Ich erwache an einem erneuten Klopfen an der Tür. Die Herren nehmen es aber ernst mit den "Kontrollen". Ich rapple mich vorsichtig auf und rufe herein. Schnell streiche ich mir die Haare aus dem Gesicht. Salma schläft noch tief und fest neben mir. Schließlich mussten wir heute morgen ja früh los. Jakob betritt den Raum und lächelt mir zu.
"Alles okay soweit?", fragt er leise und setzt sich zu mir ans Bett.
"Ja. Alles gut. Timon hat vorher schon nach mir geschaut. Es sieht alles prima aus!"
"Sehr gut! Ich wollte euch beiden Bescheid geben, dass ihr auch Gäste beim Dinner heute Abend seid." Uff. Ich hatte mir jetzt eher so ein gemütliches Versacken mit Salma auf dem Bett vorgestellt. "Begeisterung sieht anders aus!" Er schaut mich vielsagend an.
"Na ja. Aber klar. Selbstverständlich sind wir dabei. Danach dürfen wir uns dann aber wieder zurückziehen, oder?"
"Natürlich. Du sollst dich ja schonen!", sagt er mit einem intensiven Blick.
"Das tu ich!" Dabei versuche ich seinen Blick zu halten und scheitere kläglich. Ich sehe, wie seine Augen beginnen zu funkeln. Er liebt das Spiel mit der Macht.
"Gut. Benötigt ihr Hilfe beim Fertigmachen? Dann schicke ich euch ein Zimmermädchen nach oben."
"Nein. Das schaffen wir schon. Wann beginnt das Dinner?"
"In einer Stunde!", gibt Jakob zurück.
"Oh. Das ist bald. Ich hoffe, wer auch immer gepackt hat, hat an die Abendgarderobe gedacht?", frage ich mit leichter Panik in der Stimme.
"Aber natürlich habe ich daran gedacht. Ich habe dir sogar die passenden Chucks eingepackt!", sagt Jakob ruhig. Der verarscht mich doch! Nie im Leben hat er die Chucks eingepackt. Wieder sehe ich dieses Funkeln in seinen Augen, seine Lippen kräuseln sich und biegen sich nach oben. Ein lautes, herzliches Lachen kommt aus seinem Mund. Ich kann gar nicht anders und muss mitlachen. Dabei wecken wir Salma, die verschlafen zu uns aufsieht.
"Was ist denn los?", fragt sie leise und kuschelt sich an Jakob.
"Wir beide gehen zu dem Abendessen, zusammen mit den Jungs. Denkst du, dass schaffen wir ohne zu Rülpsen und uns schlecht zu benehmen?", frage ich Salma leise lachend.
"Hm. Das muss ich noch überlegen!", sagt der kleine Dreikäsehoch und grinst uns an.
"Gut. Spaß beiseite. Wir müssen uns fertig machen!", sage ich entschieden zu Jakob. Er schaut mich vielsagend an. Ich schüttle nur den Kopf und mache eine deutliche Kopfbewegung in Richtung Tür. Wenn ich mal die Legitimation habe, ihn herauszuwerfen, dann mache ich das doch mit Freude!
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Cinderella in Chucks
RomanceDiese Geschichte steht für sich alleine und hat (bisher) keinen Querbezug zu meinen anderen Geschichten. Ina ist frisch gebackene Erzieherin und hat gerade ihre Abschlussfeier überstanden. Wenige Tage später erhält sie eine rätselhafte E-mail der Ge...
