Aus Inas Sicht
Diese Schnepfe! Ich habe sie schon gehasst, als ich sie das erste Mal sah. Und es wird nicht weniger. Ich bin mir sicher, dass sie nach wie vor auf Jakob aus ist. Gott sei Dank kann ich mich mit Salma gut ablenken und das Essen ist wirklich sehr lecker. Salma plaudert mit ihrer Sitznachbarin. Eine junge, sehr sympathische Frau. Etwas älter als ich, denke ich mal, wenn sie bereits Ärztin ist. Ihre langen braunen Locken fallen ihr über die Schultern. Nur ein Band hält diese davon zurück ihr ständig ins Gesicht zu fallen. Ihr Gesicht ziert eine gewisse Blässe. Ihre Lippen dagegen glänzen blutrot. Ich kann nicht anders, als sie immer wieder anzustarren, weil ich sie so dermaßen hübsch finde. Sie lächelt mir scheu zu. Sebastian scheint einen Narren an ihr gefressen zu haben. Immer wieder fordert er sie mit frechen Kommentaren heraus, die sie sanft erröten lassen. Jedoch ist sie auch nicht auf den Mund gefallen und kontert prompt. Ich sehe Sebastian an, wie sehr ihm Schneewittchen, wie ich sie für mich nenne, gefällt. Was sie wohl für eine Fachrichtung hat? Auch Salma ist von ihr, wie bezaubert.
Schließlich folgt endlich das Dessert. Ich atme auf. Das muss ich noch überleben und dann kann ich mich wieder in das gemütliche Bett zurückziehen und dort Salma zum Schlafen bringen. Und dann werde ich mir in dem Whirlpool, der zu unserem Zimmer gehört, ein Bad gönnen.
Da spüre ich Jakobs Hand an meinem Knie. Ich schaue ihn erstaunt an. Er lächelt mir zu und beugt sich zu mir. "An was denkst du gerade?", fragt er leise in mein Ohr. Ich sehe, dass Seraphine genau mithört. Ich überlege einen Moment, dann gebe ich mir einen Ruck und lege Jakob auch eine Hand auf seinen Oberschenkel.
"An den Whirlpool in unserer Suite. Du und ich!", sage ich nicht ganz leise und muss mühsam ein Lachen unterdrücken, als sich Seraphines Augen für einen Moment weiten und sie dann sehr beherrscht ihren Stuhl zurückstößt und aus dem Saal stöckelt. Nun kann ich es nicht mehr zurückhalten und drücke mein Gesicht in Jakobs Halsbeuge, um nicht haltlos und laut loszulachen. Allerdings vergeht mir das Lachen direkt, als ich spüre, wie Jakobs Finger auf einmal ein Eigenleben entwickeln und seine Fingerspitzen sanft an der Innenseite meiner Oberschenkel entlangwandern. Ich halte die Luft an. Doch die Bewegung hört nicht auf. Vorwitzige Finger streicheln sanft über meinen Zwickel. Viel zu sanft. Ich muss nun wirklich an mich halten, um nicht aufzustöhnen. Ich inhaliere tief seinen Duft und genieße sein gekonntes Fingerspiel auf meiner Scham. Dabei spreize ich meine Beine deutlich weiter, um Jakob den Zugang zu gewähren.
Das energische Stöckeln zeigt mir an, dass Seraphine erneut zum Angriff schreitet. Ich löse mich von Jakob und lächle ihr zu. Es heißt ja: Wann immer du mit einem Gegner konfrontiert wirst, liebe ihn. Bezwinge ihn mit Liebe. Sie lächelt zurück. Gut. Dann haben wir die Fronten ja geklärt. Ich lehne mich zurück und leere mein Glas. Der Nachtisch - ein geeistes Beerenmus an Weinschaumcrème mit Pralinen nach Art des Hauses war wirklich ein Gedicht.
"Wissen Sie, Ina. Ich bin ja Gynäkologin aber auch Expertin für Nahrungsergänzungsmittel und sie haben nun ja doch eine gesundheitlich sehr anstrengende und zehrende Zeit hinter sich gebracht. Ich habe ihnen daher gerade aus meinem Zimmer eine besondere Mischung geholt. Sie ist ideal für Ihren sicherlich sehr niedrigen Ferritinwert und auch zum Aufbau Ihrer Darmflora nach der starken Antibiotikagabe." Sie schiebt ein wunderschönes, kelchförmiges Glas, mit einer roten Flüssigkeit zu mir herüber. "Trinken Sie. Sie werden sich dann nicht mehr so erschöpft fühlen. Das wird Ihnen helfen. Sie werden die Wirkung sofort spüren! Ich gebe Ihnen dann morgen gerne noch mehr davon mit!" Sie schaut mich abwartend an. Jakob fragt sie noch, was darin ist. Sie antwortet irgendwelches medizinisches Kauderwelsch, welches ich nicht verstehe.
"Ina. Ich denke, es ist tatsächlich sinnvoll, wenn du das trinkst. Es wird dir gerade mit der Erschöpfung helfen, gegen die du noch kämpfst!", sagt Jakob ruhig. Irgendwie sträubt sich in mir alles, dieses Getränk zu mir zu nehmen. Aber wenn Jakob davon überzeugt ist, wird es mir ja wohl nicht schaden, oder?
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Cinderella in Chucks
RomanceDiese Geschichte steht für sich alleine und hat (bisher) keinen Querbezug zu meinen anderen Geschichten. Ina ist frisch gebackene Erzieherin und hat gerade ihre Abschlussfeier überstanden. Wenige Tage später erhält sie eine rätselhafte E-mail der Ge...
