sugar

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Wo waren wir denn jetzt wieder angekommen? War ich jetzt frauenfeindlich oder was hatte ich jetzt falsch gemacht?
"Ich weiß, dass du mich ich leiden kannst, Sophie. Es ist meine Schuld, was passiert ist. Deswegen will ich wenigstens jetzt das Nötige tun, um Veronica zu schützen, weil ich es damals nicht konnte.", versuchte ich ihr klarzumachen, dass ich einmal in meinem Leben wenigstens eine Sache richtig machen wollte.
"Ich hasse dich nicht, Scott. Im Gegenteil, ich stand sogar mal total auf dich, aber du hattest nur Augen für Ronnie und danach war ich...eine Aufmunterung wegen deiner Traurigkeit oder wie würdest du es bezeichnen? Du hast es geschafft, dass sich jeder in dich verliebt. Wirklich beneidenswert! Wie hat Annabelle nur so ein braves Lämmchen aus dir gemacht?", wollte sie wissen und grinste dabei ein wenig zu sehr.
Was für immer eine Aktion das sein sollte, sie gefiel mir überhaupt nicht.
Oh, mir ist wirklich bewusst, wie vielen Leuten ich Hoffnungen gemacht hatte, nur um sie dann wieder abblitzen zu lassen.
"Ich mache das nicht für sie, ich mache das für mich selbst.", bekräftigte ich und sah sie dabei genau an.
Ihre geschminktes Gesicht war wie immer makellos, wobei ich persönlich fand, dass ihr der dunkle Lidschatten wirklich gut stand.
"Meinen Respekt, mal sehen, wohin das noch so führt! Viel Glück euch beiden! Ich hoffe echt du verkackst es nicht wieder.", meinte sie plötzlich total lässig.
Verarschte die mich gerade oder hatte sie das gerade wirklich ernst gemeint?
"D-anke!", stotterte ich kurz, bevor ich mich wieder einigermaßen von meiner Empörung erholt hatte.
Sophie lächelte und hielt mir versöhnlich die rechte Hand, die ich sofort ergriff.
"Du siehst übrigens hübsch aus.", fügte ich noch hinzu und stimmet in ihr Lächeln ein.
"Charmant wie immer, Scott!", murmelte sie kopfschüttelnd und klopfte mir aufmunternd auf die Schulter, bevor sie sich abwandte und verschwand.
Ich atmete laut aus und machte mich ebenfalls auf den Weg zurück zu den anderen, aber lief dabei an der anderen Seite des Hauses zurück.
Belle saß an einem Tisch im Inneren des Hauses und unterhielt sich lachend mit ihrem Bruder und seiner Freundin.
Als sie mich allerdings erkannte, blieb sie kurz still und erwiderte meinen Blick mit einem besorgten.
Schnell drückte ich ihr einen kurzen Kuss auf die Wange, um ihr zu zeigen, dass alles in bester Ordnung war.
"Habe ich etwas verpasst?", fragte ich sie kurz und knapp, damit sie mich auf den neusten Stand brachte.
"Absolut nichts. Wollen wir in mein Zimmer?", fragte sie mich, weil sie sich wahrscheinlich langweilte.
Hier war tatsächlich nicht so viel los, aber genau da stand ich zur Abwechslung auch nichtmal so schlecht.
Ich nickte und wusste genau, dass sie mich dazu zwingen würde, ihr zu berichten, was ich mit Sophie getan hatte.
Als hätte Annabelle es total eilig, zog sie mich ungeduldig die Treppenstufen hoch und schloss dann die Zimmertür hinter mir ab.
"Also...?"
"Wir haben nur geredet über früher und dann hat sie mir viel Glück gewünscht und ist gegangen.", kürzte ich das Gespräch mit Sophie ein wenig ab und ließ das mit dem Baby weg, weil ich es für nicht wirklich relevant empfand.
"Komisch!", kommentierte sie die Situation und nahm auf dem Bett Platz.
"Ich war auch wirklich verwirrt.", gestand ich ihr und seufzte hörbar.
"Wir haben es noch nie in meinem Zimmer getrieben. Das fällt mir gerade erst auf.", stellte sie sichtlich überrascht darüber fest.
Horny!
Ich sah zu ihr, aber sie grinste mich bereits breit an.
"Du willst es hier tun?", fragte ich verwundert darüber, dass sie dieses Risiko tatsächlich eingehen wollte, denn schließlich könnte uns unten jeder hören, wenn wir zu laut wurden.
"Ja, hier und jetzt!", bekräftigte sie total überzeugt und erhob sich vom Bett nur um zu mir zu gelangen.
"Okay! Wenn die Madame es so will, dann wird es so gemacht.", stimmte ich zu, während sie schnell meinen Mund eroberte und mit den Händen schon meinen Hosenbund ertastete.
Da hatte sie es aber heute echt eilig.
"Wir ficken jetzt so lange, bis dort unten auch jeder weiß, dass wir zueinander gehören.", sagte sie in einem herrischen Ton.
Also so lief das jetzt! Na meinetwegen...
Sie zog mich aus, bis ich gerade mal nur noch Unterwäsche trug und zwar in einer Rekordzeit, bei der sogar ich nicht mithalten konnte.
"Dreh dich um!", verlangte ich von ihr, sodass ich ihr ihr Kleid öffnen konnte.
Belle reagierte mit einem Zucken auf meine Berührung und ich ging es besonders langsam an, was sie aber komischerweise echt gut aushielt.
"Leg dich hin!", befahl ich Annabelle, die genauso wie ich nur noch Unterwäsche trug und mit den Händen die Narben an ihrem Bauch verdeckte, die bei dem Unfall entstanden waren.
Keine Ahnung, wieso ich diese gestern noch nicht bemerkt hatte! Wahrscheinlich war ich wieder viel zu sehr auf ihre wunderschönen Lippen fokussiert gewesen.
Sie tat, was ich von ihr wollte, während ich mir jetzt doch ein wenig nervös durch die Haare fuhr.
Sooft ich das auch schon gemacht hatte bei zick Personen. Das war immer noch einmal etwas ganz anderes für mich.
"Belle, zeig sie mir! Bitte!", bat ich sie ihre Hände von ihrem Bauch zu entfernen, was sie auch ruhig und langsam tat.
Es gab schöneres anzusehen. Eigentlich sah es einfach nur aus wie ein vernarbter Bauch. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich der Verursacher dieser Narben war.
"Ich bin so ein Idiot.", murmelte ich vor mich hin, bevor ich mich leicht zu ihr bückte, um sie leidenschaftlich zu küssen.
Sie schüttelte nur den Kopf und verschwand dann mit ihrer einen Hand in meinen Boxershorts.
"Es war meine Entscheidung aus dem Auto zu steigen und deshalb auch meine Schuld, wenn mir dann etwas passiert.", rief Annabelle mir in Erinnerung und hatte damit wahrscheinlich sogar Recht.
Verdammt, es war einfach nur eine blöde Aktion und jeder machte irgendwann ja mal falsche Dinge oder traf falsche Entscheidungen.
So war eben das Leben!

Denkt ihr, dass Wesley und Annabelle das hinbekommen oder dass sie sich einfach nur gegenseitig wehtun?

One day you'll understand whyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt