38- Verantwortung

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Marcos Sicht:

Anfangs hatte ich schon auch irgendwie ein schlechtes Gewissen was Nina und ihren Mann betrifft doch jetzt änderte sich meine Einstellung total. Jetzt da ich wusste das es eine Zukunft geben könnte. „Musst du Marie nicht holen?"-„Doch! Ich wunder mich das meine Mutter nicht schon angerufen hat. Marie wird sich wirklich freuen euch zu sehen" lächelte mich Nina sanft an. „Magst du was frühstücken?" fragte sie mich dann „gerne und einen Kaffee wäre nicht schlecht." Sie ging rein in die Küche und nahm meine Tasse mit. Ich blieb auf der Terrasse und dachte nach was es für Möglichkeiten gab um Nina und Marie auch auf sichere Art und Weiße von diesem Mann weg zu bekommen. Ich stand auf und ging ins Schlafzimmer zurück, denn ich hatte mein Handy dort auf den Nachttisch gelegt. Ich schrieb Mats eine Nachricht. *Guten Morgen hoffe du hattest ne schöne Nacht Alter? Nina hat mir alles erzählt* ich ging in die Küche. Nina stand am Tisch und legte Butter, Marmelade und andere Sachen für ein Frühstück auf ein Tablett. Da sie schon wieder das Radio laut hatte und am Singen war merkte sie nicht das ich mich anschlich. Ich stellte mich ganz nah an sie ran und brüllte ein *BUH* in ihr Ohr. Sie erschrak so sehr das sie fast umgefallen wäre. Ich konnte sie gerade noch rechtzeitig festhalten obwohl ich so lachen musste. „Scheiße du Spinner!" aber auch sie musste nach dem ersten Schock lachen „ich liebe es wenn du Scheiße sagst" sagte ich und drückte ihr einen Kuss auf den Mund. Sie legte ihre Arme über meine Schultern und aus dem einfachen Kuss wurde ein sehr leidenschaftlicher. Ich nuschelte „das ist ein leckeres Frühstück"-„du hast einen Knall" nuschelte sie zurück. Sie küsste mich noch einmal sanft und drehte sich dann wieder zum Tisch um weiter zu machen an dem eigentlichen Frühstück. „Nimmst du das mit raus? Dann bring ich nur noch Brot und Teller. Dein Kaffee steht an der Maschine" lächelte sie und ging an einen Schrank um das Geschirr zu holen. Sie war schon wieder am Singen, wenn auch nur leise. Es erstaunte mich das es noch mehr Menschen gab wie mich, die wohl immer und überall am Singen waren. Noch schöner das es die Frau war in die ich verliebt bin. Ich nahm meinen Kaffee und stellte ihn auf das Tablett und ging mit allem auf die Terrasse. Mein Handy meldete sich. *Hoffe deine Nacht war genauso. Super das Nina es endlich gemacht hat!*-*Bin mir am Überlegen wie es weiter geht*-*Anne meint du sollst sie mitnehmen nach Hause*-*Nach Dortmund?*-*Ja klar! Oder wo wohnst du?*-*Ich glaub nicht das sie das machen wird*-*Sie wäre aus der Schusslinie erst mal*-*Schauen wir mal*-*Seit um zwei Uhr bei Anne damit wir los können*-*Ja ok!* Nina setzte sich mir gegenüber hin und ich gab ihr die Auskunft von Mats. „Oh ja stimmt ja!" Sie stand wieder auf und ging rein und kam wieder mit einem Telefon am Ohr und grinste mich an. „Ja hallo Mama seit ihr schon wach? ... Ja hab auf die Uhr geschaut! ... Ist ja schon gut ... Ob ich zum Mittagessen komme? Ähm" sie sah mich fragend an doch ich grinste nur und sie streckte mir die Zunge raus. „Was gibt's denn?" sie fing an zu lachen „Darf ich jemanden mitbringen? ... Nein nicht Anne jemand anderen ist aber genau so lieb" sie lächelte mich liebevoll an und ihre Augen strahlten. Am liebsten wäre ich über den Tisch um sie zu küssen „Wir müssen aber um zwei Uhr bei Anne sein ... Ok bis gleich" sie legte auf und sagte zu mir „wir müssen um zwölf bei meiner Mutter sein zum Mittagessen, also sollten wir jetzt nur ein kleines Frühstück zu uns nehmen. Oh der Honig fehlt" sie war irgendwie total überdreht, als sie aufstand und an mir vorbei ging schnappte ich sie und zog sie auf meinen Schoss. „Hey was gibt das denn jetzt" lachte sie auf „ich brauch kein Honig du bist süß genug" und verschloss ihren Mund mit einem Kuss. Es war so schön sie nur noch lachen zu sehen, von der Traurigkeit die mal zu sehen war, war nichts mehr da. Ich hoffte diese würde auch nie wieder zurückkommen. „Ich werde wohl das Honigbrötchen ausfallen lassen und noch schnell duschen gehen bevor wir zu meiner Mutter fahren. Du solltest mich aber dafür los lassen" grinste mich Nina an. Mir fiel es zwar schwer aber ich ließ sie gehen. Ich blieb sitzen und nahm mir meine Tasse, nippte daran und kam leicht ins Grübeln. Mir machte der Besuch bei ihrer Mutter etwas Sorgen. Wie würde Nina mich ihr wohl vorstellen? So wie ich am Anfang als *alter Bekannter*? Wäre sicher Witzig, da ihre Mutter ja sicher von ihren Schwärmereien für mich wusste. Was sicher war, ich freute mich auf Marie. Marie? Wie sie wohl das alles aufnehmen wird wenn es solch eine Veränderung gab in ihrem Leben? Ninas Angst galt ganz allein darin Marie zu verlieren und ich konnte es zwar nicht nachvollziehen, wie auch? Aber verstehen konnte ich es. Mir wurde in dem Moment bewusst was da wohl für eine Verantwortung auf mich zu kam und was Nina meinte mit Zukunft. Will ich Nina dann musste ich auch Marie wollen daran bestand kein Zweifel. Aber wer würde Marie schon nicht haben wollen? Bei dem Gedanken musste ich schmunzeln. Sie war ein taffes kleines Mädchen mit dem Mundwerk einer ganz Großen. Sie hatte zwar nicht Ninas Augenfarbe aber sie waren genauso wachsam und tiefgründig. Doch waren 24 Stunden Bad Ragaz nicht 24 Stunden jeden Tag, für immer. Durch meine Schwester und meinen Neffen wusste ich das genau aber etwas zu kennen als Außenstehender ist immer noch was anderes als es selber zu haben. Eins war sicher, Nina möchte ich an meiner Seite haben und das mit Marie zusammen. Ich dachte an den Spruch den ich so oft schon in meiner Karriere gehört habe *man wächst mit seinen Aufgaben*. Doch wie wird Nina, beziehungsweise wir, es Marie sagen und wie wird sie es aufnehmen und verarbeiten?

Wie das Leben so spieltGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt