Kapitel 62

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Da heute Karfreitag ist, müsst ihr natürlich etwas leiden...😈🤣. Viel Spaß beim Lesen!

Ich wanke zu meinem Apartment. Kurz überlege ich, die Herren tatsächlich zu kontaktieren. Allerdings geht es mir jetzt ja deutlich besser und ich will ihnen auch nicht den Abend verderben! Ohne das Licht anzumachen, laufe ich zu den großen Fenstern. Ich schiebe die schweren Vorhänge zur Seite und lasse mich auf der Fensterbank nieder. So beobachte ich das bunte Treiben. Der Dresscode dieses Mal ist schwarz, tiefschwarz. Die Männer tragen allesamt einen teuren, maßgeschneiderten Anzug oder Smoking, während die Frauen auffallend aufreizend angezogen sind. Viele davon würde ich nicht mal im Traum anziehen. Alle tragen die Masken. Die Männer nur schwarz, die Frauen dagegen tragen ihre aufwändig verziert. Ob ich wohl die Herren erkenne? Ich lasse meinen Blick über die Menschen schweifen. Nach kurzer Zeit glaube ich Sebastian erkannt zu haben, wenig später auch Christian. Und Jakob? Mittlerweile knie ich auf der Fensterbank. Da sehe ich ihn. In mir zieht sich alles zusammen, als ich sehe, wie sich eine große, aber sehr schlanke blonde Frau bei ihm einhängt und sehr vertraut mit ihm zu sein scheint. Groll baut sich in mir auf. Das ist meiner! Ich betrachte mit Argusaugen, wie Jakob seinen Arm um dieses blonde Gift legt und dabei  seine Finger sie besitzergreifend um die Hüfte umfassen. Ich will, dass er das bei mir macht! Mich durchzuckt eine irre Idee! Kann ich das wirklich bringen? Langsam, um meinen nach wie vor empfindlichen Bauch zu schonen, stehe ich auf und gehe zum Schrank. Ha! Hat mich mein Eindruck doch nicht getäuscht. Ein schwarzes, recht hoch geschlossenes aber dennoch raffiniert geschnittenes Kleid hängt bei "meinen" Ballkleidern. Ich hole es heraus und zücke kurz darauf meine scharfe Küchenschere. Mit wenigen Schnitten mache ich aus dem eher braven "Kindermädchen - Kleid" ein gar nicht mehr so braves, verspieltes Kleidchen. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Werk. Schnell gehe ich ins Badezimmer und stecke, mit wenigen Handgriffen mein Haar nach oben. Ich schminke meinen Mund blutrot, nachdem ich etwas Foundation und Puder aufgetragen habe. Dann setze ich die Maske auf und schlüpfe in das, was von dem Kleid übrig geblieben ist. Leider kann ich dazu nicht meine schwarzen Chucks anziehen. Das wäre dann doch zu auffällig. Glücklicherweise sind zu dem Kleid Pumps vorgesehen, die mir perfekt passen. Ich versprühe nun noch etwas Parfüm und betrachte mich sehr erfreut im Spiegel. In eine kleine Handtasche packe ich das Babyphone und meinen Apartmentschlüssel. Bevor mich der Mut verlässt gehe ich leise den Weg nach unten. Mein Herz rast!

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt