Kapitel 56

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Stockend betrete ich den Raum. Jakob sitzt an seinem Schreibtisch und scheint vertieft in eine Akte zu sein.

"Jakob? Brauchst du mich noch?", fragt Justus neben mir. "Der Stuhl und die Instrumente sind vorbereitet!"

"Nein. Du kannst gehen. Danke!", sagt dieser ohne aufzublicken. Justus zeigt mir beide Daumen nach oben und schubst mich etwas in den Raum hinein. Na toll! Und jetzt? Jetzt stehe ich da, wie bestellt und nicht abgeholt. Unbehaglich wippe ich von einem Fuß auf den anderen, bis Jakob endlich aufblickt. Obwohl es sich nur um wenige Minuten gehandelt hat, hat es sich wie Stunden angefühlt. Mit welchem Jakob habe ich es nun wohl zu tun? Dem distanzierten Jakob, dem freundlichen oder dem dominanten?

Meine Gedanken wandern in eine Richtung, die ich gerade nicht weiter verfolgen möchte und so schüttle ich die Gedanken entschieden ab. Jakob sieht mich abwartend an. Seine Augen und somit auch Emotionen scheinen undurchschaubar.

"Bitte setz dich!", sagt er und deutet auf den Stuhl vor dem Schreibtisch. Er lehnt sich zurück und betrachtet mich.

"Ich, also ich möchte mich entschuldigen für meine vulgäre Ausdrucksweise!", kommt es über meine Lippen. Häh? Wollte ich das wirklich gerade sagen?

"Ich nehme deine Entschuldigung an! Auch mein Vorgehen war nicht perfekt!", sagt er und sieht mir nun direkt in die Augen. Seine Fingerspitzen hat er dazu fest aneinandergedrückt. "Ina. Ich möchte ehrlich mit dir sein. Ich weiß nicht, was das zwischen uns beiden ist. Aber da ist eine Spannung, die mich dazu bringt Dinge zu äußern, die ich normalerweise weder gegenüber einer Angestellten noch einer Patientin aussprechen würde. Du bringst mich durcheinander und machst mich unkonzentriert. Deshalb habe ich schweren Herzens beschlossen, dass ich deine medizinische Versorgung nun doch an einen Kollegen beziehungsweise an eine Kollegin abgeben werde!" Die Emotionen, die mich bei seiner Äußerung durchzucken sind sehr gemischt. Von Erleichterung bis Enttäuschung ist alles dabei.

"Ähm. Also. Das kommt jetzt ein bisschen überraschend!", sage ich und schaue ihn offen an.

"Ich denke, dass es so besser ist! Ich werde dir heute noch die Tablette einführen und das dann ab morgen Justus überlassen! Hier ist eine Liste der Kolleginnen und Kollegen in der Umgebung. Wenn du möchtest, dann kann ich gerne einen Termin für dich vereinbaren!", sagt er ruhig und gefasst.

"Ich überlege es mir!", sage ich nach wie vor etwas unter Schock. In mir drin nagt es. Was heißt das nun für "uns"? Gibt er dem, was zwischen uns ist, eine Chance? Ist da überhaupt etwas zwischen uns, was eine Chance verdient hat? Will ich das überhaupt?

"Gut! Dann lass uns den unangenehmen Teil hinter uns bringen!", sagt er und lächelt professionell. Allerdings erreicht dies seine Augen nicht. "Du kannst gerne einfach deine Strumpfhose und Slip ausziehen. Den Rock kannst du anlassen!" Er geht zum Waschbecken und wäscht sich die Hände, während ich die Strumpfhose und den Slip herunterstreife. Meine Finger zittern etwas, obwohl es doch eigentlich gar keinen Grund gibt. Dann geht er zu der Liege und legt ein Kissen sowie eine Rolle darauf. Neben ihm, auf dem kleinen Wagen liegen Handschuhe, Gleitgel und die Tablette. Ich schlucke und laufe hinüber. Langsam lasse ich mich auf die Liege gleiten. Jakob tritt hinter mich und positioniert meinen Kopf so, dass ich bequem liegen kann. Dann schiebt er die Rolle so, dass meine Knie leicht angewinkelt aufliegen. Er legt eine dünne Decke über meine Knie.

"Gut so?", fragt er ruhig und zieht sich Handschuhe an. Ich nicke und weiche seinem Blick aus. "Ich trage zuerst etwas Gleitgel auf und führe dann die Tablette vorsichtig ein." Seine behandschuhte Hand liegt auf meinem Knie. Ich spüre die Wärme, als die Hand etwas herunter rutscht und unter meinen Rock fährt. Ich zucke kurz zusammen, als er meine Scham berührt. Ohne viel zu sehen, spreizt er meine Vulva leicht nach außen. Der Finger der anderen Hand dringt nun sanft in mich. Er geht dabei wirklich sehr vorsichtig vor. Gefühlt bewegt er sich 2 mm vor und einen wieder zurück. Ich spüre, dass mich das nicht wirklich kalt lässt. Meine Atmung vertieft sich.

"Tief atmen. Ja, genau so! Sehr gut machst du das, Ina!", sagt Jakob mit seiner dunklen hypnotischen Stimme. Ich schließe für einen Moment die Augen und spüre tief in mich. Leider verlässt der Finger bereits wieder mein Inneres. Kurz darauf spüre ich, wie die Tablettenkapsel tief in mich dringt. Jakobs Finger spreizen mich etwas weiter. Es zieht zwar leicht, ist aber gut auszuhalten. Erst, als er mit seinem Finger meinen empfindlichen Muttermund berührt, zucke ich zusammen. "Ganz ruhig!", sagt er weiterhin leise und hält nun meinen Blick, während er sanft meinen Muttermund anstupst. "Schmerzt das?", fragt er und sieht mich dabei aufmerksam an.

"Es ist ein sonderbares Gefühl!", sage ich und winde mich unter seiner Berührung. Jakobs Hand wandert nun zu meinem Becken und hält mich so in Position. Sein Finger fährt nun um den Muttermund herum und tastet diesen so vorsichtig ab. Da hat Justus wohl doch gepetzt! Der Daumen der Hand, der mein Becken in Position hält, fährt nun unter den tief sitzenden Rockbund und teilt meine Schamlippen erneut. Mit leichtem Druck liebkost er meine Klitoris, während tief in mir die Stimulation weitergeht.

"Jakob?", frage ich leise stöhnend. "Was wird das?" Mein Kopf dreht sich hin- und her, während ich tief in mir eine gewaltige Welle spüre. Ich bin einem Orgasmus so nahe, wie schon lange nicht mehr. Ich schließe die Augen erneut und gebe mich Jakobs Rhythmus hin. Ich bin Wachs in seinen Händen - ich schmelze. Es fehlt nur noch ein winzig-kleines Stück!

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt