Ich weiß nicht, ob ich jemals damit aufhören kann, Harold.

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„Wir werden dir sicherlich keine Details geben, Niall".
Ich schüttelte meinen Kopf, setzte mich an meinen Esstisch und zog Louis auf meinen Schoß. Endlich schaute er auch unsere Freunde an und konnte sich das Lächeln einfach nicht aus dem Gesicht wischen.
„Dann nicht, aber Louis? Na? Wie wars?". Wieder wackelte Niall mit seinen Augenbrauen, doch Louis verdrehte die Augen, griff nach der Tasse Kaffee die Liam ihm hinhielt und führte die an seine Lippen.
„Klappe du kranker Ire".
Niall schmollte, als ich ihn ansah.
„Was willst du eigentlich hier?"
Der Blonde lächelte, weg war sein Schmollmund.
„Mir war langweilig, Hailee ist nicht da und da ich nichts zu tun hatte, anscheinend auch keine anderen Freunde habe , dachte ich, ich schaute mal bei meinen Lieblingsmenschen vorbei und gehe denen auf den Keks".
„Es wird Zeit das wir wieder Termine haben", murmelte Liam und verdrehte seine Augen.
Ich verstand das Problem nicht.
Wir hatten doch nur noch zwei Wochen, ehe wir wieder auf Tour gingen, Interviews gaben und anschließend ins Tonstudio mussten. Die Beide sollten sich mal nicht beschweren. Sie sollten lieber ihre freie Zeit genießen.

Liam und Niall waren in ein Gespräch vertieft, während Louis und ich noch immer am Tisch saßen und den beiden zuhörten.
Wobei Louis seine Hand unter mein Shirt schob und meine Seite streichelte.
Lächelnd schaute ich meinen Freund an, doch mir stockte der Atem. Sein Grinsen...sein freches, verführerisches Grinsen brachte mich aus dem Konzept.
Langsam legte er sein Kinn auf meine Schulter, hauchte mir gegen mein Ohr und flüsterte leise, aber verdammt verführerisch „Lass uns diese Pappnasen hier vergessen und zurück ins Bett gehen".
Eine Gänsehaut breitete sich auf meinem Körper aus und als Louis dann auch noch anfing meinen Hals zu küssen, musste ich mir wirklich ein Stöhnen verkneifen.

„Nicht schon wieder".
Louis und ich schauten zu Liam, der aufgestanden war und sich seine Jacke griff, die über dem Stuhl hing.
„Nochmal halte ich das nicht aus. Ich fahre ins Möbelhaus, Niall kommst du mit?".
Doch Niall dachte gar nicht daran.
Er hatte sein Kinn auf seinen Händen abgestützt, schaute Louis und mich mit einem Lächeln an und schüttelte den Kopf.
„Hau nur ab, Liam. Ich bleibe hier".
Kopfschüttelnd verschwand Liam aus der Küche und fragend schaute ich zu meinem besten Freund.
„Lasst euch nicht stören".
Ich schob Louis von meinem Schoß, stand auf und schaute zu dem Iren.
„Was stimmt denn nicht mit dir?".
Niall kicherte, blieb aber sitzen.
„Ich, erster Vorsitzender des Larry-Fanclubs, habe wohl ein Recht darauf nach all den Jahren endlich mal Larrysex zu hören."
Louis neben mir lachte auf und schüttelte seinen Kopf.
„Du bist krank, weißt du das?".
Doch Niall schüttelte den Kopf.
„Eher neugierig. Also, geht ruhig hoch, vögelt euch das Hirn aus dem Kopf und ich bleibe hier und versuche anhand der Geräusche heraus zu hören wer von euch das Sagen hat".

Man sollte ihn einweisen.

Ich zog Niall auf die Beine und schob ihn zu meiner Haustür.
„Du wirst hier niemanden beim Sex zu hören, mein Lieber. Was stimmt denn nur nicht dir?"
„Tu nicht so als wenn ich die Einzige Person auf diesem Planeten wäre, die sowas über euch wissen will".
„Du bist seltsam".
Grinsend drückte ich meinen besten Freund aus der Tür, knallte sie ihm vor der Nase zu und schloss vorsichtshalber ab. Auch ließ ich den Schlüssel stecken, damit er nicht wieder aufschließen konnte.
Ich traute Niall alles zu.
Vielleicht sollte ich mein Schlafzimmer nach Kameras absuchen.
Sicher war sicher.

„Du weißt das er das nur aus Spaß sagt, oder?".
Louis erschien im Flur und grinste mich an.
„Er wäre nicht wirklich hier geblieben. So krank ist er dann doch nicht."
Grinsend zuckte ich mit den Schultern und zog meinen Freund in meine Arme.
„Bei Niall kann man nie wissen."

****

Wir schafften es nichts mehr ins Schlafzimmer.
Küssend fielen wir auf mein Sofa, rissen uns die Klamotten vom Leib und küssten uns als wenn es kein Morgen mehr geben würde.
Was war passiert?
Hatte diese eine Nacht uns zu sexsüchtigen Monstern gemacht?
Ja.
Vermutlich schon.

Dieses Mal hatte eindeutig Louis die Oberhand. Er war der dominantere in diesem Moment und seine Bewegungen, sein Handeln, war sicherer als in der Nacht zuvor.
Mit glühenden Augen saß er auf mir, betrachtete meinen Körper und fuhr mit Zeigefinger über meine Brust.
„Du bist wunderschön, weißt du das eigentlich?".
„Hab ich schonmal irgendwo gehörte", lachte ich, stöhnte im gleichen Moment allerdings auf, da Louis seine Mitte gegen mich presste.
Das wir mittlerweile komplett nackt waren, machte das ganze nicht gerade besser.

Louis vereinte unsere Lippen zu einem hitzigen Kuss, während seine Hände sich unter meinem Hintern vergruben und er fest zupackte und massierte.
Genüsslich schloss ich meine Augen, genoss die Berührungen und katapultierte mich in den siebten Himmel.
Ich war viel zu erregt.
Wenn er so weiter machen würde, würde ich kommen, obwohl er gerade nur meinen Hintern massierte.
„Hast du - ", ich ließ Louis nicht ausreden, schob ihn von mir und eilte, nackt wie Gott mich schuf, zu einer Kommode in meinem Wohnzimmer. Grinsend holte ich das Gleitgel heraus, eilte zurück zum Sofa und drückte es meinem Freund in die Hand.
Fragend hob er eine Augenbraue, während er sich wieder auf meinen Schoß setzte.
„Hast du das Zeug hier überall liegen?".
Schmunzelnd zuckte ich mit den Schultern.
„Man muss allzeit bereit sein".
Und das war ich jetzt.
Oh und wie ich das war.
Letzte Nacht hatte eine Seite in mir geweckt.
Eine Seite, die am liebsten Rund um die Uhr nackt mit Louis im Bett lag.
Ich war wirklich ausgehungert.
Grinsend drückte Louis meinen Oberkörper herunter, beugte sich wieder über mich und küsste kurz meine Lippen.
„Ich sehe schon, das werden interessante Wochen".

Louis wollte seine Finger einschmieren, doch ich griff nach seiner Hand und schüttelte den Kopf. Irritiert schaute er mich an, doch ich lächelte nur, so verführerisch wie es ging.
„Mach bitte einfach, sonst explodiere ich."
„O...okay".
Louis sah unsicher aus, doch er hörte auf mich, verteilte etwas Gleitgel auf seiner Erektion und schaute dann nochmal prüfend in meine Augen.
„Bist du dir sicher? Ich meine das tut doch sicherlich weh und ich will dir auf keinen Fall weh tun."
„Louis!".
Fast schon knurrend kam sein Name aus meinem Mund und selbstsicher legte ich meine Waden auf seinen Schultern ab.
Er sollte jetzt einfach die Klappe halten und mit mir schlafen.
Mein Körper drehte sonst vollkommen am Rad.
Louis schaute kurz auf meine Beine, die nun angewinkelt auf seinen Schultern ruhten und schüttelte grinsend den Kopf.
„Wie du willst."

Vorsichtig positionierte er sich, sah mir in die Augen und biss sich nervös auf die Unterlippe. Zu gerne hätte ich sie ihm aus den Zähnen befreit, doch meine Hände krallten sich ins Laken, als Louis langsam in mich eindrang.

„Verdammt, Hazza!".
Louis keuchte auf und verdrehte seine Augen. Er ließ seinen Oberkörper auf meinen fallen, wodurch er noch tiefer in mich kam und mich laut stöhnen ließ.
Schmerzen hatte ich zwar, doch die wurden durch die unerträgliche Lust in mir verdrängt. Zitternd atmete Louis aus und begann sich zu bewegen.
Erst vorsichtig, dann immer schneller.
Sein Stöhnen raubte mir meinen Verstand und schneller als ich gucken konnte, war es um mich geschehen. Alleine sein Anblick hatte mich fast von alleine zu Orgasmus gebracht. Doch auch Louis brauchte nicht lange.
Er keuchte, stöhnte und kurz nach mir kam auch er.

Es war kurz, aber dennoch mehr als gut.
„Ich weiß nicht, ob ich jemals damit aufhören kann, Harold".

Ein Herzschlag entferntWo Geschichten leben. Entdecke jetzt