Kapitel 69

1.7K 94 7
                                        

Glücklicherweise lassen sich die Männer auf den Vorschlag ein und so werden in fieberhafter Aktivität Sachen gepackt und in die Autos der Männer gepackt.

Am nächsten Morgen werde ich zusammen mit Salma und Christian in die Limousine gepackt, während Jakob und Sebastian zusammen in einem SUV unterwegs sind. Christian achtet peinlich genau darauf, dass der Gurt mich nicht einschneidet und ich halbwegs bequem sitze. Währenddessen bedient sich Salma an der Getränkebar der Limousine. Kurz darauf geht die Reise los. Das Sitzen ist tatsächlich nicht so bequem, so dass ich nach einiger Zeit auf das Sofa wechsle. Bald bin ich eingeschlafen, während Christian Salma bespaßt. Etwas verdattert wache ich wieder auf, als das Fahrzeug vorsichtig zum Stehen kommt.

"Gut geschlafen?", fragt Christian lächelnd und schaut mich musternd an.

"Ja. Überraschend gut!", gebe ich zurück. Vorsichtig richte ich mich auf. Das zwickt schon noch ganz schön. Salma öffnet die Tür. Langsam, mit Christians Unterstützung, klettere auch ich heraus und stehe vor einem imposanten Gebäude. Jakob und Sebastian sind bereits da. Auch von Jakob bekomme ich einmal den Körperscan. Ich verdrehe die Augen, worauf sich sein Blick verschärft. Ich tu so, als hätte ich nichts mitbekommen, und wende mich Salma zu. Zwei Bedienstete kommen und bringen unser Gepäck hinein. Gemeinsam betreten wir die Anlage. Es ist angeregtes Stimmengewirr zu hören. Salma und ich, die ganz klar nicht dem Dresscode ( Anzug= Männer, Kostüm= Frauen) angehören, fallen natürlich direkt auf, als wir die Lobby betreten. Mir sind die Blicke unangenehm. Vor allem mit dem Wissen, dass das alles Mediziner sind. Schnell wende ich mich, mit Salma an der Hand, dem freundlichen Pförtner zu, der uns direkt unser Zimmer zeigt. Jakob begleitet uns. Das Zimmer wird mit der Schlüsselkarte geöffnet. Ich staune nicht schlecht: Es ist eine waschechte Suite. Der Ausblick ist gigantisch. Gegen den Park, der die Anlage umschließt, ist der an der Villa klein. Staunend trete ich an das Fenster. Meine Hand ist dabei unabsichtlich auf meinem Unterbauch - in Höhe der Narbe. Salma stürzt sich auf den Haufen Spielzeug, den das Hotel - wohl auf Anfrage der Herren - bereit gestellt hat. Sie ist erstmal beschäftigt. Jakob tritt zu mir. Seine Hand berührt meinen Oberschenkel - wie zufällig.

"Hast du Schmerzen?", fragt er mich und sieht mich musternd an.

"Nein!", sage ich ehrlich und suche seinen Blick.

"Gut! Wir haben alle unsere Handys auf laut! Wenn irgendetwas ist mit dir oder Salma, dann meldest du dich!", sagt er mit eindringlicher Stimme. Dabei umfasst seine Hand für einen Moment die meine. Es fühlt sich wunderschön an, diesen Augenblick zu teilen. Da drängelt sich ein kleines, hübsches Mädchen zwischen uns. Sie strahlt uns beide an und lehnt sich an uns. Dann nimmt sie meine linke Hand und Jakobs rechte Hand. Beide legt sie bei sich auf die Schulter und schaut entzückt auf ihr Spiegelbild in der klar polierten Scheibe. Über ihren Kopf lächle ich Jakob an. Auch er schenkt mir ein Lächeln. "Leider muss ich los, Salmaschatz!", sagt er und beugt sich herunter zu ihr. "Passt du gut auf Ina auf? Du weißt, sie muss sich noch schonen!"

"Klar. Das mache ich. Du hast ja mit mir meinen Arztkoffer neu ausgestattet. Den habe ich mitgebracht!", sagt sie mit pflichtbewusstem Blick. Ich weiß noch nicht, ob ich das so gut finden soll.

"Sehr gut! Dann bis nachher!"

"Bis später Jakob!", sagt sie und winkt ihm hinterher. Ich lasse mich auf das sehr bequeme Sofa sinken und betrachte Salma, wie sie die Tür hinter Jakob schließt. 

Cinderella in ChucksGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt