Kapitel 44

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*** Ein kleines Übergangskapitel :) ***


Mein Körper schmerzt vor Anstrengung, während mein Kopf rattert. Wie schaffe ich es eigentlich immer mich in diese unmöglichen Situationen zu bringen? Irgendwann schlafe ich tatsächlich völlig erschöpft ein.

Am nächsten Morgen werde ich höchst unsanft mit einem feuchten, kalten Waschlappen im Gesicht geweckt. Ich stehe mehr oder weniger im Bett und schaue mich empört um. Sebastian steht grinsend vor mir. Er trägt schon wieder, oder immer noch den Smoking.

"Na? Gut geschlafen?", fragt er und sieht mich abwartend an. Ich stöhne auf und lasse mich ins Bett zurückfallen.

"Es ist Sonntag und ich bin krank!", gebe ich angefressen zurück.

"So. Sind wir das? Haben wir das mittlerweile eingesehen?", fragt er zynisch. Ich rolle mich unter meiner Decke zusammen und drehe ihm den Rücken zu. Diese wird allerdings kurze Zeit höchst energisch von mir weggezogen. Wütend blinzle ich ihn an.

"Was soll das? Habe ich irgendwas getan?"

"Das frage ich dich!", sagt er ernst und zeigt auf die frisch gestrichene Wand. "Du glaubst doch nicht, dass ich dir abnehme, dass das Justus war!"

"Und wenn schon!", sage ich.

"Gut!", seufzt er und holt aus der vermaledeiten Tasche ein Thermometer heraus. "Ich darf bitten? Einmal den Po zu mir!"

"Hätte das nicht auch Zeit bis um 10 Uhr gehabt!", motze ich ziemlich ungehemmt und drehe mich weiterhin leise fluchend um. Ich höre das Schnalzen der Handschuhe bevor mein Slip heruntergezogen wird. Wie schnell man sich an so etwas gewöhnen kann! "Kannst du das überhaupt als Psychiater?", frage ich ihn über meinen Rücken hinweg.

"Na ja. Also das Medizinstudium habe ich schon auch absolviert!", gibt er gestelzt zurück. Ich zucke etwas zurück, als er das Thermometer einführt.

"Oh, Reizthema?", frage ich ihn. Er schnauft nur leise und vollzieht die Messung.

"Kein Fieber mehr!", gibt er schließlich zurück. "Ich bringe dir gleich dein Frühstück und die Medikamente. Das Vaginalzäpfchen wird Jakob gleich direkt einbringen. Siedend heiß fällt mir ein, dass ich das ja gestern vergessen habe. Fuck! "Ina?", fragt Sebastian und zieht meinen Slip wieder vorsichtig nach oben, bevor er die Bettdecke über mich breitet.

"Alles gut!", sage ich schnell. Ich werde das einfach einen Tag länger nehmen. Dann wird das schon gehen.

"Gut. Dann hole ich dir mal dein Frühstück. Du hast keine Bettruhe mehr, aber dafür die klare Auflage, dich zu schonen, verstanden!", sagt er entschieden. Ich nicke nur und freue mich schon auf die Dusche um den ein oder anderen klebrigen Gedanken loswerden zu können. 

Cinderella in ChucksWo Geschichten leben. Entdecke jetzt