Kapitel 82

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Genießerisch mache ich über das Frühstück her. Nachdem ich den Obstsalat gegessen habe trinke ich noch das Glas Fruchtsaft und beiße dann noch in das äußerst leckere Vollkornbrötchen. Ob es wohl nur so gesundes Zeug gibt hier? Satt und zufrieden lehne ich mich im Bett zurück. Ich entsperre mein Handy und schaue kurz nach Neuigkeiten. Allerdings merke ich, dass das Lesen meinem Kopf wirklich nicht gut tut. Also schließe ich wieder die Augen und versuche etwas zu schlafen. Meine Gedanken wandern zu Blanche. 7 Brüder - das ist echt eine Hausnummer.

Im Schlaf verfolgen mich ziemlich wirre Träume, so dass ich immer wieder aufschrecke. Die letzten Wochen haben wohl doch Spuren hinterlassen. Ich erwache, als ich eine sanfte Berührung an meiner Schulter spüre. Christian steht neben mir und lächelt mir zu.

"Alles in Ordnung?", fragt er mich und mustert mich.

"Alles okay!", gebe ich zurück und kuschle mich wieder vorsichtig auf die Seite. Ich bin so müde und konnte trotz der Manschetten überraschend gut schlafen.

"Prima! Du hast die letzten Stunden durchgeschlafen. Wir packen jetzt gleich unsere Sachen zusammen und dann fahren wir nach Hause."

"Das klingt gut!" Ich lächle ihm zu und hoffe, dass ich Zuhause nun nicht mehr, im wahrsten Sinne des Wortes, ans Bett gefesselt werde. Christian schmunzelt. Er scheint mich zu durchschauen.

"Deine Bettruhe gilt noch bis mindestens morgen, meine Liebe!", sagt er und zwinkert mir zu. Na toll. Ich verziehe mein Gesicht zu einem Schmollmund.

"Kannst du mich jetzt zumindest losmachen damit ich mich anziehen kann?", frage ich etwas genervt.

"Jakob kommt gleich!", gibt er ruhig zurück. Ohne, dass es an der Tür klopft kommt nun ein kleiner, blonder Wirbelwind ins Zimmer gefegt. Salma schmeißt sich mehr oder weniger auf unser Bett und grinst mir zu. Mein Herz wird weich, gleichzeitig verstecke ich meine Handgelenke unter der Decke. Das möchte ich Salma nun nicht erklären...

"Salma! Nicht so wild!", schimpft Christian.

"Doch. Ich darf das.Ich komme nämlich zur Sivite!", sagt sie im Brustton der Überzeugung. Ich kann nicht anders und lache leise.

"Soso. Zur Visite kommst du?", fragt Christian nun auch mit einem Lachen.

"Genau. Dr. Christian du kannst deine Sachen packen. Ich passe auf Ina auf!" Christian sieht mich fragend an. Ich nicke ihm zu.

"Du sag mal Salma, wo ist denn eigentlich Blanche?", fragt schließlich Christian

"Wir spielen Verstecken!", sagt Salma und grinst uns beiden frech zu.

"Na dann sage ich ihr Bescheid. Bis gleich ihr Zwei!" Damit verlässt Christian das Zimmer. Ich atme auf.

"Wie geht es dir?", fragt Salma mich mit ihrem durchdringenden Blick.

"Viel besser!", gebe ich zurück und lächle sie an.

"Das ist gut!", sagt sie mit wichtiger Stimme. Da klopft es leise an der Tür. Das ist bestimmt Blanche.

"Herein!", ruft Salma im Kommandoton. Die Tür öffnet sich und Blanche betritt das Zimmer. Ihre sonst eher blassen Wangen sind nun deutlich gerötet. "Gefunden!", ruft Salma und grinst sie frech an. Blanche grinst zurück und tritt auf uns zu.

"Ich habe gehört, dass es unten Eis gibt. Wäre das was für uns zwei?", fragt Blanche und lächelt Salma verschwörerisch zu. Diese nickt natürlich begeistert, steht auf und nimmt Blanche vertraut an der Hand.

"Bis nachher Ina!", ruft sie und hüpft dann mit Blanche aus dem Zimmer. Ich denke einen Moment nicht an die Manschetten und winke den beiden hinterher. Blanche grinst nun mich wissend an. Upsi!

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt