Jakobs Blick verändert sich und auch Kilian wirkt auf mich nun noch ein Stück dominanter als vorher.
"Möchtest du, bevor wir zu unserer Fortbildung müssen, noch auf die Toilette?", fragt Kilian dennoch relativ sanft. Ich nicke. Kilian hakt die Manschette aus. "So. Jetzt ganz langsam!" Er stützt mich mit beiden Händen.
"Ich sehe schon, ihr zwei kommt alleine zurecht. Ich ziehe mir mal etwas an!", sagt Jakob. Mein Herz schlägt für einen Moment schneller. Jedoch weiß ich ja, dass ich Kilian vertrauen kann. Ich atme tief durch.
"Sehr gut!", sagt Kilian, während Jakob das Zimmer, nach wie vor nur mit einem Handtuch um seine Lenden, verlässt. Kilian schüttelt lachend den Kopf. Dann bekomme ich wieder seine ungeteilte Aufmerksamkeit. "So. Wir probieren mal stehen!" Vorsichtig stelle ich mich auf meine Beine. "Schwindel?", fragt er. Ich schüttle den Kopf und verziehe dann doch etwas das Gesicht. "Gut. Dann probieren wir das mit der Toilette!" Seine Hände umfassen sanft meine Taille und führen mich so in das Badezimmer.
"Ähm, du lässt mich aber schon alleine auf der Toilette, oder?",frage ich zaghaft.
"Hm. Mal schauen ob ich etwas zum Anbinden finde!", sagt er bierernst. Ich schaue ihn mit großen Augen an. Da verzieht sich sein Gesicht zu einem ansteckenden Lachen. Ich kann gar nicht anders als mitzulachen, was mein Kopf allerdings wieder mit einem ziemlichen Ziehen quittiert.
"Entschuldige bitte!", sagt Kilian. "Ja. Ich lasse dich alleine auf der Toilette. Aber die Tür bleibt offen!"
"Okay!", sage ich leise.
"Kann mich auf dich verlassen?", fragt Kilian. Sein Blick wird sehr eindringlich.
"Kannst du! Aber..."
"Was?", fragt Kilian mit hochgezogenen Augenbrauen.
"Ich muss jetzt wirklich!", sage ich zappelnd.
"Selbstverständlich!", gibt er zurück und läuft im Schneckentempo aus dem Badezimmer. Sadist! Schließlich erleichtere ich mich, wasche mir die Hände und betrachte mich für einen Moment im Spiegel. Schnell putze ich mir noch die Zähne und wasche mir das Gesicht. So fühle ich mich zumindest halbwegs wie ein Mensch. Langsam verlasse ich dann das Badezimmer und gehe erleichtert zum Bett zurück. Kilian betrachtet mich aufmerksam. Ich lege mich hin und schließe die Augen. Kilian deckt mich zu. Kurz darauf höre ich, wie sich die Tür öffnet.
"Zimmerservice!", sagt Jakobs Stimme. Ich öffne träge die Augen. Er ist nun genauso geschniegelt wie Kilian. Er stellt ein Tablett auf meinen Nachtisch. Darauf stehen lauter leckere und gesunde Dinge. Ich lächle ihn an.
"Wir müssen!", sagt Kilian. Jakob tritt zu mir und befestigt die Manschetten mit einem kleinen Schloss an den Bändern am Bett.
"Better safe then sorry!", sagt er mit einem Zwinkern. Dann legt er mir mein Handy auf den Nachttisch. "Wenn irgendetwas ist, dann rufst du mich an! Verstanden?", fragt er leise und eindringlich. "Wir schauen alle halbe Stunde nach dir!", ergänzt Kilian. Jakob beugt sich zu mir herunter und küsst mich sanft - aber leider sehr keusch- auf die Stirn. Ich lächle, schließe die Augen und stelle mir den Kuss an einer gänzlich anderen Stelle vor.
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Cinderella in Chucks
RomanceDiese Geschichte steht für sich alleine und hat (bisher) keinen Querbezug zu meinen anderen Geschichten. Ina ist frisch gebackene Erzieherin und hat gerade ihre Abschlussfeier überstanden. Wenige Tage später erhält sie eine rätselhafte E-mail der Ge...
