Kapitel 76

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Kurz danach beschließe ich  nun aus der Wanne zu steigen. Der morgige Tag wird sicherlich auch anstrengend. Die Fortbildung dauert noch den ganzen Tag. Wir fahren erst abends in die Villa zurück. Salma möchte schließlich schon auch bespielt werden. Ich presse das Wasser aus meinen Haaren und stehe auf. Hui! Ganz schön wacklig. Ich schließe die Augen und versuche die Balance zu halten. Es gelingt mir so mäßig. Der rutschige Untergrund tut sein Übriges. Ich verliere das Gleichgewicht. Um nur ja nicht auf meinen Bauch oder die Narbe zu fallen drehe ich mich zur Seite.  Meine Stirn prallt schmerzhaft an der Kante der Wanne auf. Aua! Etwas benommen bleibe ich einen  Moment in der nun ziemlich leeren - und damit auch kalten Wanne sitzen. Puh! Zum Glück nicht auf den Bauch gefallen. Mein linkes Handgelenk schmerzt ein bisschen. Ansonsten scheine ich okay zu sein - bis auf die fies pochende Beule auf meiner Stirn. Meine Finger gleiten vorsichtig nach oben und tasten den Bereich. Es fühlt sich warm und feucht an! Scheiße! Ich schaue auf meine Finger. Dort ist Blut zu sehen. Verdammt!!! Wie erkläre ich das den Herren? Erneut versuche ich, dieses Mal mit mehr Grips, aufzustehen. Ich schaue in den Badezimmerspiegel. Tatsächlich ist knapp unter meinem Haaransatz an der Stirn eine kleine, aber schon etwas klaffende Wunde. Mir wird abwechselnd kalt und warm und schon wieder scheint sich mein Kreislauf zu verabschieden. Geistesgegenwärtig setze ich mich auf den Boden und angle mir ein Handtuch, welches ich auf die Wunde drücke. Mit einem anderen Handtuch wickle ich mich, so gut es mit einer Hand geht ein. Langsam stehe ich nun auf und setze mich an den Tisch. Erstmal muss mein Kreislauf wieder in die Höhe kommen. Ich trinke ein Glas Wasser und angle mir dann Salmas Koffer. Hoffentlich hat Jakob diesen auch mit ein paar Pflastern ausgestattet. Zufrieden betrachte ich den Inhalt. Ich setze mich mit den benötigten Utensilien an den Schminktisch und binde mir erstmal die Haare aus dem Gesicht. Dann reinige ich die Stelle. Sie blutet zum Glück nicht mehr so stark. Ich nehme mir eine Kompresse und falte sie doppelt. Mit einem Pflaster befestige ich beides an meiner Stirn. Das kann ich morgen früh, bevor Salma aufwacht, hoffentlich noch gegen ein Kleineres wechseln. Ich öffne meine Haare und kämme sie darüber. Na ja. Wahrscheinlich wird es ihnen schon auffallen. Aber ich habe das jetzt ja gut versorgt. Es besteht also kein Grund, es ihnen zu sagen, geschweige denn sie zu wecken. Sie haben schließlich morgen auch einen anstrengenden Tag vor sich. Sehr zufrieden mit mir ziehe ich ein T-Shirt über und lege mich ins Bett.

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt