Bernts Sicht:
Thomas und ich waren in der Schulzeit die dicksten Freunde und sein Sohn war nun mein Klient wenn es um Juristische Fragen ging. Ein Vertrauter der Familie also. Also Marco ankam und mir erklärte das er eine neue Freundin hatte, diese auch noch in Schwierigkeiten steckte war ich nicht wirklich davon überzeugt ob das alles so richtig war was der Junge da so tat. Bis ich dann dieses Mädchen kennen gelernt hatte und feststellen musste das sie eine bezaubernde Frau war. Wäre ich etwas jünger gewesen, hätte ich versucht sie vom Markt zu bekommen. Als ich dann hörte was sie für Probleme hatte konnte ich gar nicht mehr umhin ihr zu helfen. So wie ich die beiden kennen lernte war es schon meine verdammte Pflicht dafür zu sorgen dass sie glücklich werden könnten. Dazu kam noch dieses zuckersüße Mädchen von Nina. Sie gingen alle drei mit einander um als wäre alles schon immer so gewesen. Dann lernte ich Linda kennen und sah, dass es wohl für mich eine zweite Chance im Leben geben könnte. Nach dem meine Frau früh verstarb, hatte ich keinen Sinn mehr für andere Frauen. Doch bei Linda war das was ganz anderes. Sie war wie ihre Tochter? Nein das war Blödsinn, ihre Tochter war wie sie. Aber egal wie man es drehen oder wenden wollte. Linda war einfach wunderbar. Jede Minute die ich mit ihr verbringen konnte nutzte ich aus. Sie erzählte mir irgendwann alles von sich und ich war bewegt davon. Sie konnte einem tief ins Herzen schauen was sie auch bei mir geschafft hatte und so erzählte ich ihr meine traurige Geschichte und wir kamen uns auf diesem Weg sehr nah. Nicht wie Teenager oder Marco und seine Nina. Es war natürlich eine ganz andere Ebene. Wir hatten ja auch eine ganz andere Lebenserfahrung mit Mitte Fünfzig. Doch so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Die Frau die ich gerade kennen lernte, lag hier in meinen Armen und verzog das Gesicht vor Schmerz. Es war wohl eine Kugel die ihre Schulter durchschlagen hatte. Marco war am telefonieren und Nina stand neben der Tür ihrer ehemaligen Wohnung und rief ihren Ex-Mann der wohl in der Wohnung war und durch die Tür geschossen hatte. Ich strich Linda immer wieder über den Kopf und die Wange, sprach ihr Mut zu und sagte ihr das gleich Hilfe kommen würde. Von weitem konnte ich Sirenen hören, für mehr war ich nicht aufnahmefähig. Ich sah zur Haustüre raus und sah das Licht der Rettungswagen und Marco der am Winken war. Dann ging alles recht schnell. Erst kamen Polizisten mit gezückter Waffe die sich vor Nina stellten und dann Sanitäter die mir Linda wegnehmen wollten. War natürlich Blödsinn, sie wurde nur aus der Gefahrenzone genommen und dann notversorgt. „Es ist wohl ein glatter Durchschuss. Es reicht erst mal ein Druckverband und dann ab ins nächste KH"-„das nächste ist das Kapuziner"-„mir egal welches sie muss auf einen Tisch zum zumachen lassen"-„ich melde uns an"-„ja davon ging ich jetzt auch aus" Dialoge die wohl nur Rettungssanitäter führen konnten. Der Arzt war fertig mit dem Verband und sie bockten sie auf um sie Richtung Krankenwagen zu fahren „ich will mit fahren!" Sagte ich ohne auch nur ein Wiederwort erlauben zu lassen. „Wer sind sie denn?"-„Ihr Lebensgefährte" auch ich konnte scharmlos lügen nicht nur mach angeklagter. „Dann steigen sie mal ein wir wollen los" ich stieg ein und setzte mich neben sie, griff nach ihrer Hand und streichelte sie sanft.
Marcos Sicht:
„Für Handwerker ist es hier aber verdammt ruhig" ich hatte den Satz gerade ausgesprochen als es krachte. Holz splitterte durch die Luft. In Panik griff ich Nina um die Hüfte und zog sie einfach nur weg von der Türe und sah im gleichen Augenblick wie Bernt sich nach vorne stürzte und Linda auffing. Es war wirklich ein Schuss! Es musste ein Schuss gewesen sein. Was sonst hätte sie von den Beinen hauen sollen? Ich schaute Nina von Kopf bis Fuß an und sah das ihr nichts passiert war, nur das sie absolut keine Farbe mehr im Gesicht hatte und sich auf Linda stürzen wollte, war wohl alles ok. Ich hielt sie aber fest weil ich Angst hatte es würde noch ein Schuss fallen. "Schatz bleib hier bei mir"-"ich will schauen wie es meiner Mama geht!"-"aber wenn er nochmal schießt? Bitte nicht!" Sie hörte auf zu zappeln und sah mich an. „Du hast Recht. Ruf die Polizei und Notarzt, ich kümmere mich um Michael"-"Hast du nen knall? Du bleibst hier wo nicht geschossen wird!"-"ruf an!" sie drehte ab und stellte sich neben die Haustüre, geschützt durch die Wand. Ich zog mein Handy und benutzte das erste Mal in meinem Leben die Notrufkurzwahltaste. Es wunderte mich, dass ohne lange überlegen mir alle Fakten einfielen. Man sagte mir dass die Kollegen raus geschickt wurden und hielt mich aber weiter in der Leitung da man wollte, dass ich sie auf dem neusten Stand hielt. Nina versuchte mit Michael zu reden und Bernt kniete immer noch über Linda, die er aber von der Tür schon ein wenig weggezogen hatte. Es ging nicht lang und ich sah die blauen Lichter. Die Polizisten stürmten mit gezogenen Waffen an mir vorbei und ich hinterher. Sie zogen Nina weg, so dass sie in meine Arme geschoben wurde und übernahmen die Sache. „Frau Berger?" Schneider war da „ist mit ihnen alles Ok?" Wir mussten dem Rettungsdienst Platz machen die Linda erst verarzten und dann auch schon abtransportierten. „Mit mir ist alles ok! Aber mit meiner Mutter nicht. Das hätte ich sein können!" brüllte sie ihn an. Ich versuchte sie zu beruhigen und zog sie leicht mit mir mit „magst du nicht mit deiner Mutter mit ins Krankenhaus?"-„Ist nicht nötig schau Bernt fährt mit. Ich will sicher gehen das die hier nicht schon wieder scheiße bauen" ich sah ihr tief in die Augen „ich wäre dafür wenn wir das denen überlassen Nina! Ich will nicht das dir was passiert!"-„Frau Berger" versuchte sich Schneider in das Gespräch einzumischen, der immer noch neben uns stand mit gezogener Waffe „die wissen schon genau was sie da tun. Vertrauen sie uns doch auch mal"-„Ihnen vertrauen? Da verlasse ich mich lieber auf den Osterhasen" gab sie giftig zurück. Die Polizei stand immer noch an der Türe und versuchten ein Gespräch mit Michael aufzubauen doch irgendwie kam keine Antwort mehr von ihm. Große smaragdgrüne Augen sahen mich erst ängstlich, dann sehr entschlossen an und ich konnte gar nicht so schnell reagieren.
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Wie das Leben so spielt
FanfictionNina ist Mutter einer süßen, frechen 3-jährigen Tochter Namens Marie und Verheiratet. Das hält sie nicht davon ab für, den wesendlich jüngeren, Marco Reus zu schwärmen. Sie nimmt auch die dummen Sprüche von ihrem Mann dafür in kauf, der glühender Gl...
