Obwohl mir das wahrscheinlich nichtmal gestattet war, legte ich meine Hand auf Wes nackten und muskulösen Oberkörper. Er war kalt. Ich wunderte mich, wieso er nicht zitterte. Ich würde wahrscheinlich erfrieren, wenn ich so kalt wäre.
"Schläfst du mit mir?", fragte ich ihn und versuchte dabei so unschuldig wie möglich zu klingen.
Reiß dich zusammen, Annabelle! Du bist eine verdammte Jungfrau und das solltest du auch besser bleiben, also sei leise!
"Deshalb sind wir doch hier.", neckte er mich und ich sah ihn böse an.
"Ich, ich bin in sowas aber nicht gut, also ich kann es nicht so gut.", stotterte ich und sah zu Boden.
"Wie du kannst das nicht gut?", fragte Wes verwirrt. Langsam wurde ich zur Tomate.
"Ich hatte noch nicht so oft Sex wie du, Wesley! Ich bin nicht so...geübt.", berichtete ich ihm, obwohl es eigentlich eher gelogen war.
Ich wollte aber nicht, dass er es wusste, dass ich eine verfickte Jungfrau war. Dafür war mein Ego zu groß.
"Das ist doch nicht schlimm. Solange du keine Jungfrau mehr bist, ist alles gut. Wenn ich etwas falsch mache, kannst du mir das ruhig sagen und ich höre sofort auf.", schwor Wes.
Oh shit!
Das entwickelte sich gerade falsch, weil Wesley offensichtlich ein Problem damit hätte, wenn er wüsste, dass ich mit Niemandem geschlafen hatte. Ändern konnte ich es jetzt doch sowieso nicht und er würde es schon hoffentlich nicht merken.
Ich durfte nicht nachdenken, sondern einfach handeln. So schlimm würde es schon nicht werden und wenn es notwendig war, musste ich es ihm eben nachher sagen.
Ich grinste etwas unsicher und vernichtete dann den restlichen Raum zwischen uns.
Dann küsste ich ihn. Ohne Zwang und ich fühlte mich plötzlich wieder komplett nüchtern. Wes erwiderte den Kuss sofort und drückte mich näher an sich.
"Das wird sowas von schiefgehen!", murmelte ich.
"Ja, wird es! Ist doch egal.", bekam ich eine Antwort und wurde langsam und sanft aufs Bett geschubst.
Kurz darauf landete Wes auf mir, der mich von meinem Oberteil befreite.
Vor Scham bedeckte ich mit beiden Händen mein Dekolleté. Er sah mir tief in die Augen.
"Du musst dich nicht schämen. Du bist wunderschön.", meinte er grinsend und drückte mir einen Kuss auf die Stirn.
Das musste ich tatsächlich nicht, aber ich tat es trotzdem. Es war mir peinlich so unerfahren zu sein und dass Wesley meinen nackten Körper sehen würde ebenfalls.
"Wir können es auch lassen, wenn du dir nicht sicher bist.", schlug er vor, als er mein verunsichertes Gesicht sah.
Ich gab mir einen Ruck. Stell dich nicht so an!
"Es ist alles gut!", versicherte ich ihm und fuhr mit dem Zeigefinger über den Adamsapfel an seinem Hals.
"Na, gut!", seufzte er und strich mir eine Strähne hinters Ohr.
Dann beugte er sich zu meinem BH und küsste einen Pfad bergab zu meinem Rock. Ich drückte meinen Körper ihm entgegen. Sein Blick wanderte prüfend zu mir, bevor er mir meinen Rock nach unten auszog.
Wesley sah zu meinen Beinen und küsste dann die Stellen, um meine Unterwäsche herum. Es fühlte sich gut an und vernichtete das Angstgefühl.
„Rede mit mir, Belle!", verlangte er von mir und zog mir währenddessen an den Enden meinen Tanga aus.
Ich presste die Beine zusammen. Er fasste mit seiner rechten Hand an die Stelle dazwischen.
„Ich habe Angst, dass...dass....Es hört sich komisch an das zusagen.", bemerkte ich und ließ es bleiben.
„Nein, ich möchte es hören.", befahl er mir weiter zu reden.
„Ich hab Angst, dass ich nicht gut genug bin oder dass du mich nicht hübsch findest.", sagte ich und es fühlte sich so lächerlich an, was ich da vor mich her redete.
"Ich finde dich wunderschön. Das solltest du wissen. Du bist verdammt heiß. Mach dir darüber nicht so viele Gedanken!", riet er mir und hatte wahrscheinlich Recht.
Es war doch egal. Ich sollte nicht so verspannt sein.
Ich griff nach seiner Hand, die zwischen meinen Schenkel war und legte sie auf meine Mitte. Sie war kalt so wie sein ganzer Körper.
"Oh Wesley! Bitte!", presste ich heraus, als seine Finger etwas weiter herunterglitten.
"Du bist kalt.", redete ich einfach drauf los, damit keine komischen Töne aus mir herauskamen.
"Dann wärme meine Finger!", verlangte er von mir und ich spürte zwei seiner Finger etwas in mir.
"Fuck!", fluchte ich und drückte meine Hände in die Matratze. Seine Finger waren nun noch tiefer in mir, während er meinen Körper küsste.
"Lauter!", befahl Wesley mir und bewegte seine Finger.
Mein Körper war elektrisiert. Das Gefühl war so ungewohnt und fremd, aber trotzdem total schön.
"Oh Gott!", seufzte ich in meinem Stöhnen.
Ich sah ihn nicht, aber ich wusste, dass er in dem Moment wahrscheinlich grinste.
"Der wird dir jetzt auch nicht mehr helfen können.", behauptete Wesley und ließ auf einmal ganz von mir ab, auch wenn ich das nicht wirklich wollte.
Er sah mein flehendes Gesicht.
"Ich will nicht, dass du jetzt schon kommst.", meinte er und öffnete mein BH, sodass ich jetzt mehr oder weniger kein einzigen Fetzen Stoff mehr trug. Er dagegen ja sehr wohl. Sanft drückte er mein Kinn hoch und gab mir dann einen lang anhaltenden Kuss.
"Hast du Kondome?", fragte ich schon wieder angespannt.
"Du hast es aber ganz plötzlich echt eilig.", witzelte Wes und beugte sich über mich um eine viereckige Plastikverpackung aus der Nachttischschublade zu fischen.
Ich war etwas unschlüssig, ob ich ihm seine Hose ausziehen sollte, aber er beantwortete die Frage selbst, als er aufstand und sie sich selbst auszog.
Ich tat dabei so, als wäre ich mit meinen Fingernägeln beschäftigt, aber linste zu ihm. Er ertappte mich nur leider dabei.
"Du kannst ruhig schauen. Ich habe nichts zu verbergen.", lachte Wesley und verschränkte die Arme vor seiner Brust.
"Ich weiß nicht, wovon du redest.", tat ich mit einem Schulterzucken so, als wüsste ich von Nichts.
Ich hatte mich noch nie so angestrengt ihm in die Augen zu sehen. Wahrscheinlich war ich einfach nur neugierig, weil ich Wesley unterhalb des Bauchnabels noch nie nackt gesehen hatte. Er sah gut aus und das wusste er auch.
"Du machst mich verdammt scharf, mit dem was du die ganze Zeit machst.", berichtete er mir, was ich sowieso schon gesehen hatte.
Ich grinste.
"Was ist so lustig?", informierte er sich und riss jetzt mit dem Mund die Verpackung des Kondoms auf.
"Die Vorstellung, das ich vor ein paar Tagen nichtmal im Traum daran gedacht hätte, dass wir...", stotterte ich und jetzt war er derjenige, der lachte, weil er mich aus dem Konzept gebracht hatte.
Geduldig sah ich ihm dabei zu, wie er sich selbst das Kondom überzog und dann wieder zu mir kam.
"Du hast noch nicht fertig gesprochen. Dass wir, was machen, Annabelle?", provozierte er mich und krabbelte wieder über mich.
"Dinge tun, die wir nicht tun sollten.", versuchte ich es etwas zu umschreiben und währenddessen den Gedanken auszublenden, dass sein nackter Körper meinen berührte.
"Doch wir sollten es tun und zwar jetzt.", sagte er es anders, weil es bei mir so negativ klang.
"Du weißt, was ich damit meine.", erklärte ich ihm und war aber abgelenkt, weil seine rechte Hand auf meinem Oberschenkel lag.
Er bemerkte meine wiederkehrende Anspannung.
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One day you'll understand why
RomanceWes trug mich zurück zum Steg und bekam dadurch die Aufmerksamkeit von den meisten. "Fick dich!", schrie ich und schlug ihm auf den Rücken. Keine Chance! "Temperamentvoll ist die Kleine ja schon.", hörte ich eine mir unbekannte Stimme sagen. "Babe...
