Kapitel 40

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Fluchend setze ich mich im Bett auf und werfe das Handtuch auf den Boden. Mir dreht sich schon wieder der Helm. Was habe ich mir denn da eingefangen? Mühsam schleppe ich mich zu meinem Kleiderschrank und ziehe frische Kleidung heraus. An den Klamottenservice habe ich mich echt schnell gewöhnt. Es ist schon ein Luxus, wenn man sich da nicht mehr selbst drum kümmern muss. Angezogen und schon wieder fix und fertig sitze ich auf meiner Bettkante und möchte mich eigentlich schon wieder hinlegen. Da fällt mein Blick auf die Tabletten. Verdrängung hat schonmal nicht funktioniert. Schöne Scheiße! Ich werde die jetzt einfach nicht nehmen! So wie ich das verstanden habe, bekomme ich die morgen und die nächsten Tage nochmal. Dann nehme ich die einfach einen Tag länger. Das wird schon nicht auffallen. Es klopft erneut an der Tür. Kann man hier nicht einmal in Ruhe krank sein? Ich rufe herein und schaue zur Tür. Mein Hals schmerzt erneut. Wieder Jakob. Ich betrachte ihn nun mit anderen Augen. Statt des Anzugs trägt er nun eine gut sitzende Hose, sowie ein Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln. Ich schaue auf seine Unterarme und mir läuft das Wasser im Mund zusammen.

"Fräulein Sievers?", fragt er nun und schaut mich mit einer Mischung aus Irritation und Arroganz an. Ich räuspere mich und verziehe das Gesicht. Das ist schon verdammt schmerzhaft.

"Ähm. Ja?", sage ich und löse meinen Blick von seinen Venen.

"Haben Sie die Tablette schon vaginal eingeführt?", fragt er mich mit durchleuchtendem Blick. Ich starre entschieden auf seine Nase um ihm nicht in die Augen schauen zu müssen.

"Ja natürlich!", sage ich voller gespielter Überzeugung.

"Dann sind Sie aber ziemlich gelenkig!", sagt er mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus. Ich könnte ihn dafür einfach nur treten. Er legt mir so ein Plastikdings auf den Nachttisch. "Das hatte ich vorher vergessen Ihnen auszuhändigen. Ich bitte um Verzeihung!", sagt er steif. "Ich hoffe, das Einführen hat auch so geklappt!"

Ich muss mich sehr darauf konzentrieren, nicht zu sagen, dass er doch einfach mal nachschauen soll, wenn er mir nicht glaubt. Das der Gedanke ein gewisses Kribbeln in mir hervorruft, verdränge ich entschieden.

"Ganz wunderbar!", gebe ich zurück. "Und jetzt möchte ich gerne schlafen!"

"Natürlich! Erholen Sie sich gut! Das Antibiotikum müsste nun wirklich anschlagen und dann werden Sie sich bald besser fühlen!", sagt er ruhig. Schließlich verlässt er das Zimmer und ich lasse die angestaute Luft heraus. Puh! Ich lasse mich in mein Bett sinken und schließe die Augen. Das war doch alles ein bisschen viel in den letzten Wochen! Dabei bemerke ich gar nicht, dass ein kleines Mädchen sich einfach unter meine Decke kuschelt. 

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt