nicht einfach küssen?"-"mir schien es nicht so als hätte ich allein geküsst. Du hast es erwiderte." Auch Marco wurde jetzt leicht sauer. "Das ist es was ich heute Mittag meinte. Du bist Zuckersüß und in der nächsten Minute bekommt man Zahnschmerzen"-"es war ein Fehler. Es tut mir leid. Das war wohl zu viel Kismet gequatschte." Ich ging ein paar Schritte von ihm weg "es gibt weder Glück noch Kismet. Nur Träume die das bleiben sollten auch wenn du anderer Meinung bist" Ich zeigte in Richtung seines Armes, wollte Bezug auf sein Tattoo nehmen aber ich kämpfte mit meinen Tränen. Ich ging wieder auf ihn zu und zischte in an "ich weiß nicht wie aber Anne hat ja Mats Nummer also wird sich ein Weg finden lassen das du dein Geld zurück bekommen wirst" ich lief wieder weg um mich doch nochmal zu ihm umzudrehen. "Und zu deiner Frage. Ich werde Ende des Jahres 29. Also zu alt für dich und zu alt für Spielchen." Diesmal lief ich wirklich zurück zum Hotel. Er kam hinterher und war natürlich schneller als ich. "Was war das denn für ne Ansage?"-"Marco lass es gut sein. Es war mein Fehler und es tut mir leid"-"was tut dir denn leid?"-"das ich so blöde war und dachte ..." ja was dachte ich denn überhaupt? Es war doch perfekt? Oder etwa nicht? Er hat mich geküsst und das nicht einfach so sondern eben anders. Also was war mein Problem? "Ja was dachtest du denn?"-"ach ist doch auch egal. Es darf nicht sein. Was auch immer da gerade passiert ist" ich rannte weiter und wir waren schon am Hotel. Marco ließ nicht locker und verfolgte mich. Ich wollte keinen Aufstand machen und blieb ruhig bis wir im Aufzug waren. "Warum läufst du mir immer noch nach?"-"weil ich von dir was vernünftiges hören will"-"da gibt's keine Erklärung für"-"dann gib ich dir mal eine. Ich weiß nicht was das soll, sollte mir vielleicht auch egal sein aber ist es mir nicht. Als ich dich das erste Mal sah, dachte ich mir *was für eine klasse Frau* und als ich sah das es dir um mich ging und du aber nicht hysterisch am rum brüllen warst, kam ich zu dir und war hin und weg von deinen Augen. Ich kann mir vorstellen was du jetzt denkst, das würde mir öfter passieren. Ist aber nicht der Fall. Natürlich war der Zeitpunkt nicht richtig und ich musste spielen. Doch heute Morgen, da standst du plötzlich wieder vor mir und mag sein das es so was wie Schicksal gibt, wirklich dran glauben tu ich nicht. doch seit heute Morgen muss ich wohl dran glauben. Denn es ist ja nicht ohne Grund warum ausgerechnet du wieder da bist." Ich hatte nur ein mildes ungläubiges Lächeln für ihn über "und den Blödsinn soll ich glauben?"-"du bist der Hammer!" Er war richtig sauer. "Ich bin kein kleines Tussi-Mädchen was du mit solchen Geschichtchen hinter dem Ofen vorlocken kannst" ich zog die Schlüsselkarte aus der Tasche und versuchte verzweifelt die Tür damit aufzubekommen. Marco nahm sie mir aus der Hand und versuchte es. Da es auch nicht ging, zog er die Karte wieder und sah dass es die Falsche Karte war. "Das ist die Karte für Annes Zimmer" maulte er und wollte gerade auf die andere Seite des Flurs gehen um dort aufzumachen. Doch ich riss ihm die Karte aus der Hand "ich kann das selber"-"hab ich ja eben gesehen. Verdammt noch mal Nina!" Meine Tränen waren kurz vor Ausbruch "warum lässt du mich jetzt nicht einfach in Ruhe und gehst ein paar Kindern deine Geschichte erzählen" ich fummelte immer noch an dem Schloss rum als er mich umdrehte und an die Tür drückte. "Nina hör mir doch jetzt endlich zu!"-"Lass mich los!" Ungefragt küsste er mich schon wieder. Mir sackten fast die Beine weg solch eine Macht hatte sein Kuss auf mich. Aber ich wollte stärker sein "Nicht" nuschelte ich verzweifelt in den Kuss. Er ließ kurz von mir ab und sah mir in die Augen "Verdammt Nina ich glaub ich hab mich in dich verknallt" mit diesen Worten versiegelte er meinen Mund mit einem erneuten Kuss. Ich ließ es zu und gab mich seinen Lippen hin. Es wäre eh alles Zwecklos da ich im Grunde nicht wiederstehen konnte und vielleicht zum Großteil auch gar nicht wollte. Stürmisch küssten wir uns voller Leidenschaft und das mitten auf dem Flur eines Luxushotels.

Wie das Leben so spieltGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt