Von einem Wirbelwind werde ich zum Abendessen abgeholt. Mit Salma an der Hand gehe ich nach unten in den Speisesaal. Ich habe tatsächlich noch etwas geschlafen und fühle mich fit. Die Hände blieben dabei natürlich über der Bettdecke. Die Herren und auch Justus sitzen natürlich schon am Tisch als Salma und ich uns dazugesellen. Die Köchin bringt eine wunderbar duftende Quiche auf den Tisch. Ich lächle ihr zu, als sie mit ein Stück auf den Teller gibt. Auch die anderen werden kurz darauf versorgt.
"Für das Dinner morgen steht alles?", fragt Jakob die Köchin. Oh, habe ich etwas verpasst?
"Ja. Das Cateringteam ist eingewiesen. Es läuft soweit!", gibt diese zurück.
"Prima. Danke!" Er lächelt ihr zu und beginnt dann zu essen. Sebastians Handy vibriert und er zückt es, unter dem angefressenen Blick von Christian. Sein Gesicht beginnt zu leuchten.
"Wir haben noch weitere Gäste morgen!", kündigt Sebastian an.
"Ach ja?", fragt Christian interessiert.
"Ja. Blanche, Primus und Secundus haben gerade eben zugesagt!"
"Das trifft sich ja prima!", sagt Jakob. "Ich habe Secundus um eine Zweitmeinung von Inas EKG gebeten. Schön, dass Blanche und Primus auch mitkommen!"
"Moment, Inas EKG?", fragt Christian.
"Ja. Sie hatte deutliche Extrasystolen. Das hätte ich gerne abgeklärt. Ich habe es in ihre Patientenakte hinterlegt!"
"Warum hast du ein EKG geschrieben?", fragt nun Christian und schaut Jakob an.
"Ach nur so!", gibt dieser ungerührt zurück und nimmt sich ein weiteres Stück Quiche. Ich würde am Liebsten unter dem Tisch versinken.
"Ah. Verstehe!", sagt Christian nur und schaut strafend zu Justus, der leise vor sich hin kichert. "Ina, fühlst du dich dazu imstande mit Salma morgen am Dinner teilzunehmen?"
"Ja. Ich denke schon!", gebe ich zurück.
"Du denkst?"
"Ich bin mir sicher und notfalls werde ich euch Bescheid geben. Ich möchte wirklich gerne teilnehmen, wenn ich darf!", sage ich mit Nachdruck.
"Na also. Es wird ja langsam!", gibt Sebastian vorlaut zurück und riskiert wohl direkt darauf einen Tritt von Jakob, wenn ich mir dessen schmerzverzerrtes Gesicht anschaue.
Justus schüttelt nur den Kopf und sieht mich vielsagend an. "Also Leute. Ich bin dann mal weg. Ina du übernimmst Salma morgen wieder?"
"Ich gehe davon aus, ja!" Fragend schaue ich die Herren an.
"Wenn Ina morgen die Blutentnahme überlebt, dann ja!", sagt Christian trocken. Ich funkle ihn kurz böse an. "Den Nachmittag muss Ina sich nochmal ausruhen. Da wirst du Salma nochmals übernehmen!"
"Wird erledigt!", sagt Justus und trägt seinen Teller zum Rollwagen. "Bis morgen!"
"Bis morgen! Ich bringe Salma ins Bett. Gegen 21 Uhr erwarte ich dich in meinen Räumen, Ina!", stellt Jakob klar. Ich nicke. Mein Unterleib reagiert mit Vorfreude obwohl ich wohl mit mehr als ein bisschen Kuscheln nicht zu rechnen brauche.
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Cinderella in Chucks
RomanceDiese Geschichte steht für sich alleine und hat (bisher) keinen Querbezug zu meinen anderen Geschichten. Ina ist frisch gebackene Erzieherin und hat gerade ihre Abschlussfeier überstanden. Wenige Tage später erhält sie eine rätselhafte E-mail der Ge...
