epilog 6/

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"Dich herzubringen.", schnaufte Wesley angestrengt und verbarg seine zitternde Hand unauffällig hinter seinem Rücken.
Es war ihm zu viel.
Alles!
Ich bin ihm zu viel.
Mir war nicht bewusst wie nervös ihn meine Anwesenheit machen würde. Wesley hatte sich verändert, auch wenn ich mir das selbst nicht eingestehen wollte. Er war nichtmehr der Draufgänger. Er war erwachsen. Wir waren beide erwachsen und wir hatten Gefühle.
Wes war seinen Gefühlen ausgeliefert.
"Ich wette wir verstehen uns blendend.", meinte Hazel und zwinkerte mir zu.
Sie wollte ihn reizen, ihn verantwortlich machen für seine Fehler, ihn quälen.
Für sie war ich nur die Waffe, um ihn zu verletzen.
Das wollte ich aber überhaupt nicht sein.
Ich wusste nicht, was er ihr angetan hatte, was die beiden noch für ein Verhältnis hatten, aber es sollte mich weder interessieren noch etwas angehen.
"Wesley, ich verstehe was du an ihr hast. Sie ist hübsch, klug und süß.", beschrieb Hazel mich und ich versuchte den Drang zu unterdrücken ihr zu widersprechen.
Was sie redete, war kompletter Unsinn.
Trotzdem klang ihre Stimme eifersüchtig und neidisch.
"Ich stehe nicht auf Annabelle.", sagte er und dabei spürte ich, dass Wes in Gedanken meine Brust aufschnitt, mein Herz herausholte und es mit einem Messer in tausend Stücke zerhackte.
Ich hasse dich.
Wie konnte man so etwas sagen und dabei so emotionslos wirken?
Es tut weh.
Mein Kopf schmerzte.
"Ich weiß, dass du das jetzt nichtmehr tust, aber du sehnst dich nach dem, was zwischen euch war, bevor du sie verlassen hast. Du fügst dir selbst den größten Schmerz zu, indem du ihr wehtust, weil du versprochen hast es nie wieder zutun. Es tut weh. Es tut sehr weh. Vielleicht verstehst du mich nun ein wenig besser.", behauptete sie und ich war mir ziemlich sicher, dass Hazel Therapeutin war, weil sie genau wusste, von was sie dort gerade sprach.
Ohne Vorwarnung stand sie auf, nickte mir wahrscheinlich zum Abschied zu, fand ihre Kopfhörer und bewegte sie sich Richtung Tür.
"Hazel..."
"Fick dich, Dr. Wesley Sebastian Scott!"
Die Tür knallte laut.
Wes und ich schwiegen beide und ich mied dabei den Augenkontakt.
"Sie ist...", wollte ich Hazels Auftritt Kommentieren, aber mir fiel das richtige Wort nicht ein.
"Dramatisch.", ergänzte er und seufzte.
"Was erwartest du, nachdem du ihr Herz gebrochen hast?", fragte ich unverständlich nach ohne die Vorgeschichte der beiden zu kennen.
Er schwieg.
"Es tut mir leid, wenn ich dich mit meinen Worten verletzt habe.", rutschte es ihm dann heraus.
Ohoo! Eine Entschuldigung.
"Hast du nicht! Es ist in Ordnung.", log ich und versuchte mir dabei nichts anmerken zu lassen.
Es kam mir etwas komisch vor, als er näher zu mir trat und mich aufmerksam beobachtete.
"Meinst du wir schaffen es zusammen zu arbeiten?", wollte ich wissen und erhielt nur ein schwaches Nicken als Antwort.
Das war eine Lüge.
"Wir vergessen also einfach die Vergangenheit?"
Das konnte wir beide nicht, das ging nicht...
"Ja, genauso so werden wir das machen!", stimmte er mir mit wenig Überzeugung zu und drückte mein Kinn nach oben.
Wieso zwang er mich ihn anzusehen, wenn er doch wusste, wie schwer das alles für mich war?
"Kein Sex!"
"Kein Sex!", wiederholte Wes, sodass es absurd klang.
"Nur Arbeit!"
"Nur Arbeit!"
Es ist eine dumme Idee.
Seine Wort schallten in meinem Kopf wieder, sodass ich mein Gehirn ausschaltete und einfach nur dem nachging, was mein Herz mir sagte.
Küss ihn! Küss ihn!
Allerdings war es gar nichtmehr nötig auf mein Herz zu hören, da diesmal Wesley derjenige war, der sich meinen Lippen näherte und dann den restlichen Platz nichtete.
Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und wappnete mich innerlich darauf, weil ich wusste, dass es nicht nur bei einem zweiten Kuss bleiben würde.
Seine Lippen hatten den perfekten Rhythmus und ich musste grinsen, als er seine Zunge mit ins Spiel brachte.
Es fühlte sich phänomenal an.
Etwas unsicher war ich mir aber darüber, ob Wes mich küsste, weil er gerade Lust hatte irgendwem zu küssen oder weil er mich begehrte und immer noch wollte.
Hilfe!
Mein Atme wurde unkontrollierter und ich wollte am liebsten Wesley sein Shirt vom Lieb reisen.
Er ließ ab von mir und mit seinen Lippen verschwand auch mein Mut.
"Simon kommt bald.", erinnerte er mich.
"Willst du Sex mit mir haben?"
Seine Frage kam für mich ziemlich unerwartet, weil ich es nicht gewohnt war, dass er nachfragte.
"Ja, das möchte ich sehr gerne."
Als wäre das Wesleys Stichwort gewesen, drückte er mir einen festen Kuss auf den Mund, während ich ihn rückwärts auf das Sofa hinter ihm schubse.
"Du bist so wunderschön.", murmelte Wes vor sich hin, nachdem ich mich auf seinen Schoß gesetzt hatte.
Seine Hände berührten meine Taille und fuhren dann weiter zu meinem Po, zu meinem Brustkorb.
Ich wünschte meine Zunge würde ein Leben lang mit seiner tanzen und seine Hände würden mich für immer halten.
Sie haben mich schonmal losgelassen und ich bin gefallen.
Ich falle wieder
Wegen ihm
Seine Finger griffen hinter mich, um den Reißverschluss meines Kleid zu öffnen, das ich immer noch trug.
Absichtlich rutschte ich auf seinem Schoß herum, presste meine Mitte gegen seinen Schritt und krallte meine Fingernägel in den Stoff seines Shirts.
Wes deutete mir an aufzustehen, sodass er mir das Kleid ausziehen konnte und ich reagierte direkt darauf, indem ich tat, was er still von mir verlangte.
Ich würde nicht behaupten, dass Wes mir mein Kleid langsam, sanft und behutsam auszog, sondern eher dass er es ungeduldig aufgrund des Zeitdrucks herunterriss.
Jetzt stand ich vor ihm in meiner schwarzverhüllten Spitzenunterwäsche, währen er mich genau betrachtete.
"Wo willst du es?", ließ er mir die Wahl es zu entscheiden.
Ich blickte mich um und würde sein Schlafzimmer erwähnen, aber der Eichentisch würde es sicher auch tun.
"Esstisch!"
"Ich denke das ist eine sehr schlechte Idee, was wir hier tun.", behauptete er und ich ging davon aus, dass Wesley mich jetzt losließ und mir mein Kleid wieder gab.
"Dann hören wir auf!", sagte ich und zuckte mit den Schultern.
Seine Hand ließ von meinem Körper ab und es fühle sich an, als würde sich ein wichtiges Puzzleteil von mir trennen.
Vielleicht sogar das wichtigste Puzzleteil!
"Du willst also nicht mit mir schlafen?", fragte ich und legte dabei ein wenig den Kopf schief.
"Ich..."

One day you'll understand whyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt