stimmungsschwankungen

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In der Küche hielt ich inne, da dort Belle an der Herdplatte saß und gerade eine Tablette in ein Glas Wasser warf, dabei summte und ihren süßen Hintern dazu bewegte. Ich wollte den Blick abwenden, aber konnte nicht, weil ich so sehr auf sie fixiert war. Bevor sie sich noch umdrehte und mich erwischte, räusperte ich mich.
Schnell folgte sie meinem Ton.
"Ist was?", wollte sie wissen, weil ich da ziemlich planlos am Türrahmen lehnte.
"Ja, ich muss da auch mal hin.", meinte ich und sie machte mir sofort ein wenig Platz, weil die Küche echt nicht die größte war.
Ich kramte im Regal hinter den Tellern nach vier Packungen und schmiss sie einfach auf die Theke direkt neben Annabelle. Anstatt meine Medikamente in Ruhe zu lassen, nahm sie sie und sah sich an, was ich da ab und zu mal nehmen musste. Ich hasste es, wenn Leute das taten.
"Du nimmst Medikamente gegen deine Aggressionen?", fragte sie und sah mich dann misstrauisch an.
"Na und?", fragte ich augenverdrehend und nahm ihr die eine Packung ab.
"Was ist das hier alles?", fragte sie und laß die Namen auf den anderen Mitteln.
"Paroxetin."
Sie hielt inne.
Das war das, was ich nicht wollte, dass sie es sah. Ich wusste, dass Annabelle wusste, was das ist. Sie war schlau.
"Bist du, also hast du...?", fragte sie verwirrt und laß es immer wieder leise vor sich hin, als hätte man das sowieso nicht schon denken können.
Ich war wohl das perfekte Beispiel.
"Ja, ich leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung und jetzt gib das her!", sagte ich total gereizt und nahm ihr das Zeugs weg.
Sie blickte auf in mein Gesicht. Sie suchte meinen Blick. Wie ich es nicht leiden konnte!
"Lass das!", verlangte ich von ihr und wandte mich ab, um die Kapseln zu schlucken und mit einem schon bereit gestellten Glas Wasser nachzuspülen.
"Du hättest mit mir darüber reden können.", fing sie an.
Ich lachte zu laut.
"Damit du Mitleid mit mir haben kannst? Ich verzichte.", sagte ich kühl und stopfte alles zurück an seinen Platz.
"Wieso müssen wir uns immer streiten?", fragte sie.
In ihrer Stimme lag Bedauern und irgendwie Traurigkeit.
"Wir könnten zur Abwechslung auch mal wieder ficken. Das letzte Mal war schon..., ich überlegte, drei Tage her. Erinnerst du dich? Ich konnte dich nicht aufhalten. Du bist über mich hergefallen.", zog ich sie auf.
Das war nicht Ich. Ich hatte das gerade nicht gesagt. Das war meine Arschloch-Version gewesen, die die Annabelle immer wehtat.
"Sag sowas nicht!", meinte sie.
Das hätte ich nicht machen dürfen, weil ich wusste, dass es ihr total peinlich war.
"Ich sage nur wie es war und du weißt das.", entgegnete ich.
Für mich war das im Moment klar, weil ich nämlich die Wahrheit sagte. Es verletzte sie wahrscheinlich, aber das kümmerte mich nicht.
"Du bist ein Arsch.", fluchte sie. Da hatte sie Recht.
"Das weiß ich. Erzähl mir was neues!", verlangte ich und zog beide Augenbrauen hoch.
"Okay! Wieviele Mädchen hattest du diese Woche schon?", fragte sie mich und verschränkte die Arme vor der Brust.
Offensichtlich ließ sie sich nicht so schnell einschüchtern.
"4 oder 5. Bei der einen bin ich mir nicht mehr ganz sicher.", antwortete ich brav wie ein Hund.
"Wieso hast du das gemacht?", wollte sie weiter wissen.
Was fragte sie, als Nächstes? Vielleicht wie groß die Titten von denen waren?
"Ich vögel den Gedanken aus meinem Kopf, das ich dich irgendwann doch verdienen werde.", seufzte ich und gähnte, da mich die Müdigkeit jetzt im Griff hatte.
"Geschafft?", fragte sie und hob skeptisch eine Augenbraue.
"Wäre ich hier, wenn's funktioniert hätte?", stellte ich eine Gegenfrage. Das war selbsterklärend.
Sie schüttelte den Kopf.
Ich war etwas überrumpelt, als sie auf mich zukam und mein Shirt auf die Seite zog, sodass mein linkes Schlüsselbein freigelegt war.
"Ist das davon?", wollte sie wissen und deutete auf die unzähligen dunklen Knutschflecken. Ich nickte und legte meine Hand auf ihre warme, die auf meiner Schulter lag.
"Tat es dir weh, als ich dich das erste Mal gefickt habe?", wechselte ich das Thema, weil ich mich das schon die ganze Zeit gefragt hatte.
Wir hatten nicht eher darüber geredet, aber wenn ich gewusst hätte, dass es ihr erstes Mal gewesen war, hätte ich es wohl etwas langsamer und sanfter angegangen.
"Nein, ich hatte gar keine Schmerzen.", sagte sie ernst, sodass es nicht so klang, als würde sie lügen.
"Wieso hast du mir nichts gesagt?", fragte ich, obwohl ich die Antwort schon erahnen konnte. Allerdings sollte sie mir das sagen.
"Das ist kein großes Ding für mich. Es war mir in dem Moment einfach peinlich, weil du eben schon so erfahren bist. Ach, ich weiß auch nicht.", meinte sie und stöhnte.
Ich musste wegen ihrer Wortwahl grinsen, auch wenn ich es eigentlich unterdrücken wollte. Sie hatte anscheinend was anderes erwartet, weshalb sie dann auch etwas angepisst schaute.
"Ich finde du machst das ziemlich gut.", meinte ich und zog ihre Hüfte zu mir, weil ich mich mittlerweile auf einen Stuhl gesetzt hatte.
"Was genau meinst du damit?", wollte sie wissen und war von der Sache wohl etwas überrumpelt, weshalb ich sie wieder losließ.
"Alles, was ich mag!", grinste ich, wobei ich mich schwer konzentrieren musste, dass meine Hose nicht enger wurde.
Ihr Kleid stand ihr einfach so scheiße gut. Die Erinnerung, das sie unter dem ja überhaupt nichts trug, kam mir wieder.
"Zum Beispiel?", fragte sie jetzt und lächelte leicht, weil sie wusste, wie mich diese Fragerei folterte.
Sie wusste, was ich wollte und zwar immer in dem aller unpassendsten Moment.
Ich stöhnte laut auf und legte den Kopf in den Nacken, als ich wieder gerade aussah, saß sie auf meinem Schoß.

One day you'll understand whyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt