Kapitel 63 b ~ aus Jakobs Perspektive

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Auch wenn es sich falsch anfühlt, Seraphine das Halsband der Verbindung zwischen Dom und Sub anzulegen, werde ich es trotzdem tun. Wir passen, rein spieltechnisch, perfekt zusammen und auch so verstehen wir uns gut und ergänzen uns auch beruflich perfekt. Vielleicht wird sie sogar eines Tages in der Klinik mit einsteigen, wer weiß? Ich hole das schmale Band aus der Tasche meines Anzugs. Seraphines Augen glänzen. Die anderen Besucher des Balls werden darauf aufmerksam und wenden sich uns zu. Das erstmalige Anlegen des Bands ist schon etwas ganz besonderes! Ich beginne es um ihren Hals zu legen, als ich im Augenwinkel eine Bewegung erhasche. Was ist das? Gemurmel wird laut und ich lasse das Halsband sinken. Eine der Damen ist bewusstlos geworden. Seraphine reagiert genauso wie ich. Gemeinsam mit Sebastian und Christian gehen wir zu der jungen Frau. Sebastian schiebt ihr vorsichtig die Maske nach oben. Mir stockt der Atem. Ina! Was macht sie denn hier? Ich bin wie in Schockstarrre, während um mich herum fieberhafte Aktivität ausbricht.

"Abdomen ist bretthart, hohes Fieber! Klinik, Not - OP", sind die Worte, die hart in meinen Ohren klingen. Habe ich etwa schon wieder versagt? In mir drin zieht sich alles zusammen.

"Was ist passiert? Mein Bauch! Es tut so weh!", stöhnt Ina leise und bewegt sich hin und her. Sebastian ist losgesprintet und hat alles besorgt, was für die erste Versorgung notwendig ist.

"Alles gut, Ina. Wir kümmern uns um dich! Wir bringen dich gleich in die Klinik. Da wird es dir bald besser gehen!", sagt Sebastian leise, während Seraphine sich Inas Bauch anschaut. Ihre flinken Hände wandern über ihren Bauch. Ina schiebt ihre Hände entschlossen weg. Die anderen Gäste haben sich glücklicherweise in einen anderen Bereich verzogen.

"Ich lege einen Zugang!", kündigt Christian an. Da kommt Leben in Ina.

"Nein! Kein Zugang! Keine OP!" Ihr Blick ist wild, sie scheint in einer Traumaschleife zu hängen.

"Jakob! Wir brauchen dich! Jetzt!", sagt Sebastian scharf zu mir. "Ich kann Ina so nicht unter Hypnose setzen!" Das reicht, um mich wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen.  Ich knie mich zu Ina auf den Boden und nehme ihre Hand. Ihre wunderschönen Augen stehen voller Tränen.

"Wir machen einen Ultraschall um zu sehen, ob es der Blinddarm oder nicht doch einen Zyste ist!", kündigt Seraphine an. Sebastian hat glücklicherweise mitgedacht und das kleine portable Gerät mitgebracht.

"Ina, Seraphine ist deine neue Gynäkologin! Sie wird sich jetzt um dich kümmern!", kündige ich an. Ina hat die Augen geschlossen. Ihre Hand hält meine fest umklammert.

"Ach das ist euer Kindermädchen?", fragt Seraphine fast ein wenig abfällig. Ihr Ton gefällt mir nicht.

"Ina kümmert sich um Salma, genau!", gibt Sebastian scharf zurück. Seraphine verdreht die Augen und konzentriert sich dann auf den Bildschirm.

"Das ist klar eine Appendix- Ruptur Da ist Flüssigkeit im Bauchraum!", sagt Seraphine und gibt Christian den Schallkopf wieder in die Hand. "Also! Nicht mehr mein Fachgebiet!" Sie zieht sich die Handschuhe aus und wirft sie auf den Boden.

"Jakob? Kommst du?", fragt sie und lächelt mir zu. Ich schüttle den Kopf. Wie konnte ich mich nur so in ihr täuschen?

"Ina braucht mich jetzt!"

"Ist das dein Ernst, Jakob?", fragt sie sichtlich angefressen.

"Mein voller Ernst!", gebe ich zurück und wende mich wieder Ina zu. Ich halte ihre Hand fest, während unsere Blicke eng miteinander verbunden sind. Sie zuckt nur minimal, als sie den Einstich des Zugangs vernimmt.

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt