Kapitel 107

1.2K 48 2
                                        


Ganz still verharren wir so einen Moment, bis Jakob seine Hände beide auf meine Taille legt und mich sanft vor- und zurückbewegt. Es fühlt sich ungewohnt und auch ein bisschen rauh an. Jakob ändert etwas den Winkel und OH MEIN GOTT eine erneut Welle der Erregung flutet meinen Unterkörper. Ich drücke den Rücken durch, schüttle meine Haare zurück und gebe mich ganz Jakobs Rhythmus hin. Das ist so so gut! Ich will nie wieder etwas anderes machen! Jakobs Hände wandern nun zu meinen Brüsten, umfassen und kneten sie. Warum habe ich das nicht schon früher gemacht? Mein Körper fühlt sich an wie heiße Lava. Heiße Wellen durchfluten meinen Körper. Ich reite eine nach der anderen. Sie peitschen mich auf und drohen mich zu brechen. "Jakob, ich, ich kann nicht mehr!", stöhne ich laut.

"Oh doch! Du kannst und wirst!" Mit einem Griff entfernt er jeweils die Brustwarzenklemmen. Gleißender Schmerz durchzuckt mich. Jakob hält mich in Position und stößt mich fester und fester. Die Welle, die nun auf mich zurollt ist gigantisch - ich stöhne, schreie, rufe und weiß nicht mehr wohin mit mir, bis die Welle bricht. Ich falle auf Jakobs Bauch. Tränen strömen mir über die Wangen. Ich heule Rotz und Wasser und werde dabei gehalten. Gehalten von dem besten Mann, den ich mir vorstellen kann. Als er sich aus mir zurückzieht schmerzt es etwas. Jakob reinigt mich sanft mit einem feuchten Tuch. Wir bleiben einfach eine Weile so liegen bis meine Schluchzer weniger werden. Jakob streichelt mich nach wie vor, reicht mir etwas zu trinken und zu knabbern an bis ich mich langsam beruhigt habe.

"Danke!", sage ich leise und schaue Jakob an.

"Nicht dafür!", gibt er zurück. "Ina, ich weiß das kommt jetzt überraschend. Aber ich bin mir zu 100% sicher, dass du die richtige Frau für mich bist! Deshalb will ich dich hier und jetzt fragen: Willst du mich heiraten"? Die Frau an meiner Seite sein?" Ich schaue ihn sprachlos an. Ist das sein Ernst? Wie auf Kommando geht das Licht plötzlich aus und nur der Feuerschein erhellt das Zimmer. Ich muss leise lachen. Jakob lacht mit mir. "Ich kenne jemand, der da schon dafür ist!" Jakob nickt und schaut mich dann fragend an. Oh die Antwort. Das hätte ich fast vergessen.

"Ja. Ja natürlich!", sage ich und schlinge die Arme um Jakobs Hals. In meinem Schambereich zieht es etwas, doch davon lasse ich mich nicht abhalten. Das ist und bleibt die beste Nacht meines Lebens! Jakob hält, nachdem er sich aus meinem Klammergriff befreit hat, ein kleines Kästchen in der Hand. Oh mein Gott! Ich träume oder? Das ist ja wie im Märchen. Jakob stützt sich etwas nach oben und lächelt mir zu.

"Möchtest du es öffnen?" Ich nicke und nehme vorsichtig das samtene Kästchen in meine Hand. Es ist kein neues Kästchen, sondern eines mit Geschichte. Ich mag solche alten Sachen ja! Vorsichtig öffne ich das Kästchen und mir verschlägt es für einen Moment die Sprache. Ich kenne diesen Ring. Allerdings bisher nur an der Hand meiner bisher ältesten Freundin. Ich schlucke. "Du erkennst den Ring?", fragt Jakob leise. Ich nicke. Tränen steigen mir auf. Diesen Ring habe ich das letzte Mal an dem Abend von meiner Abschlussfeier gesehen. Es ist Ruths Ring. "Ich habe ihn natürlich reinigen und aufbereiten lassen. Darf ich ihn dir anstecken?" Ich reiche ihm meine zitternde Hand. Jakob streift mir vorsichtig den Ring auf meinen Ringfinger. In diesem Moment strahlt der Kronleuchter wieder in seiner ganzen Pracht. Ich starre sprachlos auf den Ring. Er ist so wunderschön. Das Metall wird Silber oder Weißgold sein. Ein kleiner gelber Stein ist mit einem Ornament darin eingefasst. Er passt perfekt zu meinem Kleid, in welches Jakob mich heute liebevoll gezwungen hat. Er war sich seiner Sache wohl sehr sicher. Ich lächle ihm zu und könnte schon wieder vor Glück weinen. Jakob nimmt mich liebevoll in den Arm und wiegt mich hin und her.

"Es ist ein sehr alter Ring. Er wird immer an der Hochzeit an die Erstgeborene oder den Erstgeborenen der Familie von Schwannstett weitergegeben und dies seit vielen, vielen Generationen. Allerdings hat dieser Ring in den letzten Generationen nicht immer Glück gebracht. Deshalb möchte ich, dass du diesen Ring "nur" als Verlobungsring trägst! Zu unserer Hochzeit suchen wir uns dann gemeinam einen Ring aus!", erklärt Jakob. Ich drehe ihn sanft am Finger. Er fühlt sich warm und gut an. Fast so, als würde er schon immer zu mir gehören.

"Sehr gerne!", sage ich nach einem Räuspern.

"Das freut mich!", gibt Jakob zurück. Gemeinsam legen wir uns aufs Bett zurück. Ich liege eingekuschelt in Jakobs Armbeuge. Mein Hand liegt auf Jakobs Brust. Im Licht des Kronleuchters bricht sich der helle Stein mit einem Funkeln. Ich bin glücklich - glücklich und angekommen!

Ich hoffe dir hat dieses kitschige/ märchenhafte Kapitel gefallen... du musst dich leider darauf einstellen, dass nicht mehr allzu viele Kapitel kommen werden...

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt