Der Montag war, wie zu erwarten, absoluter Horror.
Mein Wecker klingelte, und ich fiel fast aus dem Bett. Gestern hatte ich zur Ablenkung meiner Gedanken bis um 1 Uhr morgens "The Vampire diaries" geschaut und war jetzt dementsprechend müde.
Ich trank einen Kaffee, verzichtete auf mein frühstück und nahm mir dafür eine Packung Poptarts mit, die im Auto auf dem Weg zur Schule aß.
Einen Parkplatz fand ich wie immer erst eine Minute bevor es gongte und im letzten Eck. Völlig gehetzt hastete ich in das Schulgebäude. Na toll, Jefferson würde mich einen Kopf kürzer machen. Und ich hatte wirklich keine Lust von ihm mit einem Mathebuch beworfen zu werden. Oh ja, die Aktion hatte er erst letzte Woche gebracht. Leider nicht in meinem Kurs, ich wäre nämlich vermutlich gestorben vor lachen. Zac hatte mir davon erzählt. Rumpelstilzchen war anscheinend mal wieder auf 180 gewesen, weil keiner in der Klasse aufgepasst oder irgendwas kapiert hat. Nachdem er ein paar mal rumgebrüllt hatte, rief er sowas wie: "Verdammt, wieso ist jeder in meinem Kurs unfähig, ein paar einfach Formeln in den Kopf zu kriegen?! Nimm das, du von Unwissen geplagtes Gör! LIES DAS VERDAMMTE BUCH!" Und dann hatte er allen Ernstes ein Mathebuch in Jack Hendersons Gesicht gefeuert. Der war daraufhin von seinem Stuhl gekippt und hatte sich eine Platzwunde am Hinterkopf geholt.
Krass, der Lehrer hatte echt Probleme. Val glaubte ja, dass er unseren Direktor mit irgendwas erpresst, sonst wäre Jefferson sicherlich schon lange gefeuert worden.
Ich musste Grinsen als ich die Schule betrat. Was für eine Kranker Scheiß hier manchmal ablief.
An meinem Spind angekommen, stopfte ich meine Jacke hinein und holte mein Mathebuch hervor.
Plötzlich hörte ich eine Spindtür am anderen Ende des Flures knallen.
Ich drehte den Kopf und sah Alec. Er war offensichtlich auch zu spät. Er lächelte mich an.
Wieso LÄCHELTE er mich an?!
Ich drehte mich mit ausdruckslosem Gesicht wieder meinem Spind zu und verschloss ihn.
"Morgen.", sagte er und stellte sich neben mich.
"Hallo.", sagte ich nur und wollte gehen.
"Hey, warte noch kurz. Jefferson macht uns sowieso fertig fürs Zuspätkommen, also können wir noch kurz reden.", sagte Alec und hielt mich am Arm fest.
Wie bitte?! Reden?! Seit wann redete Alec Fuentes?!
Ich war völlig verwirrt.
Neinneinnein! Ich kam ja selbst kaum mit dem Chaos in meinem Kopf klar! Und egal, wie sehr ich Alec auch noch immer wollte, und wie sehr ich unsere "guten Tage" vermisste, ich konnte nicht vergessen, was er getan hatte.
Also sah ich ihn an und murmelte: "Lass uns aus dem, was Freitag Nacht passiert ist, keine große Sache machen, ja? Ich war einfach ein bisschen verzweifelt und einsam und wollte eben jemanden bei mir haben. Das ist alles."
Ich sah, wie das lächeln aus seinem Gesicht sackte. Seine Augen wurden dunkel vor Zorn.
"Ist das jetzt dein ernst?", fragte er mit vor Wut zusammengebissenen Zähnen.
Ich nickte. "Du hast es ja selbst gesagt. Ich bin eine Schlampe."
Mühsam zwang ich mich, ihn böse anzulächeln.
Hoffentlich kauft er es mir ab. Hoffentlich merkt er nicht, wie sehr er es geschafft hat, sich in meinem Herz festzusetzen.
"Hör auf damit.", sagte Alec drohend.
Ich winkte ab. "Lass einfach gut sein, Fuentes."
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Bad boys do it better?
Teen FictionEs war einer dieser Tage, an dem man besser gar nicht aufstand. Ich hätte an diesem Montag einfach im Bett liegen bleiben sollen. Dann wäre dieser ganze Schlamassel alles nie passiert....Eigentlich mag Leah ihr Leben. Sie ist 18, hat einen netten Da...
