Kapitel 83

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Kurz darauf kommt auch schon Jakob ins Zimmer. Er macht mich von den Manschetten los. Meine Handgelenke fühlen sich seltsam leer an. Dann legt er mir Kleidung heraus und hilft mir etwas beim Anziehen. Das fühlt sich mittlerweile schon ziemlich vertraut an. Ich spüre mittlerweile ganz schön meinen Nacken. Vorsichtig beuge ich meinen Kopf hin- und her. Jakob legt mir sanft seine Hand in den schmerzenden Bereich.

"Ich behandle dich nachher!", sagt er lächelnd. Als ich schon ansetzen möchte zu sprechen hält er direkt dagegen. "Und nein! Keine Widersprache!" Ich kann nicht anders, als die Augen zu verdrehen. Jakob tritt daraufhin sehr nahe an mich heran. Ich kann die kleinen bernsteinfarbenen Punkte in seiner Pupille sehen. Ich halte einen Moment seinen Blick, bevor ich ihn pflichtschuldig senke. Ich habe diese Art und Weise der freiwilligen Untergebung bisher noch nie erlebt. Aber sie macht etwas mit mir!  Wenig später treten wir vor das Anwesen von dem ich nun doch überraschend wenig gesehen habe. Blanche steht vor einer Großraumlimousine umgeben von Männern. Einer hübscher, als  der andere. Ich erkenne Primus wieder, der direkt zu uns tritt.

"Du hast geschlafen, als ich nach dir gesehen habe!" Er lächelt mir zu. "Die Fäden werden sich selbst auflösen. Ich möchte dann bitte ein Bild von der hoffentlich kaum vorhandenen Narbe!", sagt er eindringlich. Allerdings hat er ein Lächeln in den Augen. Ich nicke. Salma gesellt sich zu mir und kuschelt sich an mich heran. "Dann pass mal gut auf Ina auf, ja!", sagt Primus und kniet sich zu Salma. Ich bin währenddessen abgelenkt, da Blanche recht angeregt mit ihren Brüdern zu diskutieren scheint. Ihre Wangen sind auch nun wieder gerötet. Wenn mich nicht alles täuscht, ist sie sogar die jüngste der Geschwister. Mir ihr möchte ich wirklich nicht tauschen. Da tritt Sebastian aus dem Haus. Er scheint nur Augen für Blanche zu haben. Oh interessant! Er gesellt sich zu ihr und nimmt sie, vor ihren Brüdern, auf eine recht einnehmende Art und Weise in den Arm. Seine eine Hand wandert sogar kurz über den engen Rock auf Höhe ihres Pos. Die Blicke der Brüder verfinstern sich ziemlich. Sebastian lässt sich allerdings nichts anmerken. Seine Hand verweilt nun für einen kurzen Augenblick an ihrem Kinn. Kurz darauf senkt er seinen Kopf und scheint ihr etwas ins Ohr zu flüstern. Blanche lacht leise. Ihre Knie scheinen weich. Da hat es jemand ganz schön erwischt!

"Blanche, wir müssen!", sagt Primus und drängt sich kurz darauf mehr oder weniger zwischen die beiden. Blanche öffnet für einen Moment den kirschroten Mund um ihn dann wieder zu schließen. Ihre Kiefer verhärtet sich für einen Moment. Dann winkt sie mir zu und setzt sich dann ins Auto. Salma lässt das natürlich nicht einfach so gelten und brüllt ihr hinter: "Bis bald Blanche!" Dann setzen auch wir uns ins Auto. Bestimmt hat Sebastian Blanches Nummer. Da können wir schreiben und uns vielleicht sogar mal gegenseitig besuchen.

Jakob hat dankenswerterweise die Limousine so ausstatten lassen, dass ich liegen kann. Er sitzt an meinem Kopfende, seine Hand ruht auf meiner Schulter. Ich fühle mich ruhig und beschützt.

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt