Es war überstanden, zumindest bis dahin, aber um den Rest konnte sich die Polizei kümmern. Daniel wurde gerade durch den Flur geschleppt als er wieder anfing mit seinen Beschimpfungen „Nina du Schlampe! Michael hatte recht du bist eine Schlampe. Er wird dich umbringen wenn du ihm in die Finger kommst" Marco zog mich an sich und ich vergrub mein Gesicht an seiner Brust. Ich merkte wie mir die ersten Tränen über die Wangen rollten und ich am liebsten laut angefangen hätte zu weinen. Ich schluchzte und Marco hob mein Gesicht am Kinn an um mir in die Augen zu schauen „hey es ist vorbei!" er lächelte mich an und gab mir noch einen Kuss. Ich drückte mich wieder an ihn und flüsterte „ich glaub ich brauch jetzt was zu trinken, am besten hoch prozentig!" Marco fing an zu lachen und schob mich leicht von sich „hast du denn so was hier?" Ich nickte und zeigte ins Wohnzimmer Richtung Schrank. „Dort im letzten Schrank"-„dann setz dich mal hier hin und ich hol dir was" er schob mich auf einen der Stühle und ich ließ mich einfach drauf fallen. *Scheiße verdammt es war vorbei* Jubelte ich innerlich. Bernt kam zu mir gefolgt von Marco der Wodka und Korn gefunden hatte und hob beides schulterzuckend hoch. „Das oder das?" ich grinste und zeigte auf den Wodka „im Kühlschrank ist noch Cola"-„trink aber erst mal nur einen Schluck Nina. Es kommen gleich ein paar Beamte und wollen ein bisschen was wissen. Sag am besten so wenig wie möglich und lass mir das meiste Reden" ich nickte ihm zu. „Sie müssen aber schnell handeln wenn sie ihn bekommen wollen. Nicht das die jetzt alles versauen" ich bekam ein leichtes ungutes Gefühl im Bauch. Was wäre wenn sie das jetzt vergeigen und er kommt mich suchen? „Bernt wenn die Scheiße bauen und er ..."-„Mach dir über so was bitte keine Gedanken"-„Ach nein? Besser erst wenn ich die Waffe am Kopf hab oder was" ich merkt wie ich leicht hysterisch wurde. „Was ist dann mit Marie?" Mir standen die Tränen schon wieder bis zum Anschlag und ich hätte am liebsten die Sache selbst in die Hand genommen. Marco kam mit Gläsern und der Cola zu uns raus „Marco gib mir mal dein Handy und lass mich bitte nochmal alles anhören. Damit ich mir schon mal einen Grundsockel bauen kann wenn die gleich wieder kommen um Ninas Aussage aufzunehmen" Marco tat um was er gebeten wurde und Bernt zog sich zurück in die Küche um es sich in Ruhe anzuhören. Kurz darauf klingelte es und Marco ging die Tür aufmachen. Er kam zurück mit zwei Beamten im Schlepptau, einer Frau und einem Mann. Es hatte wirklich was von Krimi. Extra eine Frau, weil Frauen sich doch unter einander besser und einfühlsamer unterhalten könnten. *Wie bekloppt die doch sind* ging es mir durch den Kopf *als würde das was ändern?* Wenn eine Frau Kariere machen wollte in einer Männerdomäne, unterwirft sie sich automatisch da konnte sie noch so einfühlsam sein, ihr Bericht würde Männerfreundlich ausfallen. So war zumindest meine Sicht der Dinge und meine Erfahrung wenn ich an Annes fast Vergewaltigung dachte. „Wir hätten da ein paar Fragen Frau Berger?" *Welch netter Standartsatz, das fängt ja schon mal gut an* „es wäre besser wenn sie meinen zukünftigen Ex-Mann suchen würden damit ich und meine Tochter in Ruhe schlafen können" giftete ich schon fast. „Das werden wir tun, ganz bestimmt so gar. Dem werden unsere Kollegen nachgehen wir müssten nur ein paar Sachen wissen"-„was denn zum Beispiel?"-„Naja zum Beispiel wie denn ihre Ehe so lief und ob sie davon wussten?" Ich hätte am liebsten der ach so einfühlsamen Polizistin ins Gesicht gespuckt. Ihr Glück war nur das Bernt genau in dem Augenblick zu uns raus kam. „Bevor sie mit meiner Klientin weiter sprechen möchte ich gerne ihnen wichtige Informationen geben über den Aufenthalt von Michael Berger. Sie sollten so schnell wie möglich dort Leute hin schicken um ihn festzunehmen. Bevor das nicht passiert ist, wird Frau Berger mit ihnen kein Wort sprechen" ich hätte ihn am liebsten dafür geknutscht. „Aber wir würden schon gern ein paar Sachen wissen."-„Können sie gerne. Aber auf Grund der Informationen die wir für sie haben ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht nötig mit ihr zu sprechen. Sie wird ihnen sicher Rede und Antwort stehen wenn Herr Berger gefasst ist. Es steht außer Frage das sie mithelfen mag den Sachverhalt aufzuklären. Wie gesagt, sie wird all ihre Fragen beantworten aber erst dann. Es ist auch zum Wohle der gemeinsamen Tochter das er zuerst gefasst wird bevor was Schlimmeres passiert" Bernt gab dem Polizisten einen Zettel „hier ist die Adresse und auch die Uhrzeit zu der die Übergabe hätte stattfinden müssen. Sie sollten sich also beeilen, so viel Zeit ist nicht mehr. Meine Nummer finden sie unten um mich über den Stand der Dinge aufzuklären. Ich würde sie jetzt bitten zu gehen und Frau Berger ihre Ruhe gönnen wegen ihres Schockes. Danke für ihr Verständnis!" Er hatte nicht nur Pat und Paterchen in Grund und Boden geredet sondern auch mich. Ich wäre wohl wie ein kleines Schulmädchen davon geschlichen und auch die beiden ließen die Köpfe hängen und gingen. Marco ging mit ihnen zur Türe und ließ sie raus. „Scheiße Bernt das war ne hammerharte Ansprache!" ich musste grinsen „so cool wäre ich sicher nicht geblieben ich war nämlich schon dran der an den Hals zu springen" Bernt musste auch anfangen zu lachen „jaja, es war wirklich gut das wir zusammen gefahren sind"-„und wie geht es jetzt weiter?" Marco kam wieder, setzte sich neben mich und nahm meine Hand. Es tat gut seine Wärme zu fühlen auch wenn es nur auf diesem einen keinen Stückchen Haut war. „Abwarten heißt der nächste Schritt. Wenn sie ihn bekommen, werden sie wieder kommen um ihre Protokolle voll zu bekommen. Wenn nicht, werden sie dennoch wieder kommen um zu erfahren ob du nicht doch mehr weißt als du sagst"-„aber ich weiß nicht mehr. Es war doch nur eine Vermutung. Es konnte doch keiner ahnen das ich damit recht habe!"-„Nina das ist einfach nur Routine also nicht aufregen" er lächelte mich milde an und meine Wut fing an zu verrauchen. „Wir können auf jeden Fall anfangen zu packen. So fern du Kartons hast"-„die hab ich noch nicht. Dafür muss ich aber nur meine Mutter anrufen. Was anders, wenn sie ihn jetzt bekommen und dafür in den Bau muss, dann bekomme ich doch das alleinige Sorgerecht oder?"-„Unter diesen Umständen ganz sicher sogar"-„was ist mit Erbanspruch?"-„Er hat keinen mehr wenn es dein Geld ist oder Maries. Da kommen ganz viele Sachen jetzt zusammen. Schweres Delikt mit Nebeneffekt, Scheidung und Sorgerecht. Er hat im Endeffekt die Scheidung heraufbeschworen und das Kind in Gefahr gebracht. Man wird ihm viel vom Boden unter seinen Füßen wegnehmen" Diese Ansprache hatte ich jetzt gebraucht. Zufrieden lehnte ich mich zurück und entspannte mich komplett. Er würde nichts von der Wohnung bekommen. Nichts von den Aktien und noch wichtiger, er würde Marie nicht bekommen. Wieder merkte ich Tränen aufsteigen, Tränen der Erleichterung das wirklich alles nach Plan lief. Ich sah Marco an „bist du dir immer noch sicher dass du uns bei dir haben willst?"-„Bist du dir sicher dass ich dich nicht doch noch übers Knie legen sollte und dir den Hintern verhauen soll?" grinste er mich an. „Mhmm, darauf steh ich" zwinkerte ich ihm zu und wir mussten beide anfangen zu lachen. „Ach bevor ich es vergesse. Trennungsjahr fällt flach, ihr könnt also dann direkt heiraten" grinste uns Bernt frech an. „Soweit kommt's noch, erst mal werde ich mich erholen von der Ehe bevor ich die nächste eingehe" lachte ich los und sah zu Marco. „Oder wolltest du mir direkt einen Antrag machen?" Er grinste nur und meinte dann „ich hatte es nicht so schnell vor"-„dann sind wir uns ja einig" mir fiel auf das ich zwar Alkohol bestellt hatte aber immer noch nichts getrunken hatte davon. Ich nahm mein Glas, hob es hoch „stoßt mit mir an" sie nahmen ihre Gläser in die Hand und taten um was ich sie gebeten hatte. „Auf ein neues Leben!" sagte ich und zog mein Glas fast in einem Zug runter. Der Wodka und die Kohlensäure stiegen mir direkt in die Nase und es schüttelte mich. „Du solltest das mit dem Alkohol wirklich sein lassen" grinste mich Marco an und ich musste anfangen zu lachen „hast du nicht unrecht" ich beugte mich zu ihm um ihn zu küssen. Wir beschlossen, uns was zum essen kommen zu lassen und den Abend erst mal in Ruhe zu genießen.
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Wie das Leben so spielt
FanfictionNina ist Mutter einer süßen, frechen 3-jährigen Tochter Namens Marie und Verheiratet. Das hält sie nicht davon ab für, den wesendlich jüngeren, Marco Reus zu schwärmen. Sie nimmt auch die dummen Sprüche von ihrem Mann dafür in kauf, der glühender Gl...
