Kapitel 33

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Dadurch, dass Salma nach wie vor Fieber hat, halten wir die Abendroutine ziemlich kurz.  Nach dem Zähneputzen schauen wir noch ein Buch an. Dann singen wir gemeinsam ein Gute-Nacht-Lied. Gerade, als ich Salma endgültig ins Bett bringen möchte, klopft es an der Tür.

"Da will dir wohl noch jemand eine Gute Nacht wünschen!", sage ich lächelnd zu ihr. Dann stehe ich auf und öffne die Tür. Christian steht davor und sieht mich ernst an.

"Ich komme gleich noch kurz zu dir!", sagt er im Vorbeigehen. Ich drehe mich zu Salma um, winke ihr noch zu und gehe dann in mein Apartment. Kurz überlege ich, ob ich mich einfach schlafend stellen soll. Aber das würde höchstwahrscheinlich auch nichts bringen. Seufzend gieße ich mir ein Glas Wasser ein und trinke kleine Schlucke davon. Noch wirkt das Schmerzmittel. Kurz darauf klopft es an meine Tür.

"Herein!", rufe ich hörbar angenervt und lehne mich gegen die kleine Küchenzeile. Christian betritt mein Apartment, er schließt die Tür hinter sich und schaut mich an. Soll das hier ein Battle werden, oder was?

"Man kann Streptokokken auch ohne Antibiotikum behandeln!", sage ich entschieden.

"Warum möchtest du kein Antibiotikum nehmen?", fragt er relativ gefasst zurück.

"Ich vertrage das nicht!"

"Was genau passiert, wenn du ein Antibiotikum nimmst?" Ich verschränke die Arme. Ich muss dazu keine Auskunft geben.

"Ina, ich bin Arzt. Soll ich jetzt die einzelnen Nebenwirkungen aufzählen und du zeigst mir einen Daumen nach oben oder nach unten?", fragt er nun doch ziemlich genervt.

"Du könntest mich auch einfach in Ruhe lassen!", gebe ich zurück. "Ich bin müde!" Christian streicht sich kurz mit den Händen durchs Gesicht. Daraufhin wirkt er wieder deutlich gefasster.

"Wir schließen eine Abmachung. Ich messe jetzt nochmals Fieber - dieses Mal sogar im Ohr - ausnahmsweise! Falls du Temperatur haben solltest und deine Beschwerden sich verschlimmern, dann nimmst du das Antibiotikum und zwar ohne Diskussion!" Ich ringe mit mir. Schließlich nicke ich. Das ich wahrscheinlich schon Fieber habe, verschweige ich tunlichst. "Setz dich!" Er zeigt auf den Sessel. Ich folge. Sanft streicht er wieder meine Haare zur Seite und führt dann das Thermometer ein. Es ist unangenehm und drückt irgendwie. Kurz darauf brummt Christian vor sich hin. "Ich weiß doch, warum wir die Dinger nicht nutzen! Sie sind einfach nicht zu gebrauchen!" Dann legt er mir die Hand auf die Stirn und sieht mich dabei prüfend an. "Du bist kühl. Aber ich traue dem Braten nicht. Morgen früh wird wieder rektal gemessen!" Ich verdrehe nur die Augen. Als Antwort darauf wird mein Gesicht in beide Hände genommen und sanft aber bestimmt gedreht, so dass ich dazu gezwungen bin, ihn anzuschauen. "Oh Ina!", flüstert er leise. Ich schlucke trocken. Es reibt in meinem Hals. Mein Puls steigt. "Ich traue dir kein Stück. Treibe es nicht zu weit!" Daraufhin lässt er mich los. Er wäscht und desinfiziert sich die Hände. "Wenn etwas ist, dann melde dich! Jederzeit!"

"Das mache ich! Danke!"

"Nichts zu danken!" Er nickt mir zu und verlässt dann das Apartment. Puh. Gerade nochmal davongekommen!

*** Mal schauen wie lange sie das den Herren vorgaukeln kann...einen schönen Tag wünsche ich euch!***

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt