Ich überlege, mich einfach schlafend zu stellen. Aber ich glaube, das wird nicht funktionieren. Nicht bei Jakob. Mein Herz schlägt schneller. Das kommt bestimmt vom Fieber. Meine Apartmenttür öffnet sich und ich krieche noch etwas tiefer unter die Decke.
"Fräulein Sievers?", fragt Jakob mit seiner ruhigen Stimme. Ich spüre, wie das Bett unter mir nachgibt. Hoffentlich hat er sich mittlerweile etwas angezogen. Ich luke unter der Bettdecke hervor. Jakob sieht mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. Ich würde am liebsten direkt wieder unter die Decke schlüpfen, als er sich Handschuhe überzieht und mich abwartend ansieht. "Sie haben die Wahl!", sagt er.
"Ja, zwischen Pest und Cholera!", gebe ich zurück und seufze. Schließlich drehe ich mich um und drehe ihm den Rücken zu. Vielleicht lässt er mich dann schneller in Ruhe. Bei dem Gedanken, dass er mich gleich intim berührt, kribbelt es in meinem Bauch. Ich höre die Bettdecke rascheln. Er deckt mich tatsächlich nicht auf, sondern tastet darunter nach meinem Höschen. So, als hätte er noch nie etwas anderes getan, zieht er es nach unten. Wenig später spüre ich, wie die Finger seiner einen Hand meine obere Pobacke etwas spreizen. Kurz darauf wird das Thermometer, ohne eine weitere Vorwarnung tief eingeführt. Ich zucke zusammen und versuche mit dem Becken auszuweichen. Das funktioniert allerdings nur bedingt, da Jakobs Hand mich fest in Position hält. Seine Berührung ist tatsächlich strikt medizinisch. Ich seufze leise. Eine Gänsehaut überzieht meinen Körper und zwar keine der angenehmen Sorte. Meine Zähne beginnen zu klappern. Ich versuche dies zu verhindern, doch ich habe keine Kontrolle darüber - Schüttelfrost vom Feinsten! Schöne Scheiße! Ein leises Piepsen ertönt. Meine Hüfte wird für einen Moment aus ihrem festen Griff entlassen.
"39,5!", verkündet Jakob.
"Da wir das jetzt alle wissen, kann ich jetzt ja schlafen gehen!", sage ich entschieden. Meine Zähne klappern immer noch aufeinander.
"Bleiben Sie bitte noch einen Moment auf der Seite liegen!", ordnet Jakob an. Ich verdrehe, zwischen einem weiteren Gänsehautschub, die Augen. Da spüre ich erneut etwas an meinem Hintertürchen. Auch der Griff um meine Hüfte verstärkt sich noch einmal. Ich spanne kurz dagegen, als etwas mit viel Nachdruck in mich geschoben wird. Ich stöhne kurz auf, was mir im nächsten Moment wieder sehr peinlich ist. Immerhin wird mir zwischendurch mal wieder kurz warm. Der Eindringling verbleibt in meinem Hintern. "Locker lassen! Ich möchte meinen Finger bitte wieder zurück haben. Aber ich musste sichergehen, dass der Wirkstoff ankommt!", sagt Jakob mit Nachdruck.
"Tablette wäre auch gegangen!", sage ich genervt, als sein Finger endlich wieder aus mir gezogen wird. Es fühlt sich nun sonderbar leer in meinem Hinterteil an.
"Na da haben Sie vorher aber etwas anderes ganz klar angekündigt!", sagt Jakob mit schneidender Stimme.
"Das bezog sich auf das Antibiotikum!", gebe ich zurück.
"...welches Sie jetzt nehmen werden!" Ich spüre wie er aufsteht und sich die Hände in meinem Badezimmer wäscht.
"Nö!", sage ich und bin eigentlich doch viel zu müde um zu diskutieren.
"Sagen Sie mir einen Grund warum Sie das nicht nehmen wollen!" Verdammt! Ich will das mit ihm nicht diskutieren! Erst recht nicht mit einem Gynäkologen!
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Cinderella in Chucks
RomanceDiese Geschichte steht für sich alleine und hat (bisher) keinen Querbezug zu meinen anderen Geschichten. Ina ist frisch gebackene Erzieherin und hat gerade ihre Abschlussfeier überstanden. Wenige Tage später erhält sie eine rätselhafte E-mail der Ge...
