Kurz vor Dortmund schrieb ich Michael eine Whatsapp und bis jetzt noch keine Reaktion. Es war bestimmt schon eine Stunde her *sehr ungewöhnlich* ging es mir durch den Kopf. Marco fuhr in eine Tiefgarage eines kleinstöckigen Familienhauses „Ich werde eben schnell die Autos umstellen damit dein Auto hier unten Platz hat" sagte er zu mir und stieg auch schon aus. Er stieg in ein anderes ein und fuhr auch schon aus einer Parklücke raus und an uns vorbei. *Welch Blödsinn auf ihn zu warten das er mein Auto parkt* ging es mir durch den Kopf und ich stieg um hinter das Steuer und fuhr mein Auto einfach in die Lücke. Ich stieg gerade aus und ließ Marie aussteigen als er ankam „ich hoffe das war jetzt nicht falsch gedacht" grinste ich ihn an „nein, nein alles ok" grinste er zurück. Ich machte den Kofferraum auf und sah auf das Elend von Taschen und Koffer und schaute dann ihn seufzend an. Er fing an zu lachen „welch ein Glück das meine Stellplätze so nah am Aufzug sind. Wir müssen die Dinger nur ein kleines Stück tragen"-„das klingt ja schon mal gut. Hier Marie das kannst du tragen" ich gab ihr ihren Rucksack und ihren Reisetrolley der voll war mit Spielzeug. Ich hatte zwar auch einen Trolley aber die Reisetasche war doch ganz schön schwer. Marco nahm seine Koffer, die Tasche und lief zu *ob er das mit Luft gefüllt hat?* ich schüttelte grinsend den Kopf und schloss das Auto ab „hier lang". Wir standen nur kurz vor der Aufzugstüre als diese sich schon öffnete *willkommen im Luxus* schoss es mir ins Hirn. Marco suchte seine Schlüsse raus und steckte einen über dem Bedienfeld in ein Schloss und die Türen schlossen sich. Die Rückwand war verspiegelt und Marie stand davor und zog Grimassen und wollte gerade mit ihrer Zunge die Oberfläche testen „Marie! Scheiße! Lass das! Ich will hier nicht anfangen zu putzen"-„das Haus hat einen sehr guten Putzdienst" lachte Marco „ja nee ist klar ermutige sie auch noch"-„darf ich jetzt oder nicht?" fragte Marie und schaute wieder mit ihrem Schmollgesicht. Ich musste grinsen „nein du darfst nicht! Das ist doch kein Eis"-„Marie ich muss dir recht geben, deine Mama sagt wirklich sehr oft *nein*" er fing laut an zu lachen. „Ich find das nicht witzig" aber ich musste mitlachen. Zum Glück hielt der Aufzug endlich bevor Marie nicht doch noch auf die Idee kam ihre Zunge über den Spiegel zu ziehen. „Willkommen in meinem bescheidenen Heim" ich zog die Augenbraue hoch und verschaffte mir einen schnellen Überblick. „Wie viele Leute wohnen hier?" schaute ich ihn skeptisch an. Er grinste mich an „nur ich"-„aha, dann wunder ich mich warum du glaubst das wir hier nur ein paar Tage klar kommen würden. Hier ist mehr Platz als in meiner Wohnung mit Garten, Speicher und Keller" er gab mir einen leichten Kuss auf die Wange als er an mir vorbei ging und neben dem Sofa seine Koffer fallen ließ und die Tasche dazu stellte. „Schön wenn es dir gefällt. Fühl dich wie zu Hause aber stell nix um" lachte er mich an. „Was soll das jetzt heißen?" grinste ich „naja bei dir in der Wohnung sieht es so aus als würdest du nach Stimmung umräumen, am besten noch komplett neu streichen. Hier muss man das nicht, hier ist alles perfekt" er streckte mir die Zunge raus. So wie er mich ansah konnte ich ihm noch nicht mal böse sein sondern hätte ihn einfach nur küssen wollen. *Oder mehr aber das würde heute Nacht noch gehen* machten sich meine Gedanken selbständig. „Komm ich zeig dir erst mal alles" er nahm mich an der Hand und rief nach Marie „Wir fangen mit dem Zimmer an was du bekommst"-„Ich bekomm hier ein eigenes Zimmer?" fragte sie mit großen Augen „ja schon, oder willst du im Wohnzimmer ein Zelt aufstellen?"-„bring sie nicht auf dumme Gedanken" lachte ich. Wir gingen einmal quer durch das Wohnzimmer und mir fiel direkt der große Fernseher auf und die PlayStation *natürlich wie konnte ich das typische Männerspielzeug vergessen* Das Wohnzimmer selbst ging von Wohnbereich in Essbereich und in eine offene Küche über. Es war alles hell und sehr modern eingerichtet. An der Fensterfront des Wohnzimmers ging ein Flur nach hinten und dort standen wir nun vor einer Tür „das Marie, ist für die nächsten Nächte dein Reich!" und er machte die Türe auf. Es war ein Zimmer was nicht weniger modern eingerichtet war wie der bisherige Bereich der Wohnung den ich gesehen hatte. Es gab einen Schrank, ein Tisch mit Stuhl und ein großes Doppelbett. Marie sah es direkt als Einladung an und sprang drauf „Marie hörst du auf?"-„Lass sie, das Bett war so teuer, es sollte so was aushalten können" zwinkerte mir Marco zu. Ich wollte ihm wiedersprechen ließ es aber dann sein, es war ja schließlich sein Zeug. „Mama das ist perfekt und super weich" rief Marie und ließ sich in die Kissen fallen. Dann sprang sie auf und raste zurück ins Wohnzimmer um ihren Koffer und Rucksack zu holen. Raste wieder in das Zimmer und öffnete die Taschen um sie einmal auszukippen. „So! Jetzt kann ich mich auch wie zu Hause fühlen" sie stand mitten im Zimmer und grinste von einer Backe zur andern. Ich schüttelte nur lachend den Kopf „du kannst gleich spielen ich zeig euch erst noch den Rest, komm" wir gingen zur nächsten Tür. „Das ist das Badezimmer" er zog mich einfach hinter sich her und ich fing an zu lachen „ist das eine Turbo-Rundreise durch deine Wohnung oder was?"-„Ja! Ich hab Hunger und will hoffen das Mats und Anne gleich kommen. Dann will ich durch sein"-„dann gibst du also zu das du hier mehr Platz hast als nötig?"-„Nein ich will nur zum wichtigsten Zimmer der Wohnung kommen" grinste er mich verschwörerisch an. Das Bad hatte zwei Türen und durch die zweite gingen wir und kamen wieder in einen Flur. Ich konnte am Ende das Wohnzimmer sehen und fand die Aufteilung echt gelungen. „Hier ist das Schlafzimmer"-„das war alles?" meldete sich Marie „reicht das nicht" sagte Marco mit gespielter Enttäuschung. „Doch aber dann kann ich spielen gehen" wir fingen an zu lachen und ich schickte sie spielen. Marco und ich blieben aber im Türrahmen stehen und schauten uns grinsend an. „Soso, das ist also der wichtigste Raum deiner Wohnung?" ich machte ein paar Schritte in das Zimmer rein und es überraschte mich nicht dass einfach die ganze Wohnung, Möbelstück für Möbelstück zu einander passte. „Ich dachte es wäre mehr das Wohnzimmer um genauer zu sein das Sofa in Reichweite der PS?"-„Wenn du da bist ist das nur der zweitwichtigste Raum"-„das beruhigt mich jetzt aber" und ich fing an zu lachen. Er kam ganz langsam auf mich zu und grinste, blitzschnell fuhren seine Hände auf mich zu und er fing an mich zu kitzeln. Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet und fuhr vor Lachen zusammen. Er drückte mich Richtung Bett und hörte nicht auf damit „du bist so gemein!" rief ich. „Das macht ja auch Spaß. Vor allem hoffe ich das du wieder anfängst zu betteln und mir wieder versprichst du würdest alles tun"-„du bist so fies!" mir tat schon der Bauch weh vom Lachen. Ich versuchte all meine Reserven zusammen zu bekommen um gegen zu halten. Doch es half alles nichts. Meine Rettung war nur die Klingel. Er hörte auf und flüsterte mir ins Ohr „ich liebe es so sehr wenn du lachst das kannst du dir gar nicht vorstellen. Leider und dein Glück muss ich jetzt wohl die Tür auf machen" er gab mir noch einen kurzen Kuss und ging von mir runter. Ich blieb einfach liegen und versuchte meinen Atmen wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Maries Sicht:
Das Zimmer war nicht perfekt aber das Bett war super! Es fehlte rosa und lila und das waren meine Lieblingsfarben. Jetzt war es ja nur Urlaub aber wenn wir hier wohnen bleiben dann musste ich unbedingt mit Marco reden das ich mehr Farbe brauchte auch wenn er Mami verboten hat umzuräumen. Ich hörte Mama wieder lachen. Sie lachte so viel seit es Marco gab und da lachen wichtig war, war es wohl gut das wir von Papa weg gingen. Auch wenn er immer alles für mich tat, mir war es wichtiger das Mama nicht immer weinte. Ich werde einfach weitere Briefe an den Weihnachtsmann schreiben dass er ja nicht meinen Wunsch vergessen soll. Er war ja auch schon sehr alt, noch älter als Mama und Marco, darum hatte er auch schon einen weißen langen Bart. Das musste also heißen dass ich ihm am besten jeden Tag schreiben sollte damit er es auch wirklich, wirklich nicht vergaß.
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Wie das Leben so spielt
FanfictionNina ist Mutter einer süßen, frechen 3-jährigen Tochter Namens Marie und Verheiratet. Das hält sie nicht davon ab für, den wesendlich jüngeren, Marco Reus zu schwärmen. Sie nimmt auch die dummen Sprüche von ihrem Mann dafür in kauf, der glühender Gl...
