Kapitel 39

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Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche 😊

Als ich wieder aufwache fühle ich mich komplett klebrig und verschwitzt. Ich strample die Decke beiseite  und stöhne leise auf. Das ist irgendwie doch heftiger, als erwartet. Ich schaue auf mein Handy und es ist tatsächlich erst eine gute Stunde vergangen. Dusche! Ich sehne mich jetzt wirklich nach einer Dusche und frischen Klamotten. Ich bleibe einen Moment auf der Bettkante sitzen, dann stehe ich auf und gehe zu dem kleinen Badezimmer. Meine Kleider werfe ich achtlos auf den Boden. Die kann ich auch später aufräumen. Nachdem ich das Wasser eingestellt habe, stelle ich mich darunter. Es fühlt sich richtig gut an! Ich übertreibe es nicht, sondern steige bald wieder aus der Duschtasse. Ich schlottere. Mir ist nun übelst kalt! Schnell wickle ich mich in das Handtuch ein. Meine Haare habe ich zum Glück nicht mitgewaschen. Fürs Föhnen habe ich nun wirklich keine Energie mehr übrig. Mein Bett ruft sehr, sehr laut. Ich beschließe, mich nur einen Moment hinzulegen und dann gleich frische Klamotten anzuziehen. Zitternd lege ich die Bettdecke über mich und kauere mich ein. Meine Zähne schlagen aneinander. Ich schließe die Augen und versuche an etwas anderes zu denken. Meer, Sonne, Strand und so. Eine Berührung an meinem Kopf lässt mich hochschrecken. Jakob sitzt neben mir und betrachtet mich ruhig. Der Luftzug lässt mich erneut erschauern. Ich schaue an mir herab. Das Handtuch hat sich gelöst und meine Brust schaut hervor. Schnell ziehe ich die Bettdecke darüber und krieche tiefer darunter.

"Wie geht es Ihnen?", frage Jakob ruhig.

"Beschissen!", stoße ich hervor. "Können Sie jetzt bitte gehen? Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich hier nackt liege!"

"Das werde ich gleich tun! Ich möchte Ihnen vorher nur die Darreichungsform der Medikamente vorbeugend für den Pilz erklären." Hallo! Versteht er mich nicht? Ich habe ein fucking Problem damit, dass ich hier so gut wie nackt unter meiner Bettdecke liege und der Kerl erzählt mir was von meiner wahrscheinlich aufkommenden Pilzinfektion! Taktgefühl? Oder ist es ihm einfach völlig egal. "Fräulein Sievers!", höre ich es da nur scharf. "Haben Sie mir richtig zugehört!"

"Jaja!", gebe ich nur zurück. Er legt ein Päckchen mit zwei verschiedenen Tabletten auf meinen Nachttisch.

"Die orale Tablette nehmen Sie sofort. Da ist der Zeitpunkt der Einnahme wichtig. Die vaginale Tablette führen Sie sich zum Beispiel nach dem Toilettengang tief in die Scheide ein." Er schaut mich vielsagend an. "Meine Anweisungen zum Verzehr von Zucker haben Sie ja schon bekommen! Ich gehe davon aus, dass Sie sich daran halten werden!", sagt er streng mit Nachdruck. Ich nicke nur pflichtschuldig. "Wenn Sie Hilfe benötigen beim Einführen der Tablette, dann melden Sie sich bitte!"

"Ähm ja.Klar!"

"Gut.Mein Bruder Christian wird nachher nochmal nach Ihnen schauen!" Endlich steht er auf, um dann nur zum Kühlschrank zu gehen und mir eine Flasche Wasser zu holen, sowie ein Glas. Dieses schenkt er voll und stellt es auf den Nachttisch.

"Danke!", sage ich beklommen.

"Gerne!", gibt er regungslos zurück. Ich glaube ich habe mir den Kuss gestern Abend wirklich nur eingebildet.Dabei haben sich seine Lippen so unfassbar gut angefühlt! Ich schaue ihm nach, wie er in langen Schritten das Zimmer durchquert. Als er dieses verlassen hat,  kann ich endlich wieder frei atmen. Mein Blick fällt auf die Tabletten. Sie sind beide weiß, die eine etwas größer als die andere. Fuck! Welche war jetzt nochmal für was?  Ich bekomme etwas Panik. Was mache ich denn jetzt? Ist der Wirkstoff denn der Gleiche? Verdammt! So etwas kann ja nur wieder mir passieren. Jakob fragen kommt nicht in Frage, Christian wird mich damit ewig verarschen, dass weiß ich jetzt schon und Sebastian, so nach dem Motto: Ich frage für eine Freundin? So ein Mist!

Was wird Ina wohl tun?

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt