Kapitel 97

1.1K 62 0
                                        

Nach einem kleinen Spaziergang im Park ziehe ich mir etwas gemütliches an und begebe mich dann zu Jakobs Gemächern. Ich klopfe an. Jakob öffnet mir die Tür. Er lächelt mir zu und bedeutet mir hereinzukommen. Er sieht erneut unverschämt gut aus. Das ich mit so einem Sahneschnittchen mal zusammen sein werde, hätte ich auch nie erwartet. Er führt mich zum Bett. Auf dem Nachttisch liegt ein Gerät, dass irgendwie medizinisch aussieht auch wenn ich es noch nicht so richtig einschätzen kann. Ich seufze leise. Jakob tritt hinter mich. Ich lehne mich an ihn. Er zieht meinen Kopf nach hinten und legt meinen Hals frei. Sein Zeigefinger und Ringfinger tasten meinen Puls. Ich genieße die Ruhe und Innigkeit die von dieser Berührung ausgeht sehr und schließe die Augen. Dabei gebe ich mich ihm ganz hin. "Sehr gut!", flüstert er leise. Ich lächle und lasse mich von ihm aufs Bett geleiten. Er mustert mich intensiv und fordert mich dazu auf, meine Arme zu heben. Ich folge seiner Aufforderung und lasse mich Stück für Stück von ihm entkleiden. Es dauert nicht lange und ich liege, bis auf mein Höschen, nackt vor ihm. Er holt das Gerät vom Nachttisch und beginnt damit mir Elektroden auf den Oberkörper zu kleben. Mehr als einmal berührt er dabei meine Brust. "Secondo möchte eine längere Messung!", sagt er erklärend. "Immerhin ist es ein drahtloses Gerät. Es dürfte dich beim Schlafen also nicht allzu sehr stören!" Er lächelt mir zu und beginnt das dazu gehörende Gerät zu starten. Er betrachtet abwechselnd mich und dann wieder das Gerät. Kurze Zeit legt er sich neben mich und nimmt mich fest in den Arm. Durch das Klopfen seines stetigen Herzschlags dauert es nicht lange und ich bin eingeschlafen.

Am nächsten Morgen bin ich schon etwas vor ihm wach und betrachte sein hübsches Gesicht während er schläft. Als der Wecker klingelt stehen wir beide auf.

"Muss das jetzt den ganzen Tag dranbleiben?", frage ich ihn zweifelnd.

"Ja. Das muss es!", sagt Jakob bestimmt. Er tritt zu mir und reicht mir das Kästchen. "Und das hier auch! Secondo wird dich dann vor dem Dinner untersuchen!"

"Jakob? Was sind das für Dinners?", frage ich schließlich mutig. Jakob scheint tief durchzuatmen. "Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, werde ich es dir erklären und zeigen! Du gehst jetzt zu Christian in die Klinik zur Blut- und Urinentnahme. Wir treffen uns dann gleich zum Frühstück!", würgt er die Erklärung ab. Ich kenne ihn mittlerweile gut genug um zu wissen, dass ich hier nicht nachbohren kann. Ich bringe die Probenentnahme hinter mich. Dann gehe ich in Gedanken versunken zu meinem Apartment und nutze die wenigen Minuten für eine Katzenwäsche und dazu neue Kleidung anzuziehen. Das Kästchen ständig mit mir herumzutragen nervt mich schon jetzt!

Nach dem Frühstück finden Salma und ich schnell wieder in unserer Routine und sind ganz überrascht, dass es schon wieder zum Mittagessen klingelt.

"Es ist so schön, dass du wieder für mich da bist. Und das Blanche heute auch kommt ist doppelt schön!", Salma strahlt.

"Dann suchen wir nachher ein schönes Kleid für uns beide heraus, ja?", frage ich Salma. Sie nickt frenetisch und wir diskutieren während des Essens lebhaft welches Kleid es wohl werden wird. Da nur wir beide essen, stört sich auch niemand an unserer Ausdrucksweise. 

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt