104- Somewhere over the Rainbow

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Marcos Sicht:

Ich konnte hören wie jemand die Melodie von *somewhere over the rainbow* summte und brauchte einen Moment bis ich erkannte das es Nina war, die da summte. Sie bewegte also nicht nur ihre Hände und Arme, sie summte auch dazu. Ich beugte mich über meine zwei Mädels und küsste erst Marie auf den Kopf und dann Nina auf die Stirn. Ich schob meine Hände um Marie und Nina und zog sie beide leicht an mich ran. Ich konnte nicht glauben was ich hier erlebte. 6 Wochen waren vergangen das ich das letzte Mal ihre Stimme hörte und ihr in die Augen schauen konnte. Ich hoffte so sehr, dass das nicht nur irgendein Reflex war sondern sie wirklich aus diesem Schlaf aufwachte. Es wäre dann Zeit gewesen das Märchen von Dornröschen umzuschreiben. Da es nicht der Kuss war der die Erlösung brachte sondern die Tränen eines kleinen Mädchens. Aber mir sollte es egal sein ob Märchen, Kuss, Tränen. Ich wollte meine Nina wieder haben. Ich stimmte ein in das Summen, ganz automatisch. Ich vernahm plötzlich ein Flüstern. So musste sich wohl jemand anhören der Tagelang in der Wüste war und versuchte zu reden. „Ich liebe euch!" Ihre Hand schob sich auf meine Schulter zu meinem Nacken und ich fühlte wie sie langsam ihren Daumen hin und her bewegte. Ich bekam sofort Gänsehaut. Nicht wegen der Berührung an dieser Stelle sondern das sie überhaupt sich bewegte. Ich merkte wie mir die Tränen über die Wangen liefen und ich flüsterte zurück „Ich liebe dich auch!"-„Ich kann ... Augen ... nicht ... aufmachen ... Licht ... weh" Sie brauchte eine Ewigkeit für diese paar Worte und ich ließ sie direkt los und gab ihre Worte in Sinnvollem Satz wieder „ihr tut das Licht weh in den Augen. Sie versucht sie zu öffnen" Anne war die erste die sich bewegte und zum Fenster rüber eilte und die Vorhänge zuzog. Ich beugte mich wieder zu ihr runter „Anne hat alles dunkel gemacht. Versuch es noch einmal mein Schatz" es ging immer noch Ewig doch ich konnte sehen wie sie es versuchte. Minuten später sah ich ihre smaragdgrünen Augen wieder und ich liebte sie nur noch mehr. „Oh Gott Nina" ich gab ihr einen Kuss und fühlte trockene Lippen. Sie zog Marie enger an sich ran die mittlerweile aufgehört hatte zu weinen. „Mama ich hab gewusst dass du wieder wach wirst. Marco hätte dich nur viel früher küssen müssen" sie schaute mich leicht anklagend an und ich musste lächeln. Wenn nur alles so einfach wäre wie die Welt eines Kindes es ausmalte. Wenn ich es auch schon vorher wusste dass ich die zwei nie wieder hergeben würde so war ich mir jetzt sicher dass es für ein ganzes Leben reichen würde. Nach dem Nina endlich die Augen wieder aufgemacht hatte ging es recht schnell das sie sich erholte. Die Wunde an ihrem Bauch war sowieso schon längst so gut wie verheilt. Es ging nun um Aufbau der Muskeln und Kreislauf. Ich spielte das Spiel meines Lebens und es wurde nur noch besser. Mats und ich fuhren weiterhin ständig hin und her doch jetzt war es mit purer Freude. Nina brauchte noch weiter 2 Wochen bis ihre Rückenmuskeln problemlos über längere Zeit arbeiteten. Sie konnte längere Zeit sitzen und laufen. Doch die größte Überraschung gab es am 5. Spieltag. Wir kamen gerade vom Feld mit einem 6:2 gegen den HSV und wir waren alle in Feierlaune als sie einfach so da stand. Sie strahlte mich an und ich rannte zu ihr hin, hob sie hoch und drehte sie im Kreis „herzlichen Glückwunsch zu dem perfekten Sieg mein Schatz!" Stürmisch küssten wir uns und ich war noch ein Stück glücklicher. „Was machst du denn hier?" Fragte ich sie als wir von einander uns lösen konnten. „Was macht man denn hier so?" strahlte sie mich an. Sie rümpfte ihre Nase und meinte dann „du auf jeden Fall stinken"-„das ist nicht stinken, das ist echter Männerschweiß von harter Arbeit"-„nach harter Arbeit sah mir das aber nicht so aus. Mehr nach niedermetzeln und zerlegen des Gegners" lachte sie. „Wie echte Männer eben, sag ich doch" lachte ich mit ihr mit „wo ist Marie?"-„Sie ist mit Anne oben im Vip"-„dann wartet dort auf mich ich beeile mich" sie nickte und ich gab ihr noch einen Kuss und verschwand. In der Umkleide erzählte ich Mats das unsere Mädels da waren und auf uns im Vip warten würden. Er gab mir jedoch nur grinsend die Antwort dass er es schon wüsste und hob sein Handy hoch. Ich verdrehte die Augen und wir machten dass wir fertig wurden. Wir schafften es auch ganz um die Presseleute zu kommen und verschwanden unbemerkt. Auch Linda und Bernt waren da und wir beschlossen auf den Sieg essen zu gehen und Marie durfte aussuchen wohin es ging. Sie suchte sich mal nicht italienisch aus sondern wollte Reis essen. Bernt kannte einen sehr guten Chinesen und wenig später saßen wir am Tisch und hatten alle eine Karte in der Hand nur Nina nicht. Ich fing an zu schmunzeln und beugte mich zu ihr rüber. „Ich weiß dass du voll und ganz auf die Soße aus der Dose vertraust. Aber wäre es nicht mal an der Zeit was Neues zu versuchen?" Sie sah mich grinsend an „da du ja schon mein neues Leben bist, dann kannst du mir doch sicher auch was neues zeigen? Ich vertraue dir, darum vertraue ich dir jetzt auch mal im Bereich Essen also entscheide du was mir schmecken könnte"-„ob das so die richtige Aufgabe für mich ist?" lachte ich los aber ich gab mein bestes und bestellte einfach zweimal dasselbe. Es nannte sich Lotus-Platte und hatte drei Sorten Fleisch und drei Sorten Soße und somit fast von allem ein bisschen. Als wir fertig waren mit Essen gab sie mir einen Kuss „hast du super ausgesucht. Es hat perfekt geschmeckt"-„freut mich zu hören das ich dich von was anderem überzeugen konnte" ich schmunzelte sie an und hätte sie immer wieder küssen können. „Du siehst müde aus" sagte ich als mir auffiel wie ihre Augen an Glanz verloren. „Ich bin auch müde. Es war schon etwas ansträngend heute. Ich bin wohl doch noch nicht wirklich so fit wie ich glaubte zu sein"-„dann lass uns doch gehen" sie nickte und wir verabschiedeten und von den anderen. Die Aufzugstüre ging auf und ich machte eine einladende Geste „Home Sweet Home mein Schatz" sie nahm mein Gesicht in ihre Hände und küsste mich „darauf habe ich mich schon seit Wochen gefreut"-„Mama du musst gleich mein Zimmer anschauen. Es hat nämlich Farbe! Komm schnell" Nina sah mich verwundert an „wann habt ihr das denn noch gemacht?"-„Als ich am Verzweifeln war und nicht bei dir sein konnte wegen Training und Spielen. Anne und Marie kamen ein Wochenende lang mit her und wir machten ihr Zimmer endlich neu. Es war in der Zeit als wir ihr noch nicht sagten was mit dir ist. Es sollte sie ablenken" sie lächelte mich mild an und gab mir noch einen Kuss. Wir gingen Hand in Hand in Maries neu gestaltetes Zimmer und Nina war hin und weg. Wir hatten an die eine Wand einen Regenbogen gemalt und dazu gab es Vögel, Bäume, Wolken, Blumen und noch vieles mehr. Nina strich über den Regenbogen und fing an schmunzelnd zu singen „Somewhere over the rainbow, way up high. There's a Land that i heard of once in a lullaby. Somewhere over the rainbow, skies are blue and the dreams that you dare to dream really do come true". Ich ging zu ihr rüber und zog sie in meinen Arm und flüsterte ihr ins Ohr "Du bist mein Traum der wahr geworden ist" sie schmiegte sich an mich und grinste "ich glaube aber das du dir das sicher etwas leichter vorgestellt hast oder?"-„Gut so spektakulär hätte ich es wirklich nicht vermutet. Es wäre dann jetzt auch ganz schön wenn es eine Zeit lang ruhig bleiben würde" ich glaubte nicht selbst an meine Worte denn immerhin lag schon eine Anzeige auf dem Tisch von einem übereifrigen Staatsanwalt der sich wohl einen Namen machen wollte. Wir ließen uns aber die Stimmung nicht vermiesen und als Marie im Bett war und wir uns auch zum Schlafen legten, kuschelte sich Nina nah an mich ran. „Es ist schön dich wieder hier zu haben" sagte ich ehrlich zu ihr und sie schob sich hoch und küsste mich. „Es ist auch für mich wunderschön" sie fing an immer weiter kleine Küsse mir zu geben und zog einen Linie zu meinem Ohr und über meinen Hals. Sie schob sich ganz auf mich drauf und beugte sich tief über mich um weiter an meinem Ohrläppchen zu knabbern „ähm Nina?"-„ja?" es war nur ein hauchen aber direkt in mein Ohr und ich bekam noch mehr Gänsehaut. Ich schloss meine Augen und schluckte „meinst du das ist wirklich so eine gute Idee?" Sie hob ihren Oberkörper und schaute mich grinsend fragend an „warum nicht?" Ich sah an ihr runter über ihre perfekten Brüste zu ihrem Bauchnabel und der Narbe die daneben war. *Sollte ich ihr sagen das ich Angst hatte es könnte ihr weh tun?* ging es mir durch den Kopf und sie nahm meine Hand und legte sich diese auf die Narbe „deswegen? Da musst du dir keine Sorgen machen. Ich hab keine Schmerzen mehr. Der Schmerz sitz tiefer wenn du verstehst was ich meine" sie fing an zu kichern und ich musste grinsen. Ich packte sie an der Hüfte und setzte sie von mir runter und musste sie dafür einfach durch kitzeln. Ich genoss es wie ihr Lachen das Schlafzimmer erfüllte. Als sie anfing zu betteln das ich aufhören sollte tat ich es auch direkt weil ich schon wieder dachte ich würde ihr wehtun. Ich sah ihr ängstlich in die Augen und sah aber nur einen sehnsüchtigen Blick. Sie legte ihre Hände in meinen Nacken und zog mich nah an ihren Mund und küsste mich erst sanft dann immer leidenschaftlicher.


Wie das Leben so spieltGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt